josef stollen wellenVerhandlung findet heute statt

Nachdem die Trierer Kalk-, Dolomit- und Zementwerke (TKDZ) vor 3 Jahren einen Sonderbetriebsplan ohne Rücksprache mit der Bevölkerung zur Ablagerung von Abfall im Josefstollen beantragt haben, versucht die Gemeinde Wellen diesen mit einer Klage abzuwehren. Heute, um 9:15 findet vor dem Trierer Landgericht die Verhandlung statt.

Das Vorhaben der TKDZ

Ganz speziell geht es darum, dass die TKDZ Abfall, wie z.B. Glasreste aus Industrieproduktionen, Schlacken und Gießerei-Rückstände in den Tiefen des Wellener Stollens verschwinden lassen möchte. Dazu wurde dem Landesamt für Geologie und Bergbau (LGB) im Jahre 2008 ein Antrag vorgelegt, für den jedoch von Seiten der TKDZ bisher nicht alle Auflagen erfüllt werden konnten.

Wellener Bürger machen sich Sorgen

Die Vorgabe des Geschäftsführers Winfried Meseke, lediglich ungefährliche Stoffe in den Berg einzufahren, sehen die Wellener Bürger eher kritisch. Sie befürchten, dass dies nur ein Vorwand sei, um dann, nach der Genehmigung durch das LGB, giftige Materialien im Berg einzulagern und damit eine Menge Geld zu verdienen. Gegen Geld verdienen hat eigentlich niemand etwas, jedoch soll es nicht zu Lasten und Gesundheit der Wellener Bürger sein. Aus diesem Grund hat die Gemeinde Wellen einen Anwalt eingeschaltet, der das Vorhaben mit einer Feststellungsklage verhindern soll.

In der Verhandlung soll zunächst das Rechtsverhältnis zwischen der Gemeinde Wellen und der Trierer Kalk- Dolomit- und Zementwerke GmbH geklärt werden und wie dieses das Genehmigungsverfahren für die Ablagerung von Abfall im Stollen beeinflusst.

In der Klage beruft sich die Gemeinde auf Grundstücksverträge mit der TKDZ, die zwar den Abbau von Bodenschätzen genehmigen, nicht aber die Einlagerung von anderen Materialien oder Abfällen.

Je nach Entscheid des Gerichts, könnte die Gemeinde dem Unternehmen dann zivilrechtlich verbieten lassen, Materialien in den Wellener Berg einzufahren.

Wichtiger Tag für Wellen

Für die Gemeinde Wellen ist die Verhandlung heute also von besonderer Bedeutung und wäre sicherlich ein großer Schritt, den Machenschaften im Wellener Bergbau den Kampf anzusagen. Würde das Gericht der Klage stattgeben, würde es sicherlich auch im Sinne der Wellener Bürger entscheiden und für eine Befreiung bei den Bürgern der umliegenden Dörfer sorgen, die sich ebenfalls um die Zukunft des Wellener Stollens und ihre eigene, bzw. die Gesundheit ihrer Kinder sorgen.

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