Sitzreihe im Theater

Sitzreihe im Theater

Die Gründung des Theater Triers

 

Die Geschichte des Theater Triers beginnt nach dem Einmarsch der französischen Truppen im Jahre 1802. Es war ein von Frankreich eingesetzter Präfekt, der erlaubte, dass in der ehemaligen Kirche des Kapuzinerklosters ein Theater- und Ballsaal eingerichtet werden konnte. Dies war die formale Geburtsstunde des Theater Triers.

Die Geschichte des Theater Triers

Die Anfänge des Theater Triers

Nach der französischen Besetzung, fiel Trier 1815 an die Preußen. Aus diesem Anlass wurde die älteste Stadt Deutschlands Bezirkshauptstadt. Um ihrer Repräsentationsfunktion nachkommen zu können, entschied man sich dazu, dass Theater auszubauen. In den Jahren von 1815 bis 1818 führte man eine Menge Verbesserungsarbeiten an dem Gebäude durch, um es eleganter und beeindruckender zu gestalten. Während dieser Umbaumaßnahmen gründete man die Aktiengesellschaft „Gesellschaft für die Verwaltung des Theaters zu Trier“. Das Theater Trier war zu dieser Zeit regelmäßig mit einem knappen Budget ausgestattet und nicht selten kam es zu Engpässen. So musste die Einrichtung in den Jahren 1827, 1828 und 1829 geschlossen bleiben, da die notwendigen Gelder nicht aufgetrieben werden konnten. Nicht umsonst stammt das Sprichwort „brotlose Kunst“ aus den Zeiten des Mittelalters und der Neuzeit. Aufgrund von festgestellten baulichen Mängeln, musste im Jahre 1863 endgültig der Spielbetrieb eingestellt werden.

Das Theater Trier am Viehmarkt

Da es keinen Sinn machte, die baulichen Mängel mit Hilfe von Renovierungsarbeiten zu beheben, wurde entschieden, dass man einen Neubau in der Nähe des Viehmarktes errichten sollte. In der gleichen Zeit gründete man die „Theatergesellschaft“. Zur Eröffnung der neuen Spielstätte führte man „Die Räuber“ von Schiller auf. Es folgten Jahre mit Erfolgen und Rückschlägen im Wechsel. Der nächste große Einschnitt bildete das Jahr 1904, als die ersten elektrischen Lampen im Theater Trier installiert wurden. Die Jahre 1907 bis 1922 bildeten einen künstlerischen Höhepunkt. Es wurde der bekannte Kapellmeister Heinz Tietjen verpflichtet, der die Rolle des Theaterleiters übernahm. Hinzu kam, dass das Theater Trier 1919 endgültig von der Stadt übenommen wurde, die damit eine solide finanzielle Basis schafffen wollte. Gleichzeitig etablierte sich ein Dreisparten-Theater, das von Berufsmusikern ergänzt wurde. Die drei Sparten waren das Musiktheater, das Schauspieltheater und das Tanztheater. 1932/33 folgte ein ungewöhnliches Jahr. Obwohl es keinen Intendanten und kein festes Esemble gab, konnte sich das Theater Trier durch Gastspiele am Leben erhalten und entging somit einer Schließung. Der 23.12.44 war einer der traurigsten Tagen in der Theatergeschichte. Die Bomber der Allierten zerstörten das Gebäude, das vielen Trierern ans Herz gewachsen war. Allerdings konnte bereits im Jahre 45 das Spielgeschehen wieder aufgenommen werden. Die Aufführungen wurden kurzerhand in den kleinen und großen Treveris-Saal verlegt. Auf Dauer konnte dies keine Lösung sein und so entschied man sich 1950 dazu, ins Bischof-Korum-Haus umzuziehen.

Das Theater Trier im Bischof-Korum-Haus

In der Spielzeit 1952/53 wurde in dem Bischof-Korum-Haus das 150jährige Bestehen des Theater Triers gefeiert. Festlichkeiten wie Theaterwoche, Festakt und Sommerfestspiele wurden ausgetragen. 1959 wurde zunächst entschieden in ein Gebäude an den Kaiserthermen umzuziehen. Hierfür sollte ein umfangreicher Neubau entstehen. Dieser Plan konnte allerdings niemals in die Tat umgesetzt werden, da, wie so häufig in Trier, wichtige archäologische Funde gemacht wurden, als man mit dem Fundamentbau beginnen wollte. So entschied man sich, einen Bau am Augustinerhof in Auftrag zu geben. Hierfür wurde im Jahre 1562 der Grundstein gelegt.

Das Theater Trier am Augustinerhof

1964 wurde das neue Theater Trier am Augustinerhof festliche eingeweiht. Eine Aufführung der Oper „Fidelio“ von Beethoven sorgte für den richtigen Glanz. Da es immer noch finanzielle Engpässe gab, gründeten engagierte Bürger in den sechziger Jahren die „Gesellschaft der Freunde des Trierer Theaters“, die bei der Bereitstellung des notwendigen Etats helfen sollte. Zu dieser Zeit etwa wurde auch ein ganz neues Konzept der Theateraufführung in Trier entwickelt. In den kommenden Jahren wurden Freilichtinszenierungen aufgeführt, die vor den malerischen Kulissen von Kaiserthermen und Kurfürstlichem Palais aufgeführt wurden. 1987 wurde der Richard-Wagner Verband ins Leben gerufen, der seitdem für kulturelle Leckerbissen jedes Jahr sorgt. Die Antikenfestspiele, ein Highlight im Trierer Eventkalender, stehen ebenfalls in enger Verbindung zum Trierer Theater. Der damalige Regisseur Heinz-Lukas Kindermann gründete diese Freiluftspiele, die jedes Jahr aufs neue tausende Besucher anlocken. In den neunziger Jahren schuf sich das Theater Trier eine gute Vernetzung in der Großregion. Man ging mit Theatern in Frankreich und Italien Kooperationen ein und tauschte sich aktiv mit luxembourgischen, belgischen und französischen Künstlern aus. Des Weiteren legte man ein verstärktes Augenmerk auf die Theaterpädagogik und das Jugendtheater.

Das Theater Trier heute

Heute begeistert das Theater Trier mit mehr als 230 Vorstellungen im Jahr. Damit kann es eine breite Variation verschiedenster Kunstauffassungen anbieten und auf diese Weise eine breite Bandbreite an Menschen ansprechen. Natürlich ist das Theater auch als Arbeitgeber in der Region wichtig. Über 200 Angestellte sind direkt oder indirekt mit der Einrichtung verbunden. Die Spezialgebiete reichen von den Schauspielern selbst bis hin zu Handwerkern, die für bauliche Verbesserungen zuständig sind. Im Schnitt besuchen 500 Menschen eine Theatervorstellung in Trier. Diese doch recht gute Zahl zeigt, dass das Theater Trier die Menschen zu erreichen scheint.

Die Öffnungszeiten der Theaterkassen

Dienstag bis Freitag: 9.30-14.00 Uhr; 15.30-20.00 Uhr

Samstag: 10.00-12.30 Uhr

Sonntag: 11.00-12.30 Uhr

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