Stärkung der Bundeswehr in Trier

Am gestrigen Dienstag hat Trier hohen Besuch aus Berlin empfangen. Zu Gast war der deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maiziere, der vor allem das Panzertestzentrum unter die Lupe genommen hat. In Zukunft soll dieses weiter ausgebaut werden. Auf diese Weise plant Maiziere, dem Testgelände eine höhere Verantwortung zu übertragen.

In Trier sind nicht oft Berliner Spitzenpolitiker zu Gast. Am gestrigen Dienstag war es mal wieder Zeit für einen solchen Besuch: Der Verteidigungsminister Thomas de Maiziere hat den weiten Weg aus Berlin auf sich genommen, um sich in Trier das Panzertestzentrum anzuschauen. Während Trier in den Planungen der Bundeswehr zuletzt eher eine untergeordnete Rolle gespielt hat, soll sich dies in Zukunft ändern. Der deutsche Verteidigungsminister hat angekündigt, dass die Bundeswehr in Trier in den nächsten Jahren stärker als bisher gefördert werden soll. Hierzu sollen neue Millionen den Weg in die älteste Stadt Deutschlands finden. Die Wehrtechnische Dienststelle 41 soll mit mehr Aufgaben betraut werden. Zudem sollen hierfür mehr Mitarbeiter eingestellt werden. Hinzu kommt noch ein neues Testgelände, das für einen zweistelligen Millionenbereich errichtet werden soll.

Die Wehrtechnische Dienststelle 41 in Trier

Die Wehrtechnische Dienststelle (WTD)  in Trier trägt die Nummer 41, sitzt auf dem Grüneberg in Kürenz und testet die Landfahrzeuge der Bundeswehr, ihre Systeme und Komponenten.
Die Experten der WTD analysieren und optimieren Mobilität und Funktionalität von Kraftfahrzeugen und Panzern vor und während ihres Einsatzes. Täglich rollen die riesigen Maschinen über die großen Testbahnen in Kürenz. Manche werden von Robotern gesteuert, weil ein menschlicher Fahrer die Belastungen nur maximal zwei Stunden lang aushalten würde.

„Die Wehrtechnische Dienststelle 41 in Trier ist ein Standort mit Zukunft, der von einer hervorragenden Infrastruktur profitiert“, betont Thomas de Maizière.

Ausbau der WTD 41 Trier

Die WTD in Trier wird in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. De Maizière sagte zu diesem Thema Folgendes: „Die Anzahl der Beschäftigten am Standort Trier wird von 350 auf 430 steigen.“ Die zurzeit aktiven Mitarbeiter der WTD 41 – Handwerker, Techniker und Ingenieure – sind ausschließlich Zivilisten. Mit der Übernahme der Koblenzer Aufgaben werden auch wieder Soldaten auf dem Testgelände in Kürenz eingesetzt.
„Die Rückmeldungen aus dem Einsatz sind wesentliche Elemente, die wir mit Planung und Nutzung der Großfahrzeuge noch enger zusammenführen wollen“, begründet der Verteidigungsminister diese Personalplanung.

Neben Landfahrzeugen, sollen in Zukunft auch Wasserfahrzeuge auf der Mosel getestet werden. Man muss als Trierer zwar nicht befürchten, dass bald große Kriegsschiffe auf der Mosel treiben. Dennoch wird die WTD 41 in Zukunft kleiner Luftkissenboote oder andersartige Fahrzeuge auf der Mosel für einen Einsatz überprüfen.

Die Bundeswehr stärkt die WTD 41 in Trier nicht nur mit neuen Aufgaben, sonder auch mit Investitionen in Millionenhöhe. De Maizière kündigte ein deutschlandweit einmaliges Klimatestzentrum an, in dem Fahrzeuge bei Extremtemperaturen getestet werden können. Die Bandbreite reicht dabei von minus 50 Grad bis zu plus 70 Grad.

 

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