Die Straßen in Trier sollen in Zukunft besser ausgebessert werden

Fährt man mit dem Auto auf den Straßen in Trier, ist das nicht immer als Vergnügen zu bezeichnen. Je nachdem wo man sich gerade in der Moselstadt befindet, leiden die Straßen in Trier unter einer eher schlechten Qualität. Tiefe Risse und unangenehme Schlaglöcher fordern die Federungen der Autos ganz schön und nicht selten werden die Fahrer und Fahrerinnen auf den Straßen in Trier deutlich durchgeschüttelt. Vor allem im Winter wird sich die Problematik aller Voraussicht nach noch einmal verschlimmern, denn durch frierendes Wasser kann es zu sogenannten Frostsprengungen kommen. In diesem Fall sickert eine gewisse Wassermenge am Tag in die kleinen Risse der Straße. Dort kann das Wasser oft nicht durch den Boden durchsickern und sammelt sich aus diesem Grund in den kleinen Löchern der Straße. Nachts, wenn die Temperatur unter die 0°C Grenze fällt, gefriert das Wasser, dehnt sich aus und sprengt auf diese Weise größere Teile aus dem Straßenbelag. Gerade wenn Straßen über den Sommer nicht gut gepflegt wurden und viele Risse und kleinere Löcher aufweisen, werden diese im Winter meistens dramatisch größer.
Wenn es soweit kommt, kann die Stadt Trier auf zwei Arten reagieren. Entweder man lässt den ganzen Straßenbelag sanieren und teert die Straße auf einer gewissen Länge komplett neu. Oder aber man setzt nur vereinzelte Löcher wieder in Stand und umgeht auf diese Weise den großen finanziellen Aufwand, weite Teile der Straße neu machen zu müssen.
Im letzten Jahr stellte der Stadtrat in Trier für die Methode der vereinzelten Ausbesserung 1,7 Millionen Euro bereit. Vor allem die CDU-Fraktion war der Meinung, dass diese Mittel im nächsten Jahr nicht ausreichen werden und forderten deshalb für den Haushaltsplan 2012 eine Erhöhung dieser finanziellen Mittel um 2 Millionen Euro. Eine sehr umstrittene Forderung, denn der Haushaltsplan 2012 der Stadt Trier steht unter einem ganz besonderen Stern. Die Römerstadt muss vor allem Ausgaben einsparen, damit eine Entschuldung der Stadt Trier langsam in Gang gesetzt werden kann. Die anderen Fraktionen sehen auch aus diesem Grund keine Möglichkeit, den Etat für die Ausbesserung von Trierer Straßen um großzügige 2 Millionen Euro zu erhöhen. Dennoch wird es aller Voraussicht nach für den Haushaltsplan 2012 der Stadt Trier eine Aufstockung um eine Millionen Euro geben. SPD, FDP und FWG scheinen sich bereits darauf geeinigt zu haben. Auch die CDU wird wohl mit diesem Kompromiss gut leben können. Einzig die Fraktion der Grünen spricht sich unnachgiebig für eine Aufstockung der finanziellen Mittel um eine Millionen Euro aus. Der Grund ist die mangelnde Einsparalternative an anderer Stelle, denn die Stadt Trier kann nur 1 Millionen Euro mehr ausgeben, wenn sie diese Millionen im Jahr 2012 an einer anderen Stelle einspart. Die Befürworter der Erhöhung begründen ihr Vorhaben mit folgendem Argument:
Wenn man die kleinen Risse und Löcher auf den Straßen konsequent und nachhaltig ausbessert, kann man damit vielleicht eine komplette Sanierung einzelner Straßen verhindern. Die komplette Sanierung einer Straße kostet deutlich mehr Geld als das bloße Ausbessern kleiner Unebenheiten.

Des Weiteren wird es auch 2012 Straßensanierungsprojekte geben, denn diese werden noch einmal aus einem anderen Topf bezahlt. Besonders holprige Straßen, wie Abschnitte der Paulinstraße, sollen verbessert und neu geteert werden. Es bleibt abzuwarten, wie viele dieser Vorhaben letztendlich umgesetzt werden können.

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