Jack Tramiel, der Begründer der Computerfirma Commodore und Erfinder des geschichtsträchtigen „Volksomputers“ und des C64 ist tot.

So berichtet „Forbes“ unter Berufung auf die Familie des Computerpioniers. Der 83-jährige hinterlässt seine Frau Helen sowie 3 Söhne.

Tramiel wurde am 13. Dezember 1928 in Lodz (Polen) geboren. Sein Leben war geprägt durch die harten Zeiten des Kriegs. Tramiel überlebte das Ghetto von Lodz, das Konzentrationslager Auschwitz und ein Lager in Hannover-Ahlem in dem er Zwangsarbeit verrichten musste, bevor ihn im Jahre 1945 die US-Armee befreite. Anschließend wanderte Tramiel, der bis dahin eigentlich Trzmiel geheißen hatte, in die USA aus und ließ sich in seinen heute bekannteren Namen Tramiel umbenennen.
Dort baute er das Computerunternehmen Commodore auf, welches mit Schreibmaschinen und Büromaschinen handelte.
Den Computermarkt eroberte Tramiel Ende der 70er Jahre. Der Commodore PET kam 1977 auf den Markt und konkurrierte damals mit dem Apple II. 1980 kam dann der VC 20 auf den Markt, ein wahrhaftiger Volkscomputer, der für 700 D-Mark zu haben war.
Am Bekanntesten dürfte jedoch der 1982 vorgestellte und meistverkaufte PC aller Zeiten, der C64, sein. Der sogenannte „Brotkasten“ eroberte damals die Kinderzimmer und ist mit über 30 Mio. verkauften Exemplaren noch heute der meistverkaufte PC aller Zeiten.
1984 wollte Tramiel seinen Sohn im Top-Management seines Unternehmens unterbringen und wurde kurzerhand aus seinem eigenen Unternehmen gedrängt. Tramiel verkaufte seine Commodore Aktien und stieg beim Konsolen Hersteller Atari ein, wo er erneut einen Erfolg verbuchen konnte: Der Atari ST war ein weiteres Erfolgsmodell, das sich mit Apple Macintosh oder DOS-Computern messen konnte.
Erst mit dem wachsenden Erfolg von Windows verlor Atari schließlich an Bedeutung.
Experten sehen in Bezug auf die Lebensleistung Tramiels eine gewisse Parallele zu dem ebenfalls kürzlich verstorbenen Apple-Vater Steve Jobs.

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