20.000 Buskunden durch Warnstreik beeinträchtigt

Der Warnstreik im öffentlichen Dienst am gestrigen Dienstag hat ungefähr 20.000 Buskunden beeinträchtigt. Zudem wurden viele Mülltonnen in der ganzen Stadt nicht geleert. Dennoch konnten vor allem im Bustransfer die Ausfälle besser als gedacht kompensiert werden.

Am gestrigen Dienstag wurde im öffentlichen Dienst in der ganzen Stadt Trier gestreikt. Verdi hatte zu diesen Warnstreiks aufgerufen, um ihren Forderungen nach 6,5 Prozent mehr Lohn Druck zu verleihen. Vor allem die Müllabfuhr und die Busfahrer legten gestern kurzfristig ihre Arbeit nieder. Nach ersten Schätzungen sollen rund 20.000 Buskunden von den Warnstreiks betroffen gewesen sein. Dennoch fielen nicht 60 Prozent der Linien aus, wie das zunächst befürchtet worden war. Knapp die Hälfte aller Busfahrten wurden nicht getätigt.

Anzeigetafel verwirrt die Menschen

Viele Menschen zeigten sich über die Anzeigetafel an den verschiedenen Bushaltestellen verärgert. Der Grund hierfür waren die Buszeiten, die auf dieser elektronischen Tafel zu sehen war. Die Anzeigetafel ist von der Stadtwerke Trier mit den normalen Busfahrzeiten programmiert worden. Diese lassen sich aber nicht für einen einzigen Tag wieder herausnehmen. Der Aufwand wäre viel zu groß. Aus diesem Grund liefen auch gestern die normalen Fahrzeiten über den elektronischen Bildschirm, obwohl viele dieser Busse nicht gefahren sind. Die Folge war, dass viele Menschen an den Bushaltestellen standen und auf den Bus gewartet haben. Die Stadtwerke Trier bittet dafür um Verständnis.

Müllabfuhr schafft 25 Prozent des eigentlichen Pensums

In manchen Stadtvierteln in Trier, die mit der Entleerung an der reihe gewesen wären, blieben die Mülltonnen ungeleert. Der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier setzte eine Notbesetzung ein und konnte damit immerhin 25 Prozent des eigentlichen Pensums erledigen. Allerdings wird es aufgrund der Osterfeiertage keine Ersatztermine geben. Laut den öffentlichen Angaben der Gewerkschaft Verdi beteiligten sich gestern ungefähr 350 Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes an den Warnstreiks.

An Ostern könnten die nächsten Warnstreiks folgen. Diese werden dann auf jeden Fall noch drastischer ausfallen. Arbeitgeberverbände und Verdi treffen sich in naher Zukunft zur dritten Verhandlungsrunde. Sollte diese keine Einigung erzielen, wird Verdi zu einem bundesweiten Streik aufrufen. Die Gewerkschaft plant nicht den Einsatz eines so genannten Schlichters.

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