19.500 Bewerber für die Universität Trier

 

Die Universität Trier sieht sich einer wahren Bewerberflut für das kommende Wintersemester gegenüber. Zur Zeit stehen etwa 3.000 Stellen zur Verfügung, die von neuen Studenten besetzt werden können. Allerdings haben sich ganze 19.500 junge Menschen für ein Studium beworben. Die Gesamtkapazität der Universität Trier liegt übrigens bei 15.000 Studenten und Studentinnen. Die Zahl der knapp 20.000 Bewerber scheint auf den ersten Blick erschreckend zu sein, ist aber bei genauerem Hinsehen durchaus nachvollziehbar. Auf der einen Seite gibt es dieses Jahr selbstverständlich mehr Bewerber, da es einen doppelten Abitur-Jahrgang gibt. Hinzu kommt, dass seit diesem Jahr die Wehrpflicht ausgesetzt worden ist. Auf der anderen Seite lässt sich die große Bewerberzahl vor allem mit dem neuen Bewerbungssystem auf Studienplätze erklären. Noch vor einigen Jahren mussten sich die angehenden Studenten und Studentinnen über die ZVS bewerben. Damit war das System zentral geschaltet. Heute obliegt es den Hochschulen persönlich, ihre Studenten auszuwählen. Die Bewerber können sich auf direktem Wege an die Hochschulen wenden. Außerdem ist es allen Bewerbern gestattet, sich an so vielen Universitäten wie nötig, zu bewerben. Aus diesem Grund schicken junge Leute manchmal zehn und mehr Bewerbungen an die verschiedenen Universitäten. Diese Tatsache erklärt, weshalb seit einiger Zeit ein Anstieg der Bewerberzahlen zu verzeichnen ist. Es werden nicht mehr Bewerber, sondern die Menschen bewerben sich einfach öfters.

Keine Lösung in Sicht

Dieses Faktum stellt nicht nur die Universität Trier vor ein großes Problem. Alle Hochschulen in Deutschland haben mit diesem Phänomen zu kämpfen. Dennoch kann keine Lösung gefunden werden, obwohl das Bildungsministerium bereits mehrere Millionen in eine geeignete Software investiert hat. Bis jetzt war es nicht möglich, eine Lösung zu finden, die nach dem Kosten-Nutzen Faktor umsetzbar wäre.
Die Universität Trier hat aus diesem Grund nur eine Möglichkeit; sie schickt Zusagen auf Spekulationsbasis raus. Es werden mehr Zusagen vergeben als Plätze tatsächlich zur Verfügung stehen. Man hofft, dass genug Bewerber eine Zusage von anderen Universitäten bekommen, damit sie den Platz an der Universität Trier nicht in Anspruch nehmen müssen. Sollte dies nicht gelingen, wird sich die Hochschule gezwungen sehen, weitere Kurse anzubieten.

 

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