Eingestürzter Stollen in Wellen an der Mosel

Vor gut zwei Wochen stürzte ein Stollen der Trierer Kalk-, Dolomit- und Zementwerke  in Wellen an der Mosel ein. Als Folge entstand auf einem Acker zwischen Wellen und Temmels ein Loch in der Erde, das eine beachtliche Größe von einem Quadratmeter hatte. Um dieses Loch zu füllen, wurde in den letzten Wochen Sand mittels eines Förderbandes in die Öffnung gekippt. Trotz aller Versuche das Loch zu schließen und den Stollen zu stützen, gab es nun einen weiteren Einsturz in diesem Gebiet. Dieser hatte zur Folge, dass sich das anfangs überschaubare Loch zu einem Krater entwickelt hat. Der Durchmesser hat sich auf dramatische zehn Meter erweitert. Darüber hinaus hat der Krater nahe Wellen eine geschätzte Tiefe von 35 Metern. Dies lässt die Annahme zu, dass ein Sturz vermutlich tödlich wäre. Allerdings kann Entwarnung gegeben werden, denn der Krater ist nur in der unmittelbaren Umgebung gefährlich. Um die Bevölkerung auf diesen Umstand aufmerksam zu machen, wurde das Gebiet rund um das Loch abgesperrt. Der Bürgermeister von Wellen riet allen Menschen dringend, sich nicht allzu sehr diesem Acker zu nähern. Im Moment ist noch nicht abzusehen, wie es mit dem Krater weitergehen wird. Experten gehen durchaus davon aus, dass sich das Loch weiter ausdehnen kann, wenn es weitere Zusammenbrüche von vereinzelten Stollen geben sollte.
Nach neuesten Angaben soll ein zweites Förderband aufgestellt worden sein, dass nun helfen soll, möglichst schnell Sand in die Öffnung auf dem Acker zu befördern. Allerdings darf an dem Vorhaben durchaus gezweifelt werden, denn immerhin wirkt der aufgeschüttete Sand mit einem gewissen Druck auf den bereits instabilen Stollen.

 

Neben diesen Tumulten, die sich im Moment rund um den Krater in Wellen an der Mosel abspielen, gibt es noch einen anderen Schauplatz, auf dem momentan allerdings Ruhe herrscht. Die Gemeinde Wellen hat juristische Schritte gegen das Trierer Kalk-, Dolomit und Zementwerk eingeleitet. Die Bürger des familiären Wellen befürchten, dass das Unternehmen die Stollen mit Hilfe von Müll stabilisieren möchte (wir haben berichtet). Man befürchtet, dass auch schädlicher Müll eingelagert werden könnte. Es bleibt abzuwarten, wie es in Wellen an der Mosel weitergehen wird.

Kommentare (3)

  • Constantin

    Hat man eigentlich schon mal untersucht, ob der Krater nicht zufällig mit Unterstützung der TKDZ enstanden ist? Immerhin ist so ein Einsturz gefundenes Fressen für die Geschäftsleitung, die damit den Wellener Bürgern beweisen könnte, dass der Stollen mit Müll unterfüttert werden muss. Manchen Leuten traue ich alles zu!

  • Gerechtigkeitsiegt

    Vielleicht haben die TKDZ einfach Recht gehabt und der Stollen hätte stabilisiert werden müssen. Dagegen gab es jedoch leider massiven Widerstand, insbesondere auch von einem Verein namens „Sauberes Wellen e.V.“, von dem man komischerweise heute so gut wie nichts mehr hört. Möge der Krater daher ruhig noch größer werden!!

  • Gerechtigkeitsiegt

    Mein Wunsch ist ja mittlerweile in Erfüllung gegangen. Wie wäre es jetzt, wenn der saubere Verein sich dort trifft und dabei hilft Sand in das Loch zu schippen?

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