Trierer Einzelhandel von Straßenmusikern genervt

Viele Einzelhändler in der Trierer Innenstadt sind von den Straßenmusikern genervt. Die Händler in der Innenstadt treffen oft auf zwei Probleme: Zum einen weisen viele Straßenmusiker schlicht kein musikalisches Talent auf, zum anderen halten sich viele nicht an die Bedingungen, die an eine Genehmigung geknüpft sind. Die Stadt Trier wird in Zukunft weitere Kontrollen in der Trierer Innenstadt durchführen.

Straßenkünstler in der Trierer Innenstadt müssen für ihre Darbietungen nicht bei einem öffentlichen Casting teilgenommen haben. Jeder, der sich berufen sieht, auf den Straßen der Trierer Innenstadt Musik machen zu müssen, kann eine erforderliche Genehmigung beim Tiefbauamt in Trier beantragen. Wird ihm eine solche ausgestellt, ist es ihm erlaubt, unter einigen Bedingungen, in der Trierer Innenstadt Musik zu machen. Viele Trierer Einzelhändler, die ihre Geschäfte in der Trierer Innenstadt haben, sind von den Straßenmusikern genervt. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Zum einen sind viele Musiker auf den Trierer Straßen völlig talentfrei und zum anderen welchseln beinahe alle kaum ihre Spielplätze. Aus diesem Grund werden Händler manchmal genötigt, den ganzen Tag schlechte und nervenaufreibende Musik zu hören. Während Fußgänger nur kurz durch die musikalischen Töne „akustisch misshandelt“ werden, können Händler nicht einfach ihre Geschäfte verlassen. Sie fordern aus diesem Grund, dass die Stadt Trier wieder mehr Kontrollen in der Trierer Innenstadt durchführt. Auch wenn man die Qualität der Musik nicht beeinflussen kann seitens der Stadt, so kann man wenigstens dafür sorgen, dass die Straßenmusiker die Bedingungen der Genehmigung einhalten. Diese sehen nämlich vor, dass die Straßenmusiker in einem gewissen Zeitabstand den Spielplatz wechseln. Auch diese Weise würden Händler zumindest nicht mehr den ganzen Tag belästigt.

Viele Straßenmusiker in Trier interessieren sich nicht für Auflagen

Viele Straßenmusiker in Trier interessieren sich aber nicht für die Auflagen ihrer Genehmigung. Sie spielen wann, wo und wie sie wollen. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Die Plätze, an denen die meisten Fußgänger vorüber kommen, versprechen das meiste Geld. Aus diesem Grund spielen manche Musiker manchmal den ganzen Tag an einer belebten Stelle in der Fußgängerzone.

Die Stadt Trier verweist unterdessen in der Diskussion auf die mehrmaligen Kontrollen in der Woche. „Die Straßenmusiker werden mehrmals wöchentlich zu unterschiedlichen Zeiten kontrolliert“, meldet das Presseamt. Allerdings kontrollieren in der Regel die Mitarbeiter des Bauverwaltungsamts, und diese dürfen keine Personendaten erheben, die aber für die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens notwendig wären. Außerdem weist das Presseamt der Stadt Trier noch einmal auf die guten Seiten hin: „Aus manchem Straßenmusiker wurde ja sogar ein Star, zum Beispiel Joey Kelly und Semino Rossi.“ Schön, dass die Stadt Trier die Situation so ernst nimmt.

Kommentare (1)

  • cjs

    Nicht nur die Händler sind genervt und werden akkustisch belästigt, auch die Einwohner der Innenstadt sind dem Problem täglich ausgesetzt.
    Die Dreistigkeit der Musiker ist zum Teil schon sehr nervenaufreibend. Stundenlange schlechte musikalische Darbietungen an einem Ort, zum Teil mit Verstärker, auch Abends und am Wochenende… Es ist nicht auszuhalten.

    Trier sollte und muss etwas dagegen tun. Dies hat übrigens nichts mit „Großstadtflair“ zu tun. In Groß Städten gibt es weitaus weniger Musiker pro Quadratmeter als in Trier, zum Teil sogar gar keine.

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