Die TBB Trier steckt im Tabellenkeller

Nach der Hinrunde der Basketball Bundesliga muss man als TBB Fans eine gemischte Bilanz ziehen. Der siebzehnte Platz bedeutet das Überwintern auf einem Abstiegsplatz. Dennoch kann man auf die ein oder andere Sternstunde des vergangene Jahres zurückschauen. Mit ein wenig mehr Glück wäre vielleicht der ein oder andere Siege mehr dabei gewesen.

Kurz vor dem Start zur neuen Basketball Bundesliga-Saison hatten sicherlich nicht wenige der zahlreichen TBB Fans die Hoffnung, dass ihr Team die Playoffs erreichen könnte. Schließlich wurde der Kern der Mannschaft, die es in der vergangenen Saison nur um Haaresbreite verpasst hatten, in die Endrunde einzuziehen, gehalten. Einzig die beiden Leistungsträger Barry Stewart und George Evans wurden abgegeben. Allerdings konnten Größen wie Philip Zwiener, der letztes Jahr zum MIP der Liga gewählt worden ist, und Dru Joyce im Team behalten werden. Außerdem kam mit Nate Linhart ein adäquater Ersatz für den nach Gießen abgewanderten Stewart. Mittlerweile gehört der Kanadier zu den besten und vor allem zu den konstantesten TBB Spielern. Trotzdem hat sich die Hoffnung auf die Playoffs nicht halten können. Die traurige Bilanz nach der ersten Saisonhälfte lautet: Tabellenplatz 17 und akute Abstiegsgefahr. Dabei gab es viele gute Momente mit der TBB Trier und allzu oft spiegelte das Endergebnis eines Spiels nicht den Leistungsaufwand der Moselaner wider. Es gibt mehrere Gründe, die zu dem Tabellenplatz geführt haben.

Die starke Liga

Die Basketball Bundesliga ist in diesem Jahr auf einem sehr hohen Niveau. Mit den Aufsteigern aus Würzburg und spezielle den neuen Bayern sind zwei Teams aus der zweiten Liga dazugestoßen, die ohne Weiteres mit den Ligakonkurrenten mithalten können. Insgesamt ist das Ligageschehen ausgeglichener geworden. Fast alle Teams sind in der Lage, ihre Konkurrenten zu schlagen. Es ist beinahe egal gegen welches Team man spielt, es wird fast immer eine gute Leistung verlangt. So hat die TBB Trier beispielsweise gleich gegen beide Aufsteiger verloren.
Leider war aus Sicht der Fans auch allzu oft Pech im Spiel. Gegen Bamberg und Alba Berlin zeigte man herausragende Leistungen, die aber nicht mit dem Sieg belohnt wurden. In den entscheidenden Momenten fehlten dann „Gelassenheit“ und Glück. Auf der anderen Seite hatte die TBB Trier aber auch ganz schwache Momente. So gab es im letzten Spiel gegen Oldenburg überhaupt nichts zu holen. Ebenso chancenlos ist man bei den Artland Dragons gewesen. Ganz bitter sind auch die Niederlagen gegen Gießen und Ludwigsburg, beiden Mitkonkurrenten im Abstiegskampf. Gerade Barry Stewart zeigte bei dem Spiel zwischen Trier und Gießen eine sehr gute Leistung.

Die Mannschaft der TBB Trier

Wie oben bereits erwähnt, ist der Kern der Mannschaft nun bereits das zweite Jahr zusammen. Mit Nate Linhart konnte die TBB Trier einen sehr straken Spieler unter Vertrag nehmen. Ligaweit gelingen dem Neuzugang die meisten Steals, ein Indiz für seine sehr gute Abwehrleistung. Einer, der seine Sache sehr gut gemacht hat, ist der Trierer Center Maik Zirbes. Er gehört in diesem Jahr endgültig zu den besten deutschen Centern in der Liga. Er ist sowohl als Scorer, als auch als Rebounder enorm wichtig für sein Team. Nach der ersten Hälfte der Saison scheint Zirbes endgültig im Profibasketball angekommen zu sein. Einschränkend muss man vielleicht sagen, dass dem jungen Center ab und an die Konstanz ein wenig fehlt.
Zwei andere Spieler machen derweil einen unglücklichen Eindruck. Philip Zwiener, der lange mit einer Verletzung kämpfen musste, scheint noch nicht wieder in alter MIP-Form zu sein. Er kann sich weitaus seltener in Szene setzen als im vergangenen Jahr. Aber auch die gute Verteidigung der gegnerischen Teams spielt hier eine Rolle. Man hat sich in der Liga auf Zwiener eingestellt. Sein oft vollführter „Spin-Move“ ist längst nicht mehr so effektiv, wie noch vergangene Saison. Das andere Sorgenkind heißt Oskar Faßler und ist zurzeit auf der Suche nach „dem eigenen Wurf“. Seine Wurfausbeute und damit auch seine Scorerqualität ist bis dahin nahezu miserabel.  Auch er hatte mit einer Verletzung zu kämpfen.
Dru Joyce macht in den meisten Spielen einen guten Job. Der restliche Kader der TBB Trier ist vor allem mit dem Wort durchschnittlich zu beschreiben. Hin und wieder können sie auf sich aufmerksam machen, aber bei allen fehlt es an Konstanz.

Die größte Stärke der TBB Trier

Vor allem ihr leidenschaftliches Auftreten hat die TBB Trier immer wieder ausgezeichnet. Die Niederlagen, die man einstecken musste, haben wohl selten etwas mit der Einstellung zu tun gehabt. Das Team schien zumindest immer, den Willen zum Siegen zu haben. Es gab in der Vergangenheit auch Situation, wo man dies dem Team leider absprechen musste.
Eines ist auf jeden Fall sicher: Die TBB Trier erwartet eine harte Rückrunde. In dieser starken Liga müssen wahrscheinlich noch sechs Siege eingefahren werden. Vor allem in den bevorstehenden Heimspielen muss die Mannschaft gewinnen. Dafür ist auch die positive Unterstützung der Trierer Fans unabdinglich.

 

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