Neue Spuren im Fall der vermissten Tanja Gräff

Mittlerweile ist die Hochschulstudentin Tanja Gräff seit über vier Jahren spurlos verschwunden. Aber noch immer arbeiten Kriminalbeamte daran, den Fall durch genaue Ermittlungsarbeit zu lösen. Immer wieder gehen neue Hinweise bei der Polizei in Trier ein, die eventuelle Rückschlüsse auf den Aufenthaltsraum von Tanja Gräff oder die Täter Auskunft geben könnten. Leider ist bis heute keiner dieser Hinweise so sachdienlich gewesen, dass der Fall hätte gelöst werden können.
Die Polizei hatte im Jahr 2010 eine Ermittlungsgruppe zusammengestellt, die aus drei Kriminalbeamten bestand. Diese Gruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Unterlagen über die vermisste Tanja Gräff neu zu durchsuchen. Der konkrete Hintergrund dieses polizeilichen Vorgehens, ist die Tatsache, dass die drei Beamten der Ermittlungsgruppe vorher nicht in den Fall Tanja Gräff involviert waren. Man erhoffte sich auf diese Weise ganz neue Blickwinkel auf die zusammengetragenen Spuren und Indizien. Beinahe ein gesamtes Jahr hat die Ermittlungsgruppe nun an dem tragischen Fall gearbeitet und dabei viele Ansätze für neue Ermittlungen herausgearbeitet. Letztlich sind die Beamten auf einige neue interessante Ermittlungsansätze gestoßen.
In diesen Tagen haben die Ermittler den Fall zurück in die Zuständigkeit des Fachkommissariats für Kapitaldelikte gegeben. Ihre Arbeit am Verschwinden von Tanja Gräff endet zunächst.
Immer wieder appellieren die Polizei und die Staatsanwalt an mögliche Zeugen, die, aus welchen Gründen auch immer, die letzten letzten vier Jahre geschwiegen haben. Sollten Sie noch irgendwelche sachdienlichen Hinweise haben, die Sie noch nicht der Polizei mitgeteilt haben, können Sie sich auch streng vertraulich an die Polizei in Trier wenden. Jeder, der etwas weiß, kann zur Aufklärung des Falles beitragen. Gerade die Angehörigen von Tanja Gräff wären sicherlich unermesslich erleichtert, wenn sie wüssten, was wirklich passiert ist.
Es gibt sogar eine nicht unerhebliche Belohnung von 30.000 Euro, die von der Staatsanwaltschaft in Trier ausgesetzt worden ist. Es wäre allen Beteiligten zu wünschen, dass die Hochschulstudentin Tanja Gräff nicht zu einem „Cold Case“ wird. Mit diesem Begriff werden in der polizeilichen Fachsprache Fälle betitelt, deren Aufklärung nicht weiter vorangetrieben werden kann, die aber dennoch niemals vom Aktentisch verschwinden.
Überraschend häufig ist die Polizei in Deutschland in der Lage, Verbrechen aufzudecken, die schon Jahre oder sogar Jahrzehnte zurückliegen.

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