Stadtrat Trier spricht sich gegen die Streichung von Fernverkehrsverbindungen aus

Die Deutsche Bahn beabsichtigt in den kommenden Monaten den Bahnfahrplan komplett umzustellen. Im Moment sieht es so aus, dass die Stadt Trier von dem Fernverkehrsnetz abgenabelt werden soll. So sieht die Deutsche Bahn vor, dass viele IC-Verbindungen nach Luxembourg, Köln und Koblenz stillgelegt werden sollen. Darüber hinaus soll der einzige ICE, der von Trier durchgängig bis nach Berlin fährt, den Trierer Hauptbahnhof in der Zukunft nicht mehr ansteuern. Der Stadtrat Trier hat sich nun in einstimmig beschlossenen Resolution gegen die Pläne der Deutschen Bahn ausgesprochen und sich direkt an die Politiker auf der Landes- und Bundesebene gewandt. Der Stadtrat Trier argumentierte, dass ein solides Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn auch in Trier von Nöten sei. Gerade die Verbindung über die Moselstadt Richtung Luxembourg sei für viele Menschen von großer Bedeutung. Eine teilweise Isolation der Römerstadt und des Großherzogtums könnte sehr unangenehme Folgen bewirken. Man fürchtet um die Entwicklung der Großregion. Außerdem finden immer noch viele Touristen den Weg mit der Deutschen Bahn nach Trier. Immerhin ist Trier aufgrund seiner reichhaltigen Römerkultur und seiner Stadtgeschichte sehr beliebt bei inländischen und ausländischen Touristen.
Gute Zeichen sind derweilen aus Luxembourg zu vermelden. Dort kündigte die Regierung an, dass man es nicht hinnehmen werde, dass das Großherzogtum den Anschluss an das Fernverkehrsnetz verliert. Vielmehr wird Luxembourg eine eigene Initiative starten, um die bisherigen Bahnverbindungen mit eigenen Zügen aufrecht zu halten. Es bleibt abzuwarten, in welcher Art und Weise sich die Situation entwickeln wird. Aus der Sicht der Stadt Trier wäre es gut, wenn die Deutsche Bahn nicht dazu übergehen würde, die Stadt mehr oder weniger vom Fernverkehr auszuschließen.

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