Das Loch ist gestopft

Der 24 x 18 m große und 35 Meter tiefe Krater auf dem Wellener Berg (wir berichteten bereits), ist nun vollständig mit Sand aufgefüllt worden. Dort wo einst das erschreckend große und für Spaziergänger lebensgefährliche Loch klaffte, türmen sich nun Sandhügel. Zwar kann es sein, dass noch geringe Mengen an Sand nachverfüllt werden müssen, der größte Teil jedoch ist nach wochenlanger Arbeit und dem Verfüllen von etlichen Tonnen Sand geschafft. Eine konkrete Einsturzgefahr besteht nun nicht mehr, trotzdem ist die einstige Einsturzstelle weiterhin von einem Zaun umgeben, um Neugierige fernzuhalten.

Neue Informationen sorgen für Unruhe

Doch mit der Verfüllung des Loches kehrt in Wellen und der Umgebung keine Ruhe ein. Gerade machen die neuesten Informationen die Runde, nach denen die österreichische Porr-AG bestätigt hat, dass sie Interesse am Kauf des Wellener Kalkwerkes hat. Die Porr-AG, ein Bauunternehmen aus Wien, agiert international und hat in diesem Jahr speziell in Deutschland einige Unternehmungen ausgebaut. Einen besonders großen Auftrag hat das Porr Unternehmen diesen Sommer von der Deutschen Bahn erhalten: Für 720 Mio Euro sollen im Rahmen des heftig umstrittenen Bahnprojektes „Stuttgart 21“ zwei zum geplanten Bahnhof führende Tunnel gebaut werden, darunter auch der 9,5 km lange Fildertunnel.

Ein Stück S21 in Wellen

Diese Umstände lassen in Wellen Raum für Spekulationen: Möglicherweise könnte die Porr-AG die entsprechenden Erdmassen aus dem Tunnelbau von Stuttgart 21 im Wellener Stollen einlagern. Entsprechende Bestätigungen von Seiten der Porr- AG liegen aber nicht vor. Fest steht nur, dass es bereits Verhandlungen über den Kauf der TKDZ gegeben hat.

Sollte etwas an den Gerüchten dran sein, dass die Porr-AG die Erdmassen aus dem Tunnelausbau in Wellen einlagern möchte, so betrifft die Wellener Bürger der Streit um S21 und die anstehende Volksabstimmung rund um S21 womöglich mehr, als sie es jemals für möglich gehalten haben können.

Kommentare (2)

  • Karin TandlerName (required)

    Da ich selbst in Wellen aufgewachsen bin, aber schon lange bei Stuttgart lebe, finde ich das der Schutt von Stuttgart immer noch besser ist, als wenn sie dort Atommüll oder sonstiges dort lagern würden.

  • ah

    Wie kann der Auftrag für den Tunnel in Stuttgart bereits vergeben sein, wenn doch gerade erst ein Planänderungsverfahren für den Tunnel in der Bürokratiemühle hängt?

    – Querstollen zwischen den Tunnelröhren (Rettungsstollen) alle 500 statt alle 1000m
    – Tunnelbau mit Tunnelbohrmaschine statt wie vorher genehmigt „Neue Österreichische Tunnelbaumethode“ NÖT
    – Ausheben einer großen Kaverne im Berg unter Stuttgarter Häusern, um dort die Tunnelbohrmaschine zusammenbauen zu können
    – und und und…

    Ich glaub die Geschichte mit der Auftragsvergabe erst, wenn die ersten 100m Tunnel gebaut sind…

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