Werbeplakate von der Stadt Trier verboten

Die Stadt Trier genehmigt seit einigen Monaten keine Werbeplakate mehr. Einzig Werbung von gemeinnützigen Institutionen und Vereinen werden weiterhin an den Trierer Straßen zu sehen sein. Private Veranstalter von Konzerten Messen und Theaterstücken dürfen dagegen nicht mehr mit Werbeplakaten für ihre Veranstaltung werben. Die Trierer Kulturszene ist aufgebracht.

Wenn große Veranstaltungen in Form von Messen, Konzerten und Theaterstücken in Trier angestanden haben, konnte man in den letzten Jahren zahlreiche Werbeplakate an den Trierer Straßen zählen. Dies wird in Zukunft nicht mehr der Fall sein, denn die Stadt Trier genehmigt dieses Verbreiten von Werbeplakaten durch private Veranstalter nicht mehr. Einzig gemeinnützige Vereine und Institutionen sind weiterhin berechtigt, für ihre Events Werbeplakate an Bäume und Laternen anzubringen. Selbstverständlich verärgert diese neue Vorgehensweise der Stadt Trier die Kulturszene. Vor allem Konzertveranstalter sehen sich stark benachteiligt. Sie sind der Meinung, dass die Werbeplakate vor allem unmittelbar vor Veranstaltungen einen großen Werbeeffekt haben. Aus diesem Grund wird befürchtet, dass viele Events in Zukunft vielleicht nicht mehr ausverkauft sein werden. Hinzu kommt, dass die Trierer Kulturszene ohnehin unter dem Druck aus Luxembourg leidet. Dort wird die betroffene Branche immer noch deutlich stärker subventioniert als in der Bundesrepublik Deutschland.

Stadtverwaltung verweist auf Trierer Gesellschaft für Stadtmöbilierung

Die Stadtverwaltung in Trier hat zur Begründung der neuen Genehmigungspraxis angegeben, dass die neue Anwendungsform der eigentlichen Regelung entspräche. Unter normalen Umständen ist es in Trier schon seit einigen Jahren nicht mehr erlaubt, Werbeplakate für einen kommerziellen Zweck aufzuhängen. 2001 hat die Stadt Trier der Trierer Gesellschaft für Stadtmöbilierung (TGS) die Vermietung der rund 80 Litfaßsäulen und Werbetafeln im Stadtgebiet überlassen. Der TGS wurde dabei ein Exklusivgeschäft zugesichert: Die Stadt darf auf öffentlichem Gelände keine zusätzlichen Plakate für kommerzielle Veranstaltungen genehmigen. Plakate für nicht-kommerzielle Veranstaltungen dagegen darf die Verwaltung weiter zulassen.

In den letzten Jahren sei diese Vertragsklausel zunehmend aufgeweicht und missachtet worden. Aus diesem Grund hat die TGS die Stadt Trier deutlich darauf hingewiesen, welche Werbeplakate erlaubt werden können und welche nicht. Die TGS möchte sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu diesen Verpflichtungen äußern. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Kulturszene in Trier weiterentwickeln wird.

 

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