Tagestour Saarburg mit dem größten innerstädtischen Wasserfall Europas und seiner wunderschönen Altstadt

Tagestour mit Auto — Trier und Umgebung erkunden

In unserer neuen Rubrik „Trier erkunden“ stellen wir in verschiedenen interessanten Touren die Sehenswürdigkeiten und Kulturgüter der ältesten Stadt Deutschlands und der Umgebung vor. Kommen Sie mit uns auf die Reise in die Zeit der Römer und erkunden die Stadt und ihre Umgebung auf eigene Faust. Zu den einzelnen Stationen verlinken wir auf interessante Artikel auf trier.com, unter denen Sie sich bei Interesse weitere Infos einholen können! Viel Spaß auf der Trier Tour. Bitte folgen Sie mir…

Dauer: Tagestour (3 Stunden reine Autofahrzeit, ca 160km)
Schwierigkeitsgrad: Leicht
Distanz 160km, Fußweg unter 3 km


Zur Stärkung ein leckeres Frühstück, bevor es heißt: Ab ins Auto und los geht es zur Tagestour Umland. Trier, die älteste Stadt Deutschlands, lockt seine zahlreichen Besucher nicht nur mit interessanten Einblicken in die Vergangenheit, sondern auch mit herrlichen Ausblicken in die wunderbare Natur und Landschaft des Mosel-Tales. Besondere Sehenswürdigkeiten und interessante Städte in der näheren Umgebung, laden viele Reisende zu spannenden Tagestouren ein.

Petrisberg in Trier

Hoch über dem Amphitheater in der Innenstadt von Trier findet sich auf dem Petrisberg in der Sickingenstrasse ein toller Treff, um sich die Stadt von oben genauer anzusehen (siehe Karte). Lässt der Besucher seine Augen in die Ferne schweifen, blickt er in das westlich gelegene Tal-Gebiet der Mosel. Nur wenige Meter neben dem Aussichtspunkt befindet sich das Kloster Sankt Clara, welches aber nach knapp 100 Jahren, nunmehr aufgelöst werden soll.

Wasserturm Petrisberg

Wasserturm Petrisberg

Pilgern oder Weinwandern: Start für interessante Routen

Des Weiteren lohnt sich ein kleiner Abstecher zur Kapelle Zum Kreuzchen. Diese wurde anstatt eines einfachen Kreuzes 1844 errichtet. Bei den Einheimischen von Trier ist dieser Kreuzweg besonders in der Fastenzeit ein beliebter Pilger-Pfad. In nächster Nähe der Kapelle liegt auch das Franzensknüppchen (auch Fanzensknippchen). Dieser stellt einen römischer Grabhügel dar, dessen ursprünglicher Bau mit 2. bis 3. Jahrhundert nach Christus datiert wird. Wer von der Aussicht angenehm gesättigt ist und sich — bevor die Fahrt mit dem Auto weitergeht — noch ein wenig die Füße vertreten möchte, dem sei der Weinlehrpfad empfohlen. Dieser beginnt in der Nähe des Aussichtsplatzes und führt auf circa 1600 Metern Länge durch die Weinberge. Dabei erfahren die Besucher interessante Details über die diversen Aufgabenbereiche eines Winzers, von der Rebe bis zum fertigen Fläschchen Wein.

Interessant: Trier gilt nicht nur als Wiege der deutschen Weinkultur, sondern zählt auch zu dem größten Riesling-Weinanbaugebiet in Deutschland.

Der Weg lässt sich gemütlich in einer Stunde begehen. Dann befindet sich der Urlauber jedoch in Olewig, wo eine Keller-Führung samt Weinprobe den krönenden Abschluss bilden kann. Doch zu so früher Stunde, sollte lieber der Rückweg zum Auto angetreten werden, damit die Fahrt zur nächsten Sehenswürdigkeit starten kann.

Kleiner Geheimtipp: wenn Kinder bei der Tagestour rund um Trier dabei sind: Diese können sich im Petrispark, welcher 2004 im Zuge der Landesgartenschau errichtet wurde, nach Lust und Laune so richtig austoben. Dann fällt das anschließende Auto-Sitzen nicht dramatisch aus.

Der Wasserfall von Saarburg — mitten im Zentrum

Die Fahrzeit mit dem Auto — von Trier zum Städtchen Saarburg — beträgt circa 30 Minuten, in denen rund 22 Kilometer zurückgelegt werden.

Im Naturpark Saar-Hunsrück gelegen, findet sich im Stadtzentrum ein imposanter Wasserfall. Das Auto auf einem Parkplatz (kostenloser Parkplatz als Geheimtipp: siehe Karte!) abstellen und dann auf zum Markt. Südländisches Flair, wie in „klein Venedig“, empfängt die Besucher, wenn sie zu Europas größtem innerstädtischen Wasserfall unterwegs sind. Denn sein Rauschen ist schon von weitem deutlich hörbar.

Der grösste innerstädtische Wasserfall Europas bildet das Herzstück von Saarburg

Der grösste innerstädtische Wasserfall Europas bildet das Herzstück von Saarburg

Außerdem fließt die Leuk (auch als Leukbach bezeichnet), ein Nebenfluss der Saar, durch den gesamten Buttermarkt und teilt diesen dabei in zwei Hälften. Geschichtlicher Hintergrund zu dem Wasserfall mitten im Zentrum: Im 12. bis 13. Jahrhundert kamen findige Bauherrn auf die Idee, die Leuk, die rund um das Städtchen Saarburg floss, umzuleiten. Dies sollte für ausreichend Löschwasser im Ort sorgen. Doch im Zuge der Umleitung kam den ehemaligen Stadtherren die Idee. Sie nutzten den natürlich vorhandenen Höhenunterschied der Ober- und Unterstadt. Deswegen veranlassten Sie gleichzeitig den Bau diverser Mühlen am unteren Ende des Wasserfalls, um die Wasserkraft ebenfalls bestmöglich zu nutzen.

Kleiner Tipp: Von einer der drei Brücken, die über die Leuk führen, können der Wasserfall und die Mühlen wunderbar bestaunt werden.

Historische Stadt mit allerhand Sehenswertem

Übrigens: Auch heute wird noch eine Turbine mit Wasserkraft betrieben und sorgt dadurch für genügend Strom, sodass der Buttermarkt eine schöne Beleuchtung hat. Anschließend ein Bummel durch den Markt sowie die engen Gassen der Altstadt und dabei die bunten Fachwerk- und Fischerhäuser genauer unter die Lupe nehmen. Doch auch die Häuser, die sich nach wie vor auf Eichenpfählen befinden, sorgen für Aufmerksamkeit der Besucher und entführen in längst vergangene Zeiten. Abseits des Wasserfalles, bieten sich nachstehende Besichtigungen an:

  • Seit dem Jahre 2003 kann in der ehemaligen Glockengießerei Mabilon der Besucher aufschlussreiche Einblicke in die Produktion von Glocken erhalten. Denn in diesem Museum ist die gesamte Inneneinrichtung erhalten geblieben. Die Glockengießerei zählt zu den ältesten der Welt!
  • Wer lieber ein wenig frische Luft um die Nase wehen hat, dem sei der südlich des Ortes Saarburg, im Stadtteil Beurig, liegende Kammerforst mit dem Salzbrünnchen und der Hubertusquelle als kleines Ausflugsziel empfohlen.
  • Die frei zugängliche, majestätisch über die Stadt Saarburg wachende Burg lädt ebenfalls zum Erkunden ein. Ein neu ausgebauter Wanderweg führt direkt vom Parkplatz (siehe Karte) zur mittelalterlichen Burganlage.

Die Saarschleife — das Wahrzeichen des Saarlandes

 

Die Saarschleife bei Orscholz

Die Saarschleife bei Orscholz

Nach rund 22 Kilometern auf der B51 windet sich, vor den Augen der Urlauber, die Saarschleife.  Beginnend in Merzig bis nach Mettlach auf rund 10 Kilometern Länge schlängelt sie sich durch üppige Vegetation. Die Fahrzeit beträgt circa 30 Minuten. Im Ortsteil Orscholz findet sich auch ein Parkplatz für das Auto und von dort sind es rund 10 Minuten zu Fuß bis zum Aussichtsplatz Cloef.

Der Baumwipfelpfad bietet einen atemberaubenden Blick über das Saarland

Der Baumwipfelpfad bietet einen atemberaubenden Blick über das Saarland

Die riesige Aussichtsplattform ist dank der minimalen Steigung auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwägen geeignet

Die riesige Aussichtsplattform ist dank der minimalen Steigung auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwägen geeignet

Am Aussichtspunkt Cloef hat einen uneingeschränkten Blick auf die Saarschleife und auf den bewaldeten Bergrücken innerhalb der Schleife. Vielleicht erhascht man auch den einen oder anderen Blick auf die einzige Ortschaft in der Schleife, Dreisbach, der auf einer Fähre gemütlich angesteuert werden kann.

Gut verborgen finden sich auf dem Bergrücken in der Flussschleife noch die Kirche St. Gangolf mit den Bauresten eines Klosters und die Burg Montclair. Vom Aussichtsplatz nicht zu sehen, ist das abwechslungsreiche Angebot, welches in der Burg auf die Besucher wartet: Schon ein 3,8 Kilometer langer Wald- und Erlebnisweg führt romantisch durch das Wäldchen zur Burg. Kindern wird dieser Marsch mit abwechslungsreichen Stationen versüßt und die Erwachsenen erfahren Interessantes rund um das Thema heimischer Wald.

Neu eröffneter Baumwipfelpfad als echtes Highlight

Bei der Burg erwartet die Besucher nicht nur ein Museum, sondern auch wechselnde Veranstaltungen. Inmitten der Burg lädt der Innenhof und die Turmstube mit verführerischen kulinarischen Genüssen zu einer Rast ein. Von dem 180 Metern über der Saarschleife gelegenen Aussichtspunkt geht es nun weiter zu dem 2016 neu eröffneten Baumwipfelpfad. Dieser führt in schwindelerregenden 23 Metern luftiger Höhe über dem Waldboden und mündet schließlich in einem 40 Meter hohen Turm. Getragen wird der Pfad von starken Buchen sowie Eichen und für die Abenteuerlustigen finden sich auf dem Weg diverse Erlebnis-Stationen.

Der Aussichtsturm selbst beeindruckt schon von weitem durch seinen halbkreisförmigen Bau, zur Spiegelung der Saarschleife. Die Rampe ist mit einer 6 %igen Steigung auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen geeignet und leicht zu bewältigen. Atemberaubende Blicke auf den Naturpark Saar-Hunsrück bis hin zu den Vogesen (bei guter Sicht) sind durch die barrierefreie Begehung des Baumpfades für die gesamte Familie möglich. Nachdem sich hier das Dreiländereck Deutschland — Luxemburg — Frankreich befindet, führt der nächste Abstecher in die Stadt Luxemburg.

Stadtbesichtigung in Luxemburg

Welche Route gewählt wird, hängt nun vom Autofahrer und dessen Vorlieben ab: Zur Verfügung stehen die Autobahn. Hier müssen jedoch rund 20 Kilometer mehr in Kauf genommen werden, also ungefähr 67 Kilometer und eine Fahrzeit von circa einer Stunde. Über die E29 oder L177 sind es jeweils rund 48 Kilometer. Die ungefähre Fahrzeit beträgt ebenfalls eine gute Stunde.

Das Auto in einer der zahlreich vorhandenen Parkgaragen parken und dann geht es zu Fuß weiter. Und zwar zu einer wundersamen Reise in die Vergangenheit. Wie wäre es den Anfang mit einer kleinen Shopping-Tour zu beginnen? In Luxemburg finden sich zahlreiche Boutiquen mit bekannten und beliebten Marken. Untergebracht in stilvollen alten Gemäuern, wodurch die Fußgängerzonen ein rustikales Flair erhalten.

Shoppen in Luxemburg heißt aber auch, Moderne trifft Altertum. Hier ist jeder Besucher aus anderen Nationalitäten herzlich willkommen. Weiter führt der Weg in die Altstadt. Hier tritt dem Urlauber zuerst der gigantische Bockfelsen, als Behüter zahlreicher unterirdischer Gänge und Höhlen, die sogenannten Kasematten, vor die Augen. Diese historischen Befestigungsanlagen stammen aus dem 17. Jahrhundert und führten auf über 23 Kilometer Länge durch den Berg. Heute kann ein Einblick in die einstige Stollen-Landschaft gewonnen werden. Und zwar bei einer Besichtigungstour durch die Petruss- und Bock-Kasematen. Weiter geht der Weg zum Mittelpunkt der Altstadt, dem Fischmarkt. Umrandet von historischen Gebäuden, fanden in diesen engen Gassen die Märkte der einstigen ersten Stadtbewohner statt.

Im „Grund“ von Luxembourg

Nun kann ein kleiner Abstecher in das Geschichts- und Kunstmuseum unternommen werden. Wer lieber in der Realität verweilt, wandert weiter zur ältesten Kirche Luxemburgs, der St. Michaels-Kirche. Von dort geht es zum wahren Zentrum von Luxemburg, dem Place Guillaume II. Und weiter zum Place d’Armes, wo eine kleine Rast eingelegt werden sollte. Zahlreiche Cafes, italienische Eissalons oder diverse Patisserien locken die Gäste mit hausgemachten Törtchen, leckeren Pralinen und selbstgemachtem zart-schmelzendem Eis. Eine süße Pause, bevor die Tour durch Luxemburg weitergeht — lecker. So gestärkt ein virtueller Rundblick auf Luxemburg:

  • Tiefe Täler verbunden mit monumentalen Brücken, über eine sollten Sie sich wagen und dabei den Ausblick genießen.
  • Nicht nur auf dem Land Luxemburg, sondern auch in der Stadt, können zahlreiche, ausgedehnte Grünanlagen und Parks zum Entspannen und Verweilen genutzt werden.
  • In der Form eines Auges wurde das größte Konzerthaus Luxemburgs errichtet, beeindruckende Theaterhäuser und viele Museen, wie zum Beispiel das Fort Thüngen, beeinflussen das Stadtbild.
  • Zahlreiche Veranstaltungen, unter anderem die Schobermesse, sorgen für weiteren Spaß und Unterhaltung der Gäste in Luxemburg.
Luxembourg Stadt

Luxembourg Stadt

Langsam wird es Zeit, sich wieder auf den Weg zurück zum Auto zu machen und die Heimfahrt nach Trier anzutreten. Dabei lassen wir uns von der Mosel leiten. Die Mosel ist ein Nebenfluss des Rheins und fließt nicht nur durch Deutschland und Frankreich, sondern bildet eine natürliche Grenze zwischen Luxemburg und Deutschland.

Rückweg der Tagestour über Konz nach Trier

Für die Heimreise der Tagestour mit dem Auto benutzen wir die N14. Wir haben so eine Wegstrecke von ungefähr 57 Kilometer vor uns. Gemütlich unterwegs, ist die Strecke in ungefähr einer Stunde zurückgelegt. In der Stadt Grevenmacher wird die 2012 neu errichtete Brücke genutzt, um Luxemburg zu verlassen und nach Deutschland (Ortschaft Wellen), zurückzukehren. Eine kleine Rast sollte eventuell noch in Konz beim Freilichtmuseum Roscheider Hof eingelegt werden. Lassen Sie die herrliche Aussicht auf die Mosel, eingebettet zwischen Hügeln und Wäldern, mit kleinen Ortschaften zur linken und rechten Seite auf sich wirken.

Von Konz nach Trier sind es schließlich nur noch eine schwache Viertelstunde und nun kann auf eine erlebnisreiche Tagestour mit dem Auto zurückgeblickt werden.

Trier bietet, als ein wichtiger Standort der Mosel-Region, den Urlaubern zur Stärkung kulinarische Spezialitäten aus der Gegend. Gleichzeitig aber auch Pizza, Pasta und Co. Dazu gibt es die selbst angebauten Weintrauben in Form von leckerem, würzigen Wein. Für die Kinder einen frischen Traubensaft. In Trier und Umgebung kommen Genießer und Feinschmecker gleichermaßen auf ihre Kosten. In Ruhe kann jetzt — verwöhnt mit leckeren Speisen und Getränken — ein wunderbarer Tag ausklingen.

 

Bildquelle: Bigstock

 

 

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