Jubiläum für die Trierer Tafel

Die Trierer Tafel feiert dieser Tage ihr zehnjähriges Jubiläum. Der Sozialdienst Katholischer Frauen, kurz SKF, ist seit zehn Jahren der Träger der Trierer Tafel, bei der inzwischen 80 ehrenamtliche Mitarbeiter tätig sind und mit ganzen Kräften mithelfen, den armen Menschen, die mitten unter uns leben, wenigstens mit den nötigsten Lebensmittel auszuhelfen. Durchschnittlich 190 Menschen sollen in diesem Jahr dienstags und freitags vor den Türen der Trierer Tafel gestanden haben, die sich in den letzten Jahren zu einem festen Anlaufpunkt für hilfsbedürftige Menschen entwickelt hat. Die Trierer Tafel verteilt vor allem Lebensmittel, die sie von Supermärkten oder anderen Einrichtungen erhält. Die Supermärkte können ihre Lebensmittel, die sie aufgrund des Verfallsdatums in den meisten Fällen nicht mehr verkaufen können, an die Trierer Tafel abgeben, die diese dann weiterverteilt. Hier soll nicht der Eindruck entstehen, dass dort alte Lebensmittel verteilt werden. Natürlich sind alle Nahrungsmittel in einwandfreier Qualität. Es gibt einfach Gesetze, die den Supermärkten vorschreiben, in welchem Zeitraum die Lebensmittel verkauft werden dürfen. Hinzu kommt, dass es auch unvorhersehbare Ereignisse in Supermärkten geben kann. So wird die Trierer Tafel oft gerufen, wenn ein Tiefkühlschrank ausfällt und das Unternehmen die Lebensmittel nicht verkommen lassen will. Dennoch hat die Trierer Tafel nicht nur das Ziel, Lebensmittel an Bedürftige zu verteilen, sondern bietet darüber hinaus eine Beratungsstelle an. An diese können sich alle Menschen wenden, die mit Problemen zu kämpfen haben, die sie alleine nicht mehr lösen können.

Die Geschichte der Trierer Tafel

Jubiläen aller Art haben in der Regel eine doppelte Bedeutung. Zum einen sind sie ein Blick zurück auf die eigene Geschichte und Entwicklung. Zum anderen bieten sie immer wieder Anlass, den Blick nach vorne zu richten und sich neue Ziele und Ideen vorzunehmen. Der Blick auf die Geschichte der Trierer Tafel zeigt, dass sich dort ein sehr erfolgreiches Projekt entwickelt hat, das zurecht Anspruch auf mediale Aufmerksamkeit geltend machen kann. 2001 startete die Trierer Tafel mit ungefähr 30 ehrenamtlichen Mitarbeitern. Diese Zahl hat sich in den letzten zehn Jahren beinahe verdreifacht, denn heute sind 80 Menschen Teil der Tafel in Trier. Auch die Akzeptanz unter den Bedürftigen hat sich deutlich ausgebaut. Am Anfang besuchten und nahmen rund 90 Menschen die Hilfe der Trierer Tafel in Anspruch. In diesem Jahr waren es durchschnittlich 190. Die ehrenamtlichen Helfer sammelten seit Beginn ihrer Tätigkeit 25.000 Stunden. Die Fahrer legten rund 4600 Kilometer für die Trierer Tafel zurück.
Die Geschichte der Trierer Tafel ist nicht nur oder gerade nicht die Geschichte einer Institution, sondern die Historie von Menschen, die sich zusammen für die Schwachen und Hilfsbedürftigen in unserer Gesellschaft stark machen. Deshalb ist das zehnjährige Jubiläum nicht der Erfolg der Tafel als solche, denn, dass es in einem der reichsten Länder dieser Erde überhaupt eine Tafel geben muss, ist nicht als erfolgreich zu bewerten. Der Erfolg des zehnjährigen Jubiläums ist vielmehr ein Erfolg für all die ehrenamtlichen Helfer, die sich Woche für Woche einsetzen, um zu helfen. Dieser Einsatz und dieses soziale Engagement ist ein großes „Dankeschön“ wert und zumindest aus dieser Sicht auch ein ehrbarer Grund zum Feiern.

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