Wirtschaftsministerin Lemke besucht Wellen an der Mosel

Wirtschaftsministerin Lemke besucht Bergwerk in Wellen

Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke hat den Ort Wellen an der Mosel besucht, um sich vor Ort einen Überblick über das Bergwerk zu verschaffen. Dort sollen in Zukunft 400.000 Tonnen Müll jährlich gelagert werden. Dieses Vorhaben lehnen die Menschen in Wellen jedoch ab. Aus diesem Grund haben sie Lemke zu sich an die Mosel eingeladen.

Vor wenigen Monaten ist in Wellen eine heftige Diskussion über das Bergwerk, das von den Trierer Kalk-, Dolomit- und Zementwerken (TKDZ) betrieben wird, entbrannt. Das Unternehmen teilte mit, dass man den Stollen des Bergwerks in Zukunft mit Müll füllen wolle. Aus diesem Grund werde man jährlich 400.000 Tonnen Müll in das Bergwerk überführen. Die Menschen in dem kleinen Ort Wellen sind gegenüber diesem Vorhaben sehr skeptisch und haben aus diesem Grund den Bürgerverein Sauberes Wellen gegründet. In den vergangenen Tagen hat die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke den kleinen Ort an der Mosel besucht, um sich ein Bild von dem Bergwerk der TKDZ zu machen. Während ihres Aufenthaltes lobte sie die transparente Geschäftsführung der TKDZ, denn diese sei ausschlaggebend für eine enge Zusammenarbeit mit den Bürgern und Bürgerinnen aus Wellen. Nach der Besichtigung des Bergwerks traf sich Lemke mit Pressevertretern, der TKDZ-Geschäftsführung und Bürgern in den Räumen des Unternehmens. An die Bürger appellierte sie, das Angebot des Unternehmens anzunehmen und den Dialog mit dem Unternehmen weiterzuführen.

Die Porr AG macht Zugeständnisse

Die Porr AG, die die TKDZ Anfang des Jahres 2012 gekauft hat, machte unterdessen den Menschen in Wellen erste Zugeständnisse. Zwar rückte das Unternehmen nicht von seinem Vorhaben ab, sicherte aber dennoch zu, dass man den LKW-Verkehr für den Ort möglichst gering halten werde. Außerdem sollen Anlagen, die in unmittelbarer Nähe zu Wellen stehen nicht mehr so stark genutzt werden. Auf diese Weise werde man die Staubbelastung für die Bürger verringern können.
Das Unternehmen hat mittlerweile seinen Hauptbetriebsplan beim verantwortlichen Landesamt eingereicht. Dieser muss aber noch in den kommenden Wochen in gewissen Punkten aus- bzw. verhandelt werden.

Versinkt Wellen an der Mosel in einem großen Krater?

Eingestürzter Stollen in Wellen an der Mosel

Vor gut zwei Wochen stürzte ein Stollen der Trierer Kalk-, Dolomit- und Zementwerke  in Wellen an der Mosel ein. Als Folge entstand auf einem Acker zwischen Wellen und Temmels ein Loch in der Erde, das eine beachtliche Größe von einem Quadratmeter hatte. Um dieses Loch zu füllen, wurde in den letzten Wochen Sand mittels eines Förderbandes in die Öffnung gekippt. Trotz aller Versuche das Loch zu schließen und den Stollen zu stützen, gab es nun einen weiteren Einsturz in diesem Gebiet. Dieser hatte zur Folge, dass sich das anfangs überschaubare Loch zu einem Krater entwickelt hat. Der Durchmesser hat sich auf dramatische zehn Meter erweitert. Darüber hinaus hat der Krater nahe Wellen eine geschätzte Tiefe von 35 Metern. Dies lässt die Annahme zu, dass ein Sturz vermutlich tödlich wäre. Allerdings kann Entwarnung gegeben werden, denn der Krater ist nur in der unmittelbaren Umgebung gefährlich. Um die Bevölkerung auf diesen Umstand aufmerksam zu machen, wurde das Gebiet rund um das Loch abgesperrt. Der Bürgermeister von Wellen riet allen Menschen dringend, sich nicht allzu sehr diesem Acker zu nähern. Im Moment ist noch nicht abzusehen, wie es mit dem Krater weitergehen wird. Experten gehen durchaus davon aus, dass sich das Loch weiter ausdehnen kann, wenn es weitere Zusammenbrüche von vereinzelten Stollen geben sollte.
Nach neuesten Angaben soll ein zweites Förderband aufgestellt worden sein, dass nun helfen soll, möglichst schnell Sand in die Öffnung auf dem Acker zu befördern. Allerdings darf an dem Vorhaben durchaus gezweifelt werden, denn immerhin wirkt der aufgeschüttete Sand mit einem gewissen Druck auf den bereits instabilen Stollen.

 

Neben diesen Tumulten, die sich im Moment rund um den Krater in Wellen an der Mosel abspielen, gibt es noch einen anderen Schauplatz, auf dem momentan allerdings Ruhe herrscht. Die Gemeinde Wellen hat juristische Schritte gegen das Trierer Kalk-, Dolomit und Zementwerk eingeleitet. Die Bürger des familiären Wellen befürchten, dass das Unternehmen die Stollen mit Hilfe von Müll stabilisieren möchte (wir haben berichtet). Man befürchtet, dass auch schädlicher Müll eingelagert werden könnte. Es bleibt abzuwarten, wie es in Wellen an der Mosel weitergehen wird.