Die Schattenseiten der Karnevalstage in Trier

Die Festlichkeiten auf dem Hauptmarkt 2012 haben in diesem Jahr einen bitteren Beigeschmack hinterlassen. Die Krankhäuser waren dank sinnlos betrunkener Menschen überfüllt. Polizei und Feuerwehr waren im Dauereinsatz. Vor allem Jugendliche überschritten einmal mehr ihre Grenzen und landeten zum Teil mit knapp vier Promille im Krankenhaus.

Für viele Menschen bedeuten die Karnevalstage Spaß und ausgelassenes Feiern. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene fiebern den närrischen Tagen entgegen. Polizisten, Rettungskräfte und Krankenhauspersonal haben dagegen wohl keinen Grund an Fastnachtstagen in gute Laune auszubrechen. Auch an diesem Weiberdonnerstag ist die Lage in der Trierer Innenstadt eskaliert. Schuld daran waren vor allem sinnlos betrunkene Jugendliche und junge Erwachsene. Neben Schlägereien, die die Polizei in Atem hielten, sorgten vor allem die vielen Alkoholvergiftungen für reichlich Arbeit und auch Ärger. Ständig waren die Rettungskräfte im Einsatz. Viele Jugendliche waren derart betrunken, dass sie nicht mehr nur vor Ort behandelt werden konnten. Stattdessen mussten sie in eines der beiden Innenstadtkrankenhäuser eingeliefert werden. Dort war die Lage am Nachmittag ernüchternd, auch wenn dies leider nur auf das Personal und nicht auf die Patienten selber zutrifft. Die Krankenhäuser wurden nur so von betrunkenen Jugendlichen überflutet. Trotz extra aufgestellten Betten reichte der Platz nicht auf. Krankenhausmitarbeiter sprachen von Jugendlichen, deren Promillewerte an die vier Promille heranreichten.
Während im Krankenhaus die Ärzte für die Betrunkenen sorgten, richteten die Rettungskräfte auf dem Domfreihof einen Großraumrettungswagen ein. Dort fanden bis zu elf Patienten gleichzeitig die Möglichkeit auf Hilfe.
Die Stimmung auf dem Hauptmarkt war ab dem Mittag ausgelassen und die Menge als solche ließ laufen. Häuserfassaden und Geschäftseingänge mussten als Toiletten herleiten. Hier und da sah man sich übergebende Jugendliche. Wer bis dahin noch keinen Spaß empfunden hatte, der tat es jetzt.
Ganz nebenbei lässt sich festhalten, dass das Glasverbot, das durch die Polizei kontrolliert wurde, gewirkt hat. Glasfalschen waren wenn überhaupt nur vereinzelt vorzufinden. Schließlich schmeckt Alkohol aus Plastikflaschen auch nicht schlechter.

Insgesamt bleibt zu sagen, dass der jährliche Weiberdonnerstag auf dem Hauptmarkt nichts mit Karneval zu tun hat. Vielmehr erinnert das Gelage eher an einen großen Kindergeburtstag, bei dem jeder etwas vom Schnaps bekommt. Ganz nebenbei: Die Geburtstagsfeier zahlt übrigens der Steuerzahler.

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