Trier hat als die älteste Stadt Deutschlands nicht nur prächtige Sehenswürdigkeiten aus der Römerzeit, sondern auch kulturelle Highlights zu bieten. Im Jahr 2015 ist das Kommunikations- und Kulturzentrum TUFA bereits 25 Jahre alt geworden. Als Kleinkunstbühne und soziokulturelles Zentrum kann die Trierer TUFA auf einen reichhaltiges Programm und vielfältige Events zurückblicken. Hinter der TUFA in Form eines eingetragenen Vereins als organisatorisches Gerüst, verbergen sich jede Menge pralles Leben und Aktivität. Schaut man zurück in die Vergangenheit, dann wird klar, dass die Gründung dieses angesagten und weit über die Grenzen von Trier hinaus bekannten kulturellen Zentrums das Ergebnis von mehreren parallel ablaufenden Ereignissen war.
TUFA Trier

TUFA Trier

Die Anfänge der alten Trierer Tuchfabrik als Kulturzentrum

Jeder, der die TUFA Trier noch nicht kennt und sich vielleicht fragt, woher der Name überhaupt kommt, wird erfahren, dass dieses altehrwürdige Kulturzentrum in dem Gebäude und auf dem Gelände einer ehemaligen Tuchfabrik über die Jahre in mühevoller Kleinarbeit errichtet wurde. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn der Zustrom von Interessierten an gediegener Kultur und Kunst ebbt bis heute nicht ab. Im Gegenteil, die Macher der TUFA haben es von Jahr zu Jahr sogar mit immer mehr Besuchern zu tun. Diese erfreuliche Entwicklung wird auch vom Kulturdezernat der Stadt Trier freundlich, aktiv und gerne unterstützt.

Die TUFA Trier als Kulturzentrum ist das Ergebnis von gebündelten Kräften

Als Gründungsjahr der angesagten Kulturwerkstatt gilt 1983, als sich unterschiedliche Gruppen der freien Kulturszene zusammenschlossen, einen Verein gründeten und gemeinsame Räumlichkeiten suchten. Auf dem Gelände der ehemaligen Tuchfabrik in Trier bündelten sich von Anfang an die jeweils unterschiedlichen kulturellen Ansprüche von Einzelkünstlern, Ensembles, Bands und anderer Gruppen. Allen gemeinsam war, dass zur damaligen Zeit wieder geeignete Proberäume noch Säle zur Aufführung oder zur Durchführung von Ausstellungen oder Vernissagen zur Verfügung standen. Um dieses Problem für die freie Szene zu lösen, wurde die TUFA Trier als kulturelles Zentrum ins Leben gerufen. Es waren zur damaligen Zeit insbesondere universitäre Kreise, die sich für die Schaffung eines solchen Kulturzentrums einsetzten. Und so ist die TUFA Trier selbstverständlich bis zum heutigen Tag und wohl auch in Zukunft der Universität Trier tief verbunden.

 

Die anfängliche Investition der Stadt Trier hat sich mehr als ausgezahlt

Schon ein Jahr nach der Gründung, also 1984, wurden aus dem neu gegründeten Kulturzentrum heraus erste Vorbereitungen für die Feierlichkeiten im Jahr 2000 getroffen. Die ehemalige und stillgelegte Tuchfabrik der Familie Weber wurde von der Stadt Trier gekauft, nachdem klar war, dass das Gebäude zur Durchführung von Ausstellungen im Jubiläumsjahr 2000 gut geeignet war. Die Investitionen der Stadt Trier betrug damals 500.000 DM, mit diesen finanziellen Mitteln wurde zunächst der große Saal im Erdgeschoss und das erste Obergeschoss renoviert und hergerichtet. In der ehemaligen Fabrik wurden dann im Rahmen der 2000-Jahr-Feier, ganz wie geplant, zwei Ausstellungen gezeigt. Offizielles Gründungsdatum der Trierer Tuchfabrik als kulturelles Zentrum war der 7.11.1985. Aufgrund der außerordentlichen Vielfältigkeit der Veranstaltungen, Workshops, Ausstellungen und Kurse, stößt das Angebot bis heute auf eine große Resonanz bei Jung und Alt. Mit ihren Angeboten lockt die alte Tuchfabrik Jahr für Jahr etwa 70.000 Besucher aus nah und fern an.

Die Zukunft des Kulturzentrums Tuchfabrik in Trier gilt als gesichert

In der TUFA e.V., welcher als übergeordneter Dachverband fungiert, haben sich zurzeit 25 verschiedene Einzelvereine aus der gesamten Bandbreite des kulturellen Lebens zusammengeschlossen. Wie bei jedem anderen eingetragenen Verein auch, finden regelmäßig Mitgliederversammlungen und Vorstandswahlen statt. Der ehrenamtlich tätige Vorstand besteht aus 5 Mitgliedern und arbeitet eng mit der hauptamtlichen Geschäftsführung zusammen. Dieses Gremium regelt sämtliche Belange des beliebten Kommunikations- und Kulturzentrums. Aufgrund der positiven Erfahrungen der Vergangenheit und des unerschöpflich scheinenden Potenzials an Kunst und Kultur sind die Macher der TUFA Trier auch für die Zukunft gut gerüstet. Das hauptamtliche Personal des Kulturzentrums wird im Einvernehmen mit dem Verein von der Stadt Trier eingestellt und besoldet. Neben der Geschäftsführung sind das Sekretariat und die Artothek mit hauptamtlichen Mitarbeitern besetzt. Auch Techniker und Hausmeister stellt die Stadt Trier als Mitarbeiter zur Verfügung.

Strukturen zur Verwaltung und Leitung des Kulturzentrums haben sich bewährt

Der Tuchfabrik Verein ergänzt das Programm regelmäßig mit eigenen Veranstaltungen, vornehmlich aus dem Bereich der Kleinkunst. Die Tuchfabrik konnte sich somit in den letzten Jahren auch als Kleinkunstbühne einen herausragenden Namen machen. Von Anfang an wurde es als wünschenswert erachtet, dass sich die Mitgliedervereine an der Selbstverwaltung beteiligen und an gemeinsamen Veranstaltungen mitwirken. Bei der Arbeit des Vereins haben sich mit den Jahren verschiedene Schwerpunkte herauskristallisiert, beispielsweise interdisziplinäre und interaktive Arbeit, Kooperationen mit verschiedenen Partnern aus der ganzen Bundesrepublik, sowie Projektgestaltung unter Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen. Als Opening findet vom 12. bis 14. Februar 2016 ein breitgefächerter Kosmos aus neuer Musik und aktueller Klangkunst statt, präsentiert in mehreren Workshops und 10 Konzerten.
Bildquelle: Wikipedia, Creative Commons 3.0 by Stefan Kühn

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