Alte Kleidung für einen guten Zweck

Seit Jahren ist das Bistum Trier in einer engen Partnerschaft mit Bolivien, eines der Länder in Südamerika. Leider leben dort viele Menschen in Armut, obwohl das Land reich an Bodenschätzen ist. Es gibt kein richtig intaktes Gesundheitssystem und die meisten Menschen sind auf sich alleine gestellt, wenn sie erkranken. Um diese Umstände wenigstens ein wenig milder zu gestalten, sammelt das Bistum Trier jährlich Kleidungsstücke, die nach Bolivien geschickt werden. Sicherlich eine gute Idee, denn hier in Deutschland würden die alten Kleider nur im Mül landen. Durch die Sammelaktion kann den Menschen in Bolivien geholfen werden, weil viele nicht die finanziellen Mittel haben, sich angemessen mit Kleidungsstücken auszustatten. Immerhin gibt es in Bolivien auch sehr kalte Regionen, die durch eine hohe Höhenlage erklärbar sind.

 

Die diesjährige Sammelaktion im Bistum Trier

Obwohl dieses Jahr die Menge der eingesammelten Kleidungsstück leicht im Bistum Trier zurückgegangen ist, haben die über 6000 Helfer dennoch 1134,06 Tonnen zusammengesucht, die nach Bolivien geschickt werden sollen. Die Helfer waren dieses Jahr an insgesamt drei Tagen auf der Suche nach alten Kleidungsgegenständen. Sie fielen besonders durch ihre grellgelben Warnwesten auf, die sie als Helfer für Bolivien auszeichneten.
Konkret unterstützt das Bistum Trier zwei Organisationen in Bolivien, die sich beide um die Förderung der Jugend kümmern sollen. Die eine Gruppierung ist zuständig für 30 Schulen und Ausbildungsstätten, in denen 1500 Kinder und junge Menschen die Möglichkeit bekommen sollen, durch eine gute Ausbildung, einen Weg aus der Armut zu finden. Indem man die Generation von morgen unterstützt, leistet man einen wichtigen Beitrag zum Entwicklungspotenzial Boliviens.
Die andere Organisation hat einen katholischen Hintergrund und koordiniert die gesamte Jugendarbeit, die durch katholische Einrichtungen ausgeübt wird.

Die Aktion steht unter dem Dach der FairWertung. Dies ist ein Zusammenschluss in Deutschland, in dem sich viele gemeinnützige und kirchliche Organisationen verbündet haben. Ihr Ziel ist die bessere Zusammenarbeit im Kampf gegen Armut, Hunger und Unterdrückung.

Kommentare (1)

  • Thomas Ascher

    Das ist leider ein weit verbreiteter IRRTUM: Die Kleider werden NICHT nach Bolivien geschickt. Vielmehr werden sie in Europa (fair!!) wiederverwertet und mit dem Erlös werden Schulen, Krankenhäuser u.a. Partnerschaftsprojekte in Bolivien unterstützt.
    Das ist viel sinnvoller für eine echte „Entwicklung“. Es geht ja nicht um „Almosen“ – was wir nicht mehr wollen, geben wir den Armen…
    Näheres zur ganzen Partnerschaftsarbeit finden Sie auf der Internetseite des BDKJ

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