Fliegerhorst Büchel: Lagerort für US-Atomwaffen

In der Eifel werden auf dem Fliegerhorst Büchel weiterhin bis zu 20 US-Atomwaffen gelagert. Die Opposition warf der schwarz-gelben Bundesregierung um Angela Merkel vor, nicht genügend Druck auszuüben, damit die Waffen endgültig aus der Bundesrepublik Deutschland herausgeschafft werden.

Nicht weit weg von Trier sollen in der Eifel noch immer 10 bis 20 US-Atomwaffen auf dem Fliegerhorst Büchel lagern. Angeblich hatte sich die Regierung in Berlin schon vor Jahren für einen Abtransport eingesetzt. Nun wirft die politische Opposition der schwarz-gelben Regierung in der Bundeshauptstadt vor, dass diese sich nicht ernsthaft genug bemühe, die Atomwaffen vom Fliegerhorst Büchel abtransportieren zu lassen. Angeblich, so heißt es in einer Berliner Zeitung, habe die Bundesregierung in Berlin beschlossen, dass das amerikanische Militär weiterhin Atomwaffen auf dem Fliegerhorst Büchel lagern darf. Nach Expertenschätzung lagern im Fliegerhorst Büchel in der Eifel noch 10 bis 20 US-Atomsprengköpfe, für deren Einsatz im Ernstfall die Bundeswehr Tornado-Kampfflieger bereit hält.

Kostenpunkt unklar

In der Politik wird vor allem bemängelt, dass es nicht ersichtlich sei, welche Kosten den Bund aufgrund der Lagerung der US-Atomwaffen treffen. Politiker von der Partei die Grünen befürchten sogar, dass die Bundesregierung in Zukunft wieder eine neue atomare Aufrüstung auf Standorten wie dem Fliegerhorst Büchel betreibt. So äußerte sich zumindest der Vorsitzende der Partei, Jürgen Trittin. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) wies das zurück. Es sei absolut klar, dass er das Ziel des Abzugs der verbliebenen Nuklearwaffen aus Deutschland entschieden weiterverfolge. «Es mit Abrüstung ernst zu nehmen, heißt dicke Bretter zu bohren. Das tun wir – mit wachsendem Erfolg», sagte Westerwelle.

Ob die Waffen tatsächlich für einen Milliardenbetrag modernisiert werden sollen, blieb unklar. Die Tornados bleiben jedenfalls erst einmal weiter im Dienst. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wird die Bundeswehr auch über das Jahr 2025 hinaus 85 dieser Kampfjets behalten.

 

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