Entscheidung über den Verbleib der Tankstelle Ostallee

Es wird heute Abend mit einer Vorentscheidung über den Verbleib der Tankstelle in der Ostallee gerechnet, wenn der Dezernatsausschuss IV zusammentritt und das fragliche Thema diskutiert. Obwohl die endgültige Entscheidung erst durch den Stadtrat im November fallen kann, wird der heutige Abend dennoch als wegweisend betrachtet. Man kann vor allem gespannt sein, welche Stellung die CDU und die SPD in der Frage um die Tankstelle in der Ostallee einnehmen. Diese beiden größten Fraktionen im Trierer Stadtrat haben sich öffentlich noch nicht eindeutig geäußert. Die übrigen Parteien haben derweil schon seit einiger Zeit ihre Positionen bekannt gegeben. Während die Grünen an der ersten Stadtratsentscheidung aus dem Jahre 2009 festhalten wollen, nach der der Pachtvertrag im Jahre 2012 ausläuft, haben sich die FDP, die FWG und die Linke für einen Erhalt der Tankstelle in der Ostallee ausgesprochen.
Es ist durchaus erstaunlich, dass das politische Jahr 2011 in Trier durch eine Tankstelle in der Ostallee bestimmt ist. Probleme, wie der komplett verschuldete Haushalt oder die katastrophale Verkehrslage in der Moselstadt sind vollständig in den Hintergrund geraten. Auch scheint sich keiner dafür zu interessieren, dass beispielsweise das Theater in Trier, bis jetzt einer der kulturellen Höhepunkte in der Römerstadt, in den kommenden Jahren Millionen einsparen muss. Zwischendurch hatte man sogar über eine Schließung des Stadttheaters diskutiert.

Lothar Schmitz übergibt die Unterschriften

Der Pächter der Tankstelle in der Ostallee in Trier hat derweil knapp 5000 Unterschriften gesammelt, die er der Baudezernentin heute persönlich übergeben möchte. Auf diese Weise hofft Lothar Schmitz Druck auszuüben und die Entscheidung zu seinen Gunsten zu beeinflussen.

Oberbürgermeister Klaus Jensen hat sich auch noch nicht zu Tankstellenproblematik geäußert und stattdessen lieber auf den Fakt verwiesen, dass er sich noch näher informieren müsse. Die Baudezernentin hingegen hält an dem Beschluss aus dem Jahre 2009 fest, der besagt, dass der Pachtvertrag nicht verlängert werden soll.

Der Radweg ist nicht ausschlaggebend

Dass die Tankstelle in der Ostallee für einen Radweg weichen muss, ist inzwischen sehr unrealistisch. Mittlerweile hat man sich auch in der Politik darauf geeinigt, dass die Bürger nicht länger auf den Vorbehalt des Radweges hineinfallen. Vielmehr soll die Ostallee als solche verschönert werden. In ihrer Mitte soll ein Grünstreifen entstehen, der das Stadtbild verschönern soll. Darüber hinaus, ist man auf politischer Ebene davon überzeugt, dass man die alkoholisierten Gruppen am Wochenende aus der Ostallee heraushalten kann, wenn man die Tankstelle beseitigt. Allerdings wirkt dieses Bestreben durchaus naiv, denn dieser Argumentation folgend, müssten das Kaufland im Alleen-Center und der Hauptbahnhof als nächstes umgesiedelt werden. Wenn man diese Gruppenbildung wirklich verhindern will, sollte vielleicht darüber nachgedacht werden, stärkere und effizientere Polizeikontrollen durchzuführen. Schließlich lässt sich aus den Erfahrungen lernen, dass dort Alkohol von Kindern konsumiert wird, die die Altersgrenze von 16 Jahren bei Bier oder 18 Jahren bei hochprozentigen Getränken noch nicht erreicht haben. Diese sollten strenger überprüft und im Anschluss stärker bestraft werden. Eines ist sicher: Nicht die Tankstelle in der Ostallee macht das städtische Bild an den Wochenenden unschön, sondern die Horden der Trierer Jugend, denen zweifelsohne Anstand und Respekt fehlen.
Es bleibt abzuwarten, in welcher Weise es mit der Tankstelle in der Ostallee weitergeht, denn die letztendliche Entscheidung ist noch nicht gefallen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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