TBB Trier verpasst wieder nur knapp die Sensation

Die TBB Trier verlangt dem Meister aus Bamberg alles ab. Sie zwingt Bamberg sogar in die Verlängerung, kann dann aber nicht den entscheidenden Stich setzen. Wieder einmal schrammt die TBB Trier knapp an einer Sensation vorbei und steht mit leeren Händen da.

Es hätte wieder einer dieser nahezu perfekten Abende in der Arena Trier werden können. Der Meister und Pokalsieger Bamberg gastierte gestern bei der TBB Trier. Die Rollen waren schon vor dem Spiel klar verteilt. Der Meister aus Bamberg, der ganz nebenbei die Chance hatte, die Tabellenspitze zu erobern, war natürlich gegen die TBB Trier haushoher Favorit. Dennoch ist es in der Liga mittlerweile bekannt, wie stark sich die TBB gegen gute Mannschaften präsentieren kann, speziell wenn sie ein starkes Publikum im Rücken weiß. Zuletzt zeigten die Moselaner glänzende Auftritte gegen die Bayern und Alba Berlin, beides Titelfavoriten.
Auch an diesem Abend bewies die TBB Trier einmal mehr, welches Potenzial in ihr ruht. Mit Kampf, Leidenschaft und über weite Strecken überlegtem Basketball trat man Bamberg auf Augenhöhe entgegen. Hinzu kam das überragende Publikum, dass ihr Team immer wieder lauthals anfeuerte. Die gute Leistung stimmte. Leider war es am Ende wieder das gleiche Bild wie gegen Bayern und Alba Berlin, der Gegner feiert und die Spieler der TBB Trier schauen betreten zu Boden, denn sie haben mal wieder keine Punkte errungen. Da ist es auch kein Trost, wenn man weiß, dass man gut gespielt hat. Es hilft nicht weiter, wenn man ständig Lob durch den gegnerischen Gegner erhält. Letztlich zählt in der Liga nur eines: das Punktekonto. Gerade dort sieht es für die TBB Trier im Moment nicht gut aus. Platz 17 und akute Abstiegsgefahr lautet der aktuelle Status. Für den Trainer Henrik Rödl wird es keine leichte Aufgabe, sein Team wieder aufzubauen. Als Außenstehender ist man froh, dass man nicht in seiner Haut steckt. Was soll er seinem Team schon großartig sagen? Die Moselaner spielen alles andere als abstiegsgefährdet. Einzig das Siegen scheint verlernt worden zu sein.
Gegen den Meister Bamberg spielten sich vor allem zwei Spieler immer wieder in Szene. Maik Zirbes zeigte einmal mehr, warum er zum All Star Day berufen wurde. Seine Präsenz unter dem Korb war beeindruckend. Zirbes beendete die erste Hälfte für die TBB Trier mit zehn Punkten, sieben Rebounds und einem Block, nach dem beinahe die ganze Halle stand. Letztlich verzeichnete er sogar ein so genanntes Double-Double.
Neben Maik Zirbes trumpfte vor allem Nate Linhart mit 16 Punkten auf. Seine beiden Dreier vor und nach der Halbzeit kamen genau zum richtigen Zeitpunkt.
Zirbes und Linhart waren es auch, die die TBB Trier im Schlussviertel noch einmal an den Meister Bamberg heranbrachten und damit die Verlängerung erzwingen konnten. Dort zeigte aber Anton Gavel, dass er ohne weiteres aus einer Distanz jenseits der Drei-Punkt-Linie treffen kann. Gleich zweimal netzte der Guard ein. Das Spiel war entschieden und für die TBB Trier blieb der Sieg im Konjunktiv, also nichts.

Linhart (16), Joyce (15), Saibou (0), Zwiener (12), Dojcin (2), Faßler (2), Seiferth (4), Washington (1), Picard (0), Zirbes (15), Bynum (3), Dietz (ne)

 

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