Gebäude am Medienhafen DüsseldorfGerade zu Semesterbeginn, wo viele Studenten auf der Suche nach einer Wohnung in Trier sind, stellt sich die Frage: Melde ich die Wohnung als Zweitwohnsitz an oder melde ich mich um? Normalerweise würde man als Student wahrscheinlich die Wohnung an seinem Studienort als Zweitwohnsitz anmelden und den Erstwohnsitz bei den Eltern bestehen lassen. Studiert man dagegen in Trier, sollte man sich dies noch einmal gründlich überlegen.

Meldet man in der Stadt Trier seinen Zweitwohnsitz an, hat man nämlich eine sogenannte „Zweitwohnungssteuer“ an die Stadt zu entrichten. Diese wurde nach dem Grundsatzbeschluss des Rates der Stadt Trier vom 13.07.2006 zum 1.1.2007 eingeführt. Der Zweitwohnungsinhaber wird somit an den der Stadt entstehenden Kosten beteiligt und leistet damit einen Beitrag zur Erhaltung der Infrastruktur oder zu steuerlich finanzierten Einrichtungen.

Die Höhe der Steuer richtet sich nach der Miete. Bei der jährlichen Steuererklärung werden dann 10% der Jahresnettokaltmiete fällig. Auch Studenten, selbst wenn sie Bafög beantragt haben, werden im Normalfall nicht von der Zweitwohnungssteuer in Trier befreit. Daher sollte man sich als Student in Trier überlegen, ob man diese Steuer bezahlen kann und will oder ob man der Stadt Trier den Gefallen tut, sich komplett als Trierer Bürger anzumelden. Dann profitiert die Stadt nämlich jedes Jahr von knapp 15.000 Studenten und sichert sich so langfristig Einwohnerzahlen über dem Minimum der 100.000 , die benötigt werden, um sich als Großstadt zu betiteln.

Die Zweitwohnungssteuer ist im übrigen kein Trierer Phänomen, sondern gibt es auch in vielen anderen Städten Deutschlands.

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