Im November 2013 wurde die älteste Stadt Deutschlands durch die AEE (Agentur für Erneuerbare Energien) mit dem Titel „Energiekommune des Monats“ asugezeichnet. Oberbürgermeister Klaus Jensen freute sich sehr über die Auszeichnung, erläuterte aber zugleich, dass die fortschrittliche Orientierung zu erneuerbaren Energien der Stadt Trier sowohl aus der Bevölkerung wie auch aus der Politik kommt. Die Energieinitiative der Stadt wird durch einen ausgesprochen aktiven Solarverein, eine engagierte Agenda-21-Gruppe und die Stadtwerke, welche sich der Energiewende verschrieben haben, gefördert.

Allerdings sind die Potenziale und Möglichkeiten für erneuerbare Energien in der Stadt aufgrund der dichten Bebauung und der hohen Bevölkerungsdichte begrenzt. Daher kooperiert die Stadt eng mit der Region Trier.

Die Energieprojekte der Stadt Trier im Detail

Trier setzt auf erneuerbare Energie

Trier setzt auf erneuerbare Energie

Mit der Energiepolitik der Stadt werden engagierte Bürger und kommunale, klimaorientierte Unternehmen durch sinnvolle Angebote und ambitionierte Ziele unterstützt. Zunächst führte die Stadt ein Solardachkataster ein, im Jahr 2007 wurde das Ziel festgesetzt, dass die Stadtwerke fünfzig Prozent des Stroms aus Erneuerbaren Energien erzeugen sollen. Dieses ehrgeizige Ziel konnte bereits 2008 erreicht werden. In dem 2011 aufgesetzten Klimaschutzkonzept besteht das Ziel darin, den in der Region Trier erzeugten Strom in andere Regionen zu exportieren.

Laut Oberbürgermeister Jensen wurden die meisten Wind-, Solar-, und Bioenergieanlagen in und um Trier durch die Stadtwerke gebaut. Zudem gründeten viele engagierte, umweltbewusste Bürger Energieprojekte, so dass es in Trier und Umgebung einige Energiegenossenschaften sowie regenerative Privatanlagen, welche beispielsweise mit Sonnen-oder Windenergie betrieben werden.

Bedeutung von Solarenergie für die Stadt

Aufgrund der dichten Besiedelungsstruktur ist die Stadt besonders für Solarenergie geeignet, da viele Haushalte auf relativ kleinen Raum mit Energie versorgt werden können. Dadurch kann die Wärme, die bei der Stromerzeugung anfällt, in direkter Umgebung genutzt werden, ohne über weite Strecken transportiert zu werden.

In der Stadt Trier befinden sich fast 700 Photovoltaikanlagen sowie 600 Solaranlagen, zudem fünf Wasserkraftanlagen, mehrere Biomassenheizkraftwerke und eine Klärgasanlage. Am Krahnenufer gibt es ein Nahwärmenetz, wobei ein Blockheizkraftwerk ein Neubaugebiet, ein Schulzentrum sowie ein Weingut mit der anfallenden Abwärme versorgt. Auch das City-Parkhaus verfügt über eine eigene Photovoltaikanlage mit Ladestellen für Elektrofahrzeuge. Diese nachhaltigen, umweltbewussten Errungenschaften wurden zusammen mit der interkommunalen Zusammenarbeit bezüglich der regenerativen Energien von der AEE bei der Auszeichnung besonders hervorgehoben.

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