Droht die Uni Trier zu verarmen?

Studenten und Professoren der Uni Trier und der Fachhochschule Trier sehen in den Mainzer Sparplänen große Probleme für ihre jeweilige Hochschule. Obwohl das Land Rheinland-Pfalz in den kommenden beiden Jahren 970 Millionen Euro für die Hochschulen bereit stellt, das sind 3,7 Prozent mehr als im Jahr 2011, wird die Uni Trier hohe Verluste hinnehmen müssen. Die Professoren der Uni Trier sprechen davon, dass die Budgeterhöhungen an ihrer Universität nicht erkennbar seien. Vielmehr müssten sowohl die Lehrenden, als auch die Lernenden mit hohen Einschnitten im Budget rechnen. Aller Voraussicht nach wird die Uni Trier in den kommenden beiden Jahren 1,5 Millionen bzw. 3,5 Millionen Euro Verlust zu beklagen haben. Die Konsequenz müssen Einsparungen sein, die vor allem die Unterrichtsqualität zu Lasten der Studierenden beeinflussen werden.
Vor allem beim Personaletat wird die Uni Trier in den kommenden Jahren einsparen müssen. Dies wird unweigerlich zu Wiederbesetzungssperren führen, die dann vor allem junge Wissenschaftler mit befristeten Verträgen treffen könnte.
Des Weiteren wird die Uni Trier wohl die Semesterstundenzahl der Professoren und der wissenschaftlichen Hilfskräfte erhöhen müssen. Dies wiederum wird logischerweise darin enden, dass die Uni Trier, die ohnehin schon als überfüllt gilt, weitere Studenten aufnehmen wird, um die Semesterstunden zu decken.
Außerdem beklagt die Uni Trier die Abschaffung der Studienkonten. Dies wird ab dem Jahr 2013 bewirken, dass der Uni Trier 600.000 Euro weniger Einnahmen jährlich zur Verfügung stehen werden. Ursprünglich war das Studienkonto eingeführt worden, um die Studenten davon abzuhalten, so genannte Langzeitstudenten zu werden. Jeder, der das 1,75 fache der regulären Studienzeit überschritten hatte, musste 650 Euro pro Semester bezahlen. Dieses Konzept wurde durch die Landesregierung in Rheinland-Pfalz abgeschafft.
All diese Probleme führen dazu, dass es am heutigen Donnerstag eine Demonstration geben wird, die auf überfüllte Hörsäle und Klassenzimmer aufmerksam machen soll. Diese wird um 12 Uhr auf dem Viehmarkt beginnen. Es kann in der Innenstadt zu leichten Behinderungen kommen. Die Demonstranten werden vom Viehmarkt in Richtung Hauptmarkt aufbrechen. Letztlich soll die Demo vor den Toren der Porta Nigra enden.

Nicht nur die Uni Trier hat mit den Einsparungen aus Mainz zu kämpfen, sondern auch die Fachhochschule in Trier. So wird das Budget zwar erhöht. Allerdings reicht diese Erhöhung nicht aus, um beispielsweise die Lohnerhöhungen durch steigende Tarifverträge zu decken.
Leider drängt sich in Rheinland-Pfalz immer wieder das Problem auf, dass die Fachhochschulen in Trier immer mehr vernachlässigt werden. Während andere Universitäten mit schönen Neubauten in den kommenden Jahren rechnen dürfen, muss die Uni Trier immer mehr Studenten mit immer weniger Geld abfertigen. Eines ist sicher: ein solches Konzept kann nur bis zu einem gewissen Grad funktionieren.

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