Schrecksekunde beim Trierer Weihnachtscircus: in der Abendvorstellung des 7. Trierer Weihnachtscircus am Freitag, 23. Dezember verunglückte im „Globe of Death“  – einer Stahlgitterkugel mit nur fünf Meter Durchmesser –  Edison Felipe Acero, einer der wagemutigen kolumbianischen Motorradfahrer der Los Talento Stars nach einem Zusammenprall mit einem Kollegen bei voller Geschwindigkeit so schwer mit seiner Maschine,  dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Motorrad Kugel

Todeskugel

Die ärztliche Erstbehandlung einer stark blutenden Platzwunde am Kopf attestiert von Helfern aus dem Publikum und den Zircusangestellten erfolgte noch vor Ort in der Stahlgitterkugel. Nach Auskunft von Pressesprecher Oliver Häberle wurde der gestürzte Fahrer im Krankenhaus zur Beobachtung auf die Intensivstation verlegt, befinde sich aber außer Lebensgefahr und sei ansprechbar.  Neben der Platzwunde am Kopf erlitt der 25-jährige Kolumbianer noch schwere Prellungen am ganzen Körper. Ursächlich für den Unfall sei nach Auskunft der Mediziner eine wohl schon zuvor aufgetretene kleinere Gehirnblutung gewesen, die zu einem Blackout beim Fahrer geführt habe und somit den Unfall verursachte, eine Operation sei aber nicht notwendig, so Häberle nach seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus in einer Stellungnahme gegenüber dem Wochenspiegel um 23.30 am Freitagabend. Ein technischer Defekt an der Maschine als Unfallgrund könne ausgeschlossen werden. Ein weiterer an der Hand verletzter Motorradfahrer konnte nach kurzer Behandlung das Programm fortsetzen und überzeugte bei der Abschlussnummer auf dem Todesrad mit einer wagemutigen Vorstellung. Die Vorstellungen des Trierer Weihnachtscircus gehen bis zum 1. Januar wie gewohnt weiter und auch im „Globe of Death“ werden die Fahrer ihre waghalsigen Kunststücke  – jetzt natürlich in kleinerer Besetzung – fortführen. „The show must go on“, erklärt Oliver Häberle, denn Unfälle können bei den oft halsbrecherisch anmutenden Auftritten der Zirkusstars in der Manege nie ausgeschlossen werden. „Bei uns geschieht eben alles ohne Netz und doppelten Boden, das ist das besondere am Zirkus und für diesen Nervenkitzel kommen die  Zirkusfans ins Zelt. Es ist sicherlich immer traurig, wenn so ein Unfall passiert, aber Edison hatte noch Glück im Unglück und hat im Krankenhaus schon wieder kleine Späße gemacht,“ so Häberle abschließend.

Der Trierer Weihnachtscircus wird auch weiterhing seine Vorstellungen geben und auch die Attraktion „The Globe of Death“ wird weiterhin auftreten, allerdings nur mit 3 Fahrern.

Vorstellungen täglich um 15.30 + 19.30 Uhr (Heiligabend spielfrei) bis einschließlich 01. Januar.

 

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