Feuchte Mauern entstehen durch verschiedene Ursachen, im Kellerbereich drückt von außen Grundwasser gegen das Mauerwerk und führt schlimmstenfalls Salz mit, aber auch Spritzwasser und in Wohnungen mangelndes Lüften sorgen für feuchte Mauern. Dann führt Kondensation zum feuchten Mauerwerk, weshalb eine Trockenlegung dringend erforderlich wird.

Dichtungsverfahren zur Trockenlegung

In Kellern wie Innenräumen wird ein Luftentfeuchter eingesetzt, doch die Mauer selbst muss auch trockengelegt werden. Die klassischen Abdichtverfahren fallen umfänglich aus, sie reichen von mechanischen Horizontalabdichtungen über Chromstahlblech-Verfahren, Mauersäge- und Maueraustauschverfahren bis zu physikalisch-chemischen Horizontalabdichtungen und Injektionen. Die österreichische Aquapol geht einen innovativen Weg mit ihrem eigenen Mauertrockenlegungssystem, das auf der Magnetokinese basiert und sowohl TÜV-zertifiziert ist als auch den gängigen ÖNORMen entspricht und sich in der Praxis bewährt. Die Aquapol ist ein internationales Unternehmen (deutsche Niederlassungen in München und Weißwasser in Sachsen) und bietet ihre Trockenlegung in vielen Ländern Europas und der Welt an. Das Wirkprinzip benötigt kein Schneiden des Mauerwerks und keine Chemie oder Strom. Im Gebäude beseitigt ein Gerät die aufsteigende Feuchtigkeit über natürliche Schwingungen, also den Prozess der Magnetokinese. Ein Empfangsteil wird auf geoenergetische Energie ausgerichtet, die im Sender umgewandelt und in einen Wirkraum abgegeben wird. Die Anwendung bei der Trockenlegung erfolgt bei porösen Baustoffen ohne horizontale Isolierung, und zwar über und unter Erdniveau (auch mit vertikaler Isolierung). Die Entfeuchtung dauert zwischen 6 bis 36 Monate je nach Durchfeuchtungsmenge, Wandstärke und Baustoffart. Die Messung der Restfeuchte erfolgt mittel Darrmethode gemäß ÖNORM B3355.

Begleitende Maßnahmen und Erfolg der Trockenlegung

Zu beachten sind in jedem Fall die im Wasser enthaltenen Salze, die sich im Verputz ablagern oder gar an der Oberfläche auskristallisieren. Diese müssen vor einem Verputzwechsel beziehungsweise der Sanierung beseitigt werden. Weitere begleitende Maßnahmen sind das Trockenhalten des Raumes von außen und innen sowie die Gewährleistung stabiler, gesunder Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswerte. Auch sind die Mauern auf Schimmel zu überprüfen, der kalkhaltige Wände stark angreift und erst recht bei sämtlichen Naturmaterialien sein verheerendes Werk verrichtet. Aquapol liefert eine Checkliste für begleitende Maßnahmen und empfiehlt die geeignete Sanierung.
Die Installation des Systems erfolgt durch Aquapol-Techniker, dauert nicht lange und erfordert nur wenig Platz. Die Technik erweist sich trotz oder gerade wegen des ungewöhnlichen Ansatzes als überaus erfolgreich, sie ist sehr umweltfreundlich und trägt die Europa-Patent-Nummer 0688383 – 1996. Es gab seit den frühen 1990er Jahren diverse Auszeichnungen, so den Architekturpreis der Stadt Prag, den österreichischen Ehrenpreis des Wissenschaftsministeriums sowie Innovationsurkunden und Medaillen etlicher renommierter Forschungseinrichtungen.

 

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