TBB Trier verliert gegen Alba Berlin

Die TBB Trier hat am Samstagabend die Sensation gegen Alba Berlin nur knapp verpasst. In der ausverkauften Arena Trier zeigten die Trierer eine starke Leistung. Dennoch mussten sie sich am Ende mit 80:88 gegen Alba Berlin nach Verlängerung geschlagen geben. Zwischenzeitlich schienen die Trierer schon wie die Sieger auszusehen.

Fast 6000 Fans erlebten am Samstagabend in der Arena Trier ein spannendes Spiele zwischen der TBB Trier und Alba Berlin. Es war wieder einer der Abend, an denen plötzlich alles möglich erscheint. Die TBB Trier wollte in diesem Jahr unbedingt die Sensation gegen die Albatrosse aus Berlin schaffen. Am Ende konnten sich die Gäste aber in der Verlängerung mit 88:80 in Trier durchsetzen. Dabei hatten die Vorzeichen vor diesem Spiel wirklich gut ausgesehen und es hatte viel für die TBB Trier gesprochen. Alba Berlin hat einen eher durchwachsenden Saisonauftakt hingelegt und scheint phasenweise unter einem straffen Spielplan zu leiden. Im Gegensatz dazu ist die TBB Trier mit einem wahren Traumstart in die neue Saison gestartet. Vier der letzten fünf Spiele konnte die TBB Trier gewinnen. Doch das “Wunder” blieb aus: die TBB hatte ALBA lange am Rand einer Niederlage, musste dann am Ende doch vor großer Kulisse in die Verlängerung – und dort agierte Berlin ganz im Stil einer Spitzenmannschaft: routiniert, sicher, cool, mit keinem einzigen Fehlwurf von der Freiwurflinie bei zehn Versuchen.

Ausgeglichenes erstes Viertel in Trier

Das erste Viertel in der Arena Trier begann auf beiden Seiten des Spielfeldes sehr nervös. Beide Mannschaften fanden am Anfang etwas schwer in die Partie. Auf der Trierer Seite war es vor allem Brian Harper, der die TBB Trier mit 7:3 in Front brachte. Doch der Berliner DaSahaun Wood, vor der Saison aus Frankfurt gekommen, hielt eindrucksvoll mit sechs schnellen Punkten dagegen. Zwischenzeitlich konnte sich die TBB Trier mit 17:11 im ersten Viertel absetzen. Allerdings kämpfte sich Alba Berlin wieder heran und so standen für beiden Mannschaften nach dem ersten Viertel 19 Punkte zu Buche.

Auch im zweiten Viertel ist es vor allem Brian Harper, der für glanzvolle Momente auf Seiten der Trierer sorgt. Erst verwertet der Power Forward einen Alley Oop und bringt die Arena Trier zum Kochen. Danach folgen zwei Dreier, die Harper sehr zur Verwunderung aller Beteiligten in der Arena Trier eiskalt einnetzt. Doch Alba Berlin zeigt immer wieder seine unumstrittene individuelle Klasse und allen voran DaSahaun Wood setzt die Trierer Defensive, die auch heute Abend wieder stark agiert, vor Probleme. Dann kochten, kurz vor der Pause, die Emotionen hoch: Jarrett Howell kann beim Zug zum Korb nur durch ein Foul von Heiko Schaffartzik gestoppt werden, erwischt diesen beim Versuch sich zu befreien an der Nase, Schaffartzik geht zu Boden, die Berliner Bank fordert lautstark ein disqualifizierendes Foul. Das Ergebnis der Diskussion: Foul gegen Schaffartzik, Unsportliches Foul gegen Jarrett Howell, ein Technisches Foul gegen die Bank von ALBA BERLIN, eins gegen Headcoach Sasa Obradovic.

Trier setzt sich im letzten Viertel ab-doch es reicht nicht!

Das dritte Viertel beginnt für Alba Berlin schlecht, denn der Trainer Sasa Obradovic muss die Halle aufgrund eines weiteren technischen Fouls verlassen. Die TBB Trier kann sich auf 46:39 absetzen. Bis zum letzten Viertel können die Albatrosse diesen Rückstand aber wieder wegmachen. Im dritten und im letzten Viertel zeigt vor allem Barry Stewart, warum er so wichtig für das Trierer Offensivspiel sein kann. Er netzt einen Dreier zum zwischenzeitlichen 63:53. Die Arena Trier tobt, denn die Sensation ist zum Greifen nahe. Doch Alba Berlin stellt einmal mehr unter Beweis, dass sie über eine gute Mannschaft verfügen und spielt sich Schritt für Schritt zurück in die Partie. 23 Sekunden vor dem Ende führt Trier mit fünf Punkten, dann steht es dank Freiwürfen von DaShaun Wood wieder 71:68. Und dann kam der bitterste Pfiff, den es im Basketball gibt: Jarrett Howell wird nach einer Berliner Auszeit den Einwurf nicht innerhalb der vorgeschriebenen fünf Sekunden an einen Mitspieler los-Augleich durch Berlin und Verlängerung!

In dieser gab es für Trier, das mittlerweile auch foulgeschwächt war, nichts mehr zu holen. Am Ende wurde die Sensation einmal mehr verpasst.

Für Trier spielten:
Nate Linhart (6 Punkte, 7 Rebounds, 4 Steals), Joshiko Saibou (3), Bastian Doreth (4), Jarrett Howell (5/4 Ast), Andi Seiferth (12/8 Reb), Mathis Mönninghoff (3), Brian Harper (21), Barry Stewart (13/5 Reb/2 Ast), Vitalis Chikoko (5/6 Reb), Jone Lopes (n.e.)

 

 

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