Maik Zirbes sorgt für den Sieg der TBB Trier

Am gestrigen Abend bekamen die knapp 4200 Zuschauer in der Arena Trier ein packendes Spiel zwischen der TBB Trier und den Telekom Baskets Bonn zu sehen. Auch wenn das Spiel als solches von der Qualität nicht immer zu überzeugen wusste, war das Finale umso furioser. Maik Zirbes sorgt per Dunking für den Sieg der TBB Trier. Neben Zirbes weiß vor allem Joyce zu überzeugen.

Knapp 4200 Zuschauer erlebten am gestrigen Abend ein spannendes Duell zwischen der TBB Trier und den Telekom Baskets Bonn in der Arena Trier. Wie immer wenn diese beiden Rivalen aufeinander treffen war die Stimmung auf beiden Seiten angeheizt.
Die Zuschauer bekamen ein eher durchschnittliches Spiel zu sehen, das vor allem von der Spannung und den elektrisierenden Schlussminuten lebte. Die letzten zwei Minuten müssen den TBB Trier Fans wie eine Achterbahnfahrt der Gefühle vorgekommen sein. Aber dazu später mehr.
Noch vor der Partie wurde Nate Linhart von den TBB Fans zum besten Spieler gegen den Meister Bamberg ausgezeichnet. Dies hatte sich Linhart, der seit Wochen der auffälligste Spieler bei der TBB Trier ist, wirklich verdient. Entsprechend motiviert wird der Flügelspieler auch in die Partie gegen die Telekom Baskets Bonn gegangen sein. Leider verfolgte ihn an diesem Abend das Pech. Früh musste Nate Linhart mit Foulproblemen kämpfen. Unter anderem wurde er zweimal Opfer einer Fehlentscheidung der Schiedsrichter, die ihm gleich bei zwei ziemlich regulären Blocks ein Foul anhangen. Schon im dritten Viertel kassierte Linhart sein viertes Foul. Einige Minuten vor dem Ende der Partie musste er dann ganz auf der Bank der TBB Trier Platz nehmen, nachdem er die Foulobergrenze von fünf persönlichen Fouls erreicht hatte.

Die gute Defense der TBB zwingt Bonn zu vielen Fehlern

Das erste Viertel war vor allem durch zwei Dinge geprägt. Auf der einen Seite leisteten sich die Telekom Baskets Bonn viele Ballverluste. Diese konnte die TBB Trier dazu nutzen, einfache Punkte durch Fastbreaks zu erzielen. Auf der anderen Seite trafen die Bonner von jenseits der Drei-Punkt-Linie relativ sicher. Serapinas sorgte durch einen Dreier in letzter Sekunde für den 14:15 Spielstand nach dem ersten Viertel. Vor allem der sonst so stark aufspielende Jared Jordan enttäuschte auf der Seite der Telekom Baskets Bonn besonders. Ihm gelang es nicht, das Spiel seiner Mannschaft zu ordnen.
Auch das zweite Viertel war nicht von besserer Qualität. Neben vereinzelten guten Aktionen auf beiden Seiten, spielten beide Teams ansonsten bestenfalls durchschnittlichen Basketball. Weder der TBB Trier, noch den Telekom Baskets Bonn gelangen wirklich gut erspielte Punktgewinne. Meistens waren es Einzelaktionen die zum Ziel führten. Dies schlug sich zur Halbzeit auch in der Statistik wieder. So verteilten beide Mannschaften kaum Assists. Allerdings muss man auch sagen, dass vor allem die Defense der TBB Trier sehr gut arbeitete. Das Resultat war eine knappe 34:30 Halbzeitführung für die Moselaner.

Maik Zirbes sorgt per Dunking für den Sieg

In der zweiten Halbzeit wurde bei den Telekom Baskets Bonn vor allem ein Spieler besser: Point Guard Jared Jordan. Seine ersten Punkte erzielte er nach der Pause per Dreier. Im Weiteren verteilte er darüber hinaus noch den einen oder anderen guten Assist und führte sein Mannschaft auf diese Weise an.
Nun wurde die Stimmung in der Arena hektischer, was sich auch auf den Spielfluss auswirkte. Sowohl die Bonner Fans, als auch die Spieler der Baskets kritisierten einen Pfiff der Schiedsrichter so lange, bis dieser ein technisches Foul gegen „Magenta“ gab. Obwohl dieses der TBB Trier in die Karten spielte, verloren die Moselaner danach leicht das Konzept- Bonn kam nun mit der Atmosphäre und dem hektischen Spiel besser klar. In diesem Moment agierten sie einfach abgeklärter. Die TBB Trier spielte die einzigen zwei Minuten der Partie wirklich unorganisiert. Aus diesem Grund wird Henrik Rödl sicherlich erleichtert gewesen sein, dass die letzte Viertelpause den Lauf der Bonner stoppte. Mit 47:50 ging es in letzte Viertel.
Jetzt sind es Washington, Joyce und Dojcin, die allesamt ein gutes Händchen von jenseits der Drei-Punkte-Linie zeigen und damit das Spiel zum 64:64 ausgleichen. Nun sollten die dramatischen Minuten des Abends folgen. Zirbes, der wieder einmal ein ganz starkes Spiel unter den Brettern machte, brachte die TBB Trier mit vier Punkten in Führung. Die Telekom Baskets Bonn kommen durch Freiwürfe wieder auf 68:67 heran. Schließlich findet auf beiden Seiten ein weiterer Freiwurf sein Ziel zum 69:67. Zu diesem Zeitpunkt sind nur noch wenige Sekunden zu spielen. Plötzlich findet Bonn 7,9 Sekunden vor dem Schluss den freien Benas Veikalas, der den Ball „für drei“ versenkt. Die Fans der TBB Trier sind entsetzt, feiern ihr Team aber noch einmal lautstark an. Durch die Auszeit können die Moselaner von der Seitenlinie in der Hälfte der Bonner den Ball einwerfen. Dru Joyce erhält ihn und zieht nach einem kurzen Dribbling Richtung Korb. Doch anstatt ihn selber zu versuchen, steckt er den Ball zu Maik Zirbes durch, der unter dem Korb in Position geeilt ist. Dieser lässt sich nicht lange bitten und stopft das Ding zwischen die Maschen. 1,9 Sekunden vor Schluss führt die TBB Trier, die Arena steht Kopf. Nun beginnt das Zittern, denn Bonn wird noch einen schnellen Wurf nehmen können. Diese Aufgabe fällt Jared Jordan zu, dessen Wurf aber nur den Ring trifft. Der Sieg ist für die TBB Trier perfekt.
Mit dem Statement „Gegen Trier kann man mal verlieren“ verabschieden die TBB Fans die mitgereisten Bonner aus der Arena Trier.

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