Die 300 Mitarbeiter hoffen und bangen um ihre Jobs

Das Trierer Stahlwerk hat gestern überraschend einen Insolvenzantrag vor dem Amtsgericht in Dortmund gestellt. Die rund 300 Mitarbeiter erfuhren von diesem Antrag erst gestern Mittag und waren dementsprechend schockiert. In den letzten Monaten hat das Trierer Stahlwerk durchaus gute Zahlen geschrieben. Im gesamten November wird man voraussichtlich 45.000 Tonnen Stahl produzieren. Dies ist ein neuer Rekord für das Trierer Stahlwerk und seine 300 Angestellten. Zudem habe man erst im November einen neuen Rekord für die Tagesproduktion aufgestellt. So wurden 1.900 Tonnen Stahl an einem einzigen Tag hergestellt. Eines zeigen diese Zahlen ganz eindeutig. Das Trierer Stahlwerk verfügt über moderne Technik und eine eingespielte, qualifizierte Belegschaft. Auch der Jahresumsatz aus dem letzten Jahr, der bei 470 Millionen Euro gelegen hat, kann sich durchaus sehen lassen. All diese Komponenten lassen die Mitarbeiter hoffen, dass sich möglichst schnell ein neuer Investor finden lässt. Allerdings scheint dies nicht ganz so einfach zu sein, denn die Gewerkschaft IG Metall lies die Medien wissen, dass die Gesellschaften seit einiger Zeit versucht hätten, dass Trierer Stahlwerk zu verkaufen. Leider hat sich kein passender Unternehmer finden lassen, der bereit gewesen wäre, das Trierer Stahlwerk zu übernehmen. Für die Region Trier wäre die Schließung der Herstellungsstätte ein großer Schlag. Es würden nicht nur Steuern wegfallen, die durch die Gewerbesteuer generiert werden, sondern auf einmal würden 300 Menschen ohne Arbeit dastehen. Gerade diese hoffen und bangen in diesen Tagen um ihren Job.
In den nächsten Tagen soll geklärt werden, ob das Amtsgericht Dortmund überhaupt zuständig ist oder ob das Verfahren zum Amtsgericht Trier geleitet wird. Als nächstes soll ein Insolvenzberater berufen werden, der sich dem Trierer Stahlwerk annimmt. Dieser wird weiterhin versuchen, einen neuen Investor zu finden, damit die Produktionshallen nicht geschlossen werden müssen. Die Gehälter der rund 300 Mitarbeiter können zumindest in den nächsten drei Monaten noch bezahlt werden. Hierfür steht das sogenannte Insolvenzgeld zur Verfügung.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation um das Trierer Stahlwerk entwickeln wird. Noch haben die 300 Angestellten Grund zur Hoffnung, obwohl gerade die Zeit vor Weihnachten nicht von solch schlechten Nachrichten überschattet sein sollte.

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