Nur acht kommunale Vollzugsbeamte arbeiten in Trier

Seit Monaten treten in Trier immer wieder Diskussionen auf, die sich um die städtische Ordnung und Sicherheit drehen. Vor allem ständige Saufgelage in der Ostallee und pöbelnde, betrunkene Jugendliche in der Innenstadt sorgen immer wieder für großen Unmut bei vielen Bürgern. Der Ruf nach einer staatlichen Macht, die das schlechte Verhalten der Täter besser sanktionieren soll, wird dabei mit jeder weiteren Diskussion lauter. Völlig zu unrecht wird immer nur die Polizei in Trier kritisiert. Die wahren Träger von Ordnung und Sicherheit, kommunale Vollzugsbeamte, werden gerne und schnell übersehen. Dabei sind gerade kommunale Vollzugsbeamte für die städtische Ordnung in der Moselstadt Trier zuständig. Allerdings sei gleich vorab gesagt, dass diese keine Schuld trifft, denn die kommunalen Vollzugsbeamten in Trier sind hilflos unterbesetzt. So umfasst das Kontingent, das für die Ordnung und Sicherheit in der Römerstadt sorgen soll, gerade einmal acht Vollzugsbeamte. Damit ist Trier Schlusslicht in Rheinland-Pfalz. Alle anderen Städte engagieren mehr Vollzugsbeamte als die Stadt Trier. So kommen in Mainz beispielsweise 32 Beamte zum Einsatz. Kaiserslautern beschäftigt 18 und Ludwigshafen immerhin 28. Alles in allem bleibt festzuhalten, dass Trier in Hinsicht auf die kommunalen Vollzugsbeamten komplett unterbesetzt ist.
Obwohl der kommunalen Regierung dieser Umstand in vollen Zügen bekannt ist, wird es auf diesem Gebiet keine Besserung mehr geben. Die Stadt Trier hat schlicht und einfach zu wenig Geld, um mehr kommunale Vollzugsbeamte einzustellen. Es spricht nicht unbedingt für einen soliden Bürgermeister, wenn über mögliche Radwege nachgedacht werden kann, die immerhin teuer finanziert werden müssen, obwohl sie jeglichem Sinn entbehren, aber nicht die Möglichkeit bestehen soll, neue kommunale Vollzugsbeamte einzustellen. Es lässt sich durchaus vermuten, dass den meisten Menschen in Trier, mehr Ordnung und Sicherheit in der Innenstadt wertvoller wäre, als ein neuer Radweg in der Ostallee.
Im Moment können  die kommunalen Vollzugsbeamten nur punktuelle Kontrollen durchführen, die keine beständige Verbesserung der Situation herbeiführen können. Vielmehr wäre es von Nöten, regelmäßig die Problempunkte in Trier anzufahren, um dort für die nötige Präsenz zu sorgen. Eines ist sicher: Trier täte eine erhöhte Anzahl an Kontrollen nicht schlecht. Jeder, der schon einmal an einem Freitagabend durch die Innenstadt gegangen ist, der weiß, dass es schwer ist, nicht von alkoholisierten Jugendlichen „angepöbelt“ zu werden. Die Ostallee sollte man auf seinem Weg auf jeden Fall vermeiden. Ebenso Palastgarten und Hauptbahnhof.

Die Aufgaben der kommunalen Vollzugsbeamten

Um zu verdeutlichen, wie deutlich unterbesetzt der Posten des kommunalen Vollzugsbeamten in Trier ist, werden im Folgenden kurz die Aufgabenfelder der Beamten vorgestellt.
Der kommunale Vollzugsbeamte muss nicht nur für die Einhaltung gewisser Regeln in der Stadt Trier sorgen. Darüber hinaus, muss er kranke Personen zum Arzt bringen, wenn diese nicht bereit sind, diesen aufzusuchen, obwohl sie zumindest unter dem Verdacht stehen, unter einer ansteckenden Krankheit zu leiden. Des Weiteren muss der kommunale Vollzugsbeamte immer ausrücken, wenn ein anderer Menschen gedroht hat, sich selbst umzubringen. Die große Aufgabenfülle beschäftigt die acht Beamten in Trier so stark, dass diese ihre Aufträge nach Prioritätslisten abarbeiten müssen.

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