Stadt Trier: Sozialwohnungen sollen mit 40 Millionen Euro gefördert werden

Stadt Trier: Sozialwohnungen sollen mit 40 Millionen Euro gefördert werden

Die Stadt Trier hat in dieser Woche erstmals bekannt gegeben, dass die städtischen Wohnungen in den nächsten Jahren mit 35 bis 40 Millionen Euro gefördert werden sollen. Der Stadtrat wird wohl 2013 über einen solchen Investitionsaufwand entscheiden. Für die Finanzierung plant das Land eine Modellregion in Trier.

Die Stadt Trier hat in dieser Woche erstmals Sanierungsprogramm für die städtischen Wohnungen in Aussicht gestellt. In Trier sprechen die kommunalen Politiker von 35 bis 40 Millionen Euro, die in den kommenden Jahren in die Wohnungen der Stadt Trier investiert werden sollen. Es handelt sich bei diesen 710 Wohnungen überwiegend um Sozialwohnungen. Viele dieser Wohnungen leiden unter erheblichen Mängeln. Vor allem veraltete Fenster, verschimmelte Bäder und heruntergekommene Fassaden bzw. Treppenhäuser verärgern zunehmend die Mieter in den städtischen Wohnungen. Während die Mieter zunehmend das Gefühl bekommen, die Stadt Trier unternehme nichts gegen diese Missstände, kontert der Leiter des städtischen Wohnungsamts, Hans-Werner Meyer: „In der letzten Zeit ist viel passiert. Wir haben bereits erhebliches Geld in das Wohnraumkonzept gesteckt.“ So habe die Verwaltung Absprachen mit Land und Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) getroffen, Genehmigungen und Gutachten eingeholt. Dabei hätten Architekten und Ingenieure mehr als 180 Wohnungen der insgesamt 710 in der ganzen Stadt, 122 davon in Mariahof, besichtigt.

35 bis 40 Millionen Euro notwendig

Die Gutachter haben die Stadt Trier darauf hingewiesen, dass ein Investitionsvolumen von 35 bis 40 Millionen Euro notwendig sein wird, um die städtischen Wohnungen zu sanieren. Hier ist die Stadt Trier vor allem auf die Hilfe des Landes angewiesen. Allerdings hat man in Mainz bereits angekündigt, Trier zu einer neuen Modellregion für Sanierungsprogramme zu machen. Dies soll sich vor allem auf Zinssätze und längere Laufzeiten auswirken. Zurzeit stünden in Trier jährlich nur bis zu 700 000 Euro für Reparaturen an den Wohnungen zur Verfügung. Es sei das Ziel, Rücklagen zu bilden. Die Stadt Trier hat die städtischen Wohnungen in verschiedene Investitionstypen eingeteilt. Je nach der Sanierungsbedürftigkeit erhält eine Wohnungen einen Status zwischen Sanierungstyp 1 und Sanierungstyp 4. Während die Wohnungen in der ersten Kategorie nur Instandhaltungsarbeiten umfassen, müssen die Wohnungen in der vierten Kategorie, derzeit fällt keine der Häuser in diese Kategorie, abgerissen und neu gebaut werden. Die Kosten betragen laut Meyer für Typ eins 644 Euro je Quadratmeter, für Typ zwei 879 Euro und für Typ drei 1330 Euro.