Karneval 2013: Trierer möchten auf den Hauptmarkt!

Karneval 2013: Trierer möchten auf den Hauptmarkt!

Die Narren in Trier sind sich sicher, dass sie auch im nächsten Jahr Karneval auf dem Trierer Hauptmarkt feiern möchten. Die Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK) möchte auch im kommenden Jahr wieder den Weiberdonnerstag auf dem Hauptmarkt in Trier feiern. Es soll allerdings keinen Alkohol mehr geben. Außerdem soll die Party deutlich kürzer ausfallen.

Wenn es nach der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval geht, dann findet die großer Party zu Weiberdonnerstag 2013 auch auf dem Hauptmarkt in Trier statt. Dies hat die ATK in dieser Woche bekannt gegeben. In den letzten Jahren sind diese öffentlichen Partys immer mehr in Missgunst gefallen, denn vor allem Jugendliche nutzten diese Gelegenheit, sehr viel Alkohol zu konsumieren und danach äußerst ausfallend zu agieren. Der Weiberdonnerstag 2012 auf dem Hauptmarkt in Trier war alles in allem ein Desaster. Aus diesem Grund möchte die ATK im nächsten Jahr deutliche Veränderungen für die Party auf dem Hauptmarkt vornehmen. Es soll erstmals kein Alkohol mehr verkauft werden. Außerdem soll die Feier auf dem Trierer Hauptmarkt deutlich kürzer ausfallen. Plänen der Stadt, die Proklamationsveranstaltung ins Rathaus zu verlegen, hat die Sonderdelegiertenversammlung der ATK am Montag eine Absage erteilt.

Alkoholisierte Jugendliche sind das Problem

Am Montagabend fand in der KG Trier-Süd eine Sitzung der ATK statt. Dort fanden sich 60 Delegierte aus den 17 AKT-Mitgliedsvereinen zusammen. Diese fassten alle zusammen den Beschluss, dass sie auch im kommenden Jahr wieder auf dem Trierer Hauptmarkt feiern möchten. Allerdings waren sich auch alle darüber einig, dass es keine Wiederholung der Ausschweifungen aus dem letzten Jahr geben darf. Vor allem die alkoholisierten Jugendlichen waren in den letzten Jahren das große Problem. Dies soll sich 2013 auf dem Hauptmarkt in Trier ändern. Einmütiges Votum nach zwei Stunden Diskussion: „Wir wollen auch 2013 auf dem angestammten Hauptmarkt den Beginn des Straßenkarnevals feiern.“ Und mit großen Zugeständnissen mit dazu beitragen, dass es nicht wieder zu massenhaften Alkoholexzessen Jugendlicher wie am 16. Februar dieses Jahres kommt. Die Hauptmarktfete soll, so kündigt ATK-Präsident Andreas Peters (47) an, ohne Alkoholausschank über die Bühne gehen und bereits um 13 Uhr enden: „Wenn die Schule aus ist, sind wir bereits am Abbauen.“ Eine Absage also an die Pläne der Stadtverwaltung, die Hauptmarkt-Party ausfallen zu lassen und stattdessen die Prinzenproklamation im Rathaus abzuhalten – hinter verschlossenen Türen.

 

Trierer Stadtrat diskutiert über Weiberdonnerstag

Trierer Stadtrat diskutiert über Weiberdonnerstag 2012

Am Dienstag hat der Trierer Stadtrat über die Ausschreitungen am Weiberdonnerstag in diesem Jahr diskutiert. Vor allem der große Alkoholkonsum vieler Jugendlicher hatte den Weiberdonnerstag zu einem schwarzen Tag für Polizisten und Rettungskräfte gemacht. Nun will die Politik Konsequenzen ziehen.

Wie schon mehrfach berichtet, hat die diesjährige Feier auf dem Hauptmarkt in Trier an Weiberdonnerstag für reichlich Empörung gesorgt. Gerade der Alkoholkonsum unter Jugendlichen hatte für reichliche Einsätze der Polizei und der Rettungskräfte gesorgt. Neben Alkoholvergiftungen wurden vor allem Schlägereien von den Beamten registriert.
Die Politik hat auf diese Ausschreitungen reagiert und der Stadtrat Trier hat am Dienstag eine erste Diskussionsrunde zu diesem Thema gestartet. In den kommenden Monaten sollen Mittel und Wege gefunden werden, wie der Alkoholkonsum unter Jugendlichen in der Zukunft zumindest vermindert werden kann. Allerdings scheinen die unterschiedlichen Parteien im Stadtrat vor einer Art Wand zu stehen, denn niemandem will eine passende Lösung einfallen. In der nächsten Zeit soll ein Katalog mit möglichen Maßnahmen zusammengestellt werden, der dann als Grundlage für eine effektive Diskussion genutzt werden soll. Jungpolitiker hatten in den vergangenen Tagen bereits mehrfach geäußert, dass sich die Stadt Trier mehr einbringen müsse. Vor allem Aufklärungsunterricht müsse bei den Jugendlichen betrieben werden, damit diese endlich verstehen würden, dass Alkohol nicht „cool“ ist. Die Stadt wies dies allerdings in Form von Bürgermeisterin Birk, die zudem für die Jugend zuständig ist, zurück und sagte ihrerseits, dass nun auch Eltern und andere Erwachsene gefordert seien. Die staatlichen Einrichtungen könnten nicht noch mehr Verantwortung übernehmen.

Ob der Stadtrat Trier zu konstruktiven Ergebnissen kommt, bleibt abzuwarten. Eines ist auf jeden Fall sicher: Die Lösung für das Problem, dass viele Jugendliche zu viel Alkohol trinken, wird man nicht einfach finden können, denn die Ursachen sind oft sozialer Art, die nicht leicht zu beheben sind.
Vielleicht hat das Jugendparlament in Trier, das sich ebenfalls mit diesem Thema beschäftigen möchte, zündende Ideen.

Jungpolitiker fordern mehr Aufklärung zum Thema Alkohol

Der Weiberdonnerstag 2012 zieht weiter seine Kreise

Aufgrund der Alkoholexzesse vieler Jugendlicher an Weiberdonnerstag ist die kommunale Politik auf der Suche nach geeigneten Maßnahmen, um die Ausschreitungen in Zukunft mindern zu können. Viele Jungpolitiker fordern von der Stadt Trier eine bessere Aufklärung der Jugendlichen. Ein generelles Alkoholverbot helfe auf Dauer nicht, vielmehr braucht die Jugend eine gesündere Einstellung zum Thema Alkohol.

Die Jungpolitiker in Trier fordern die Stadt auf, bessere Aufklärungsveranstaltungen zum Thema Alkohol in Trierer Schulen zu organisieren. Sie sehen in diesem Weg die einzige Möglichkeit, Ausschreitungen, wie sie am Weiberdonnerstag 2012 auf dem Hauptmarkt stattgefunden haben, in Zukunft zu verhindern. Ein generelles Alkoholverbot halten sie für wenig sinnvoll, denn nicht die Veranstaltung als solche sei das Problem, sondern die Einstellung vieler Jugendlicher zum Thema Alkohol. Auch wenn dieser Umstand beinahe aus dem öffentlichen Leben verschwunden ist, bleibt Alkohol immer noch ein Genussmittel, das Personen abhängig machen kann.
Die Jungpolitiker der Jungen Union und der Jungen Liberalen schlagen daher vor, im Zeitraum unmittelbar vor Fastnacht Veranstaltungen in Schulen abzuhalten, um die dortigen Schüler aufzuklären. Sie sehen hier einen großen Verantwortungsbereich der Stadt Trier.

Reicht reine Aufklärung aus?

Fraglich ist allerdings, ob dieses Konzept wirklich praxistauglich ist. Alkohol ist längst zu einer Modeerscheinung bei jungen Menschen geworden. Es geht einzig darum, diesen zu konsumieren, um cool zu sein. Ein wenig Aufklärung vor Fastnacht wird an dieser Einstellung wahrscheinlich nichts ändern. Getrunken wird, weil es weite Teile der Jugendlichen „Bombe“ finden, wenn sie „rack“ sind. Irgendwie scheint dies fast so etwas, wie der Zeitgeist der heutigen Jugend zu sein. Wer glaubt, dass dieses Phänomen nur bei Kindern der so genannten „Unterschicht“ ein Problem darstellt, der täuscht sich gewaltig. Dort mag es vielleicht weiter verbreitet sein, das Problem als solches macht aber vor einem soliden Elternhaus keinen Halt.

Verbesserungen für Weiberdonnerstag 2013

Wenn man wirklich effektive und kurzfristige Verbesserungen für Weiberdonnerstag erreichen will, sollte man zunächst daran denken, den Austragungsort zu wechseln. Es muss ja nicht direkt auf dem Hauptmarkt gebrochen und uriniert werden. Es gibt sicherlich Orte, an denen solches Verhalten weniger belastend für Mitmenschen ist. Gerade die Ladenbesitzer, die jedes Jahr an Weiberdonnerstag um ihr Geschäft fürchten müssen, werden zustimmen. Auch ist nicht ersichtlich, warum die Festlichkeiten auf dem Hauptmarkt stattfinden müssen. Ein Bezug zwischen Feier und Veranstaltungsort kann man nun wirklich nicht erkennen. Darüber hinaus sollte darüber nachgedacht werden, den Alkoholverkauf einzustellen. Ausschließlich Softdrinks sollte an den Ständen verkauft werden.  Dazu sollte man das Mitbringen von eigenen Getränken nicht gestatten. Im Umkehrschluss muss die Stadt Trier in die Pflicht genommen werden und die Getränke subventionieren, damit die Preise bezahlbar sind. Immerhin ist es sinnvoller, das Geld in Softdrinks zu investieren, als in betrunkene Menschen, die versorgt werden müssen.  Jugendliche oder auch Erwachsene, die an den weiterhin bestehenden Polizeikontrollen durch aggressives Verhalten oder zu großen Alkoholkonsum auffallen, dürfen die Festlichkeiten erst gar nicht betreten. Zieht man dieses Programm konsequent durch, wird der Weiberdonnerstag in der Zukunft bedeutend ruhiger verlaufen.

Kein Todesopfer an Weiberdonnerstag in Trier

Kein totes Mädchen an Weiberdonnerstag aufgefunden

Seit Weiberdonnerstag hielt sich in der Stadt Trier hartnäckig das Gerücht, dass an Weiberdonnerstag ein junges Mädchen infolge ihres Alkoholkonsums gestorben ist. Angeblich, so erzählte man sich, sei sie an ihrem eigenen Erbrochenen gestorben. Nun räumte sowohl die Feuerwehr, als auch die Polizei mit diesem Gerücht auf. Von einem Todesopfer sei niemandem etwas bekannt.

Über zahlreiche Medien in Trier wurde in den letzten Tagen das Gerücht verbreitet, dass an Weiberdonnerstag ein junges Mädchen an den Folgen ihres Alkoholkonsums gestorben sein soll. So wurde auch in sozialen Netzwerken davon berichtet, dass die junge Frau vor einem Imbiss zusammengebrochen sei. Anschließend sei sie auf dem Boden liegend an ihrem eigenen Erbrochenen erstickt. Sie soll eine Blutalkoholkonzentration zwischen vier bzw. fünf Promille gehabt haben. Die Feuerwehr und auch die Polizei in Trier stellten nun klar, dass sie von einem solchen Todesfall nichts gehört haben. Es handele sich vielmehr um ein Gerücht, dass von vielen Stellen aufgegriffen und dann verbreitet worden sei. Aber nichtsdestotrotz sind die Ausschreitungen an Weiberdonnerstag in diesem Jahr ganz besonders ausufernd gewesen, wie bereits ausführlich berichtet worden ist.
Die Ereignisse in diesem Jahr werden aller Voraussicht nach auch Konsequenzen für die nächsten Jahre mit sich bringen. Polizei und Rettungskräfte hatten bereits angekündigt, sich mit allen wichtigen Beteiligten des Karnevals zusammenzusetzen, um ein neues Konzept für die Zukunft zu entwickeln. Besonders der große Alkoholkonsum unter den Jugendlichen soll eingedämmt werden. Wie solche neuen Konzepte aussehen können, ist bis jetzt noch nicht bekannt.

Sinnlos betrunkene Jugendliche an Weiberdonnerstag

Die Schattenseiten der Karnevalstage in Trier

Die Festlichkeiten auf dem Hauptmarkt 2012 haben in diesem Jahr einen bitteren Beigeschmack hinterlassen. Die Krankhäuser waren dank sinnlos betrunkener Menschen überfüllt. Polizei und Feuerwehr waren im Dauereinsatz. Vor allem Jugendliche überschritten einmal mehr ihre Grenzen und landeten zum Teil mit knapp vier Promille im Krankenhaus.

Für viele Menschen bedeuten die Karnevalstage Spaß und ausgelassenes Feiern. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene fiebern den närrischen Tagen entgegen. Polizisten, Rettungskräfte und Krankenhauspersonal haben dagegen wohl keinen Grund an Fastnachtstagen in gute Laune auszubrechen. Auch an diesem Weiberdonnerstag ist die Lage in der Trierer Innenstadt eskaliert. Schuld daran waren vor allem sinnlos betrunkene Jugendliche und junge Erwachsene. Neben Schlägereien, die die Polizei in Atem hielten, sorgten vor allem die vielen Alkoholvergiftungen für reichlich Arbeit und auch Ärger. Ständig waren die Rettungskräfte im Einsatz. Viele Jugendliche waren derart betrunken, dass sie nicht mehr nur vor Ort behandelt werden konnten. Stattdessen mussten sie in eines der beiden Innenstadtkrankenhäuser eingeliefert werden. Dort war die Lage am Nachmittag ernüchternd, auch wenn dies leider nur auf das Personal und nicht auf die Patienten selber zutrifft. Die Krankenhäuser wurden nur so von betrunkenen Jugendlichen überflutet. Trotz extra aufgestellten Betten reichte der Platz nicht auf. Krankenhausmitarbeiter sprachen von Jugendlichen, deren Promillewerte an die vier Promille heranreichten.
Während im Krankenhaus die Ärzte für die Betrunkenen sorgten, richteten die Rettungskräfte auf dem Domfreihof einen Großraumrettungswagen ein. Dort fanden bis zu elf Patienten gleichzeitig die Möglichkeit auf Hilfe.
Die Stimmung auf dem Hauptmarkt war ab dem Mittag ausgelassen und die Menge als solche ließ laufen. Häuserfassaden und Geschäftseingänge mussten als Toiletten herleiten. Hier und da sah man sich übergebende Jugendliche. Wer bis dahin noch keinen Spaß empfunden hatte, der tat es jetzt.
Ganz nebenbei lässt sich festhalten, dass das Glasverbot, das durch die Polizei kontrolliert wurde, gewirkt hat. Glasfalschen waren wenn überhaupt nur vereinzelt vorzufinden. Schließlich schmeckt Alkohol aus Plastikflaschen auch nicht schlechter.

Insgesamt bleibt zu sagen, dass der jährliche Weiberdonnerstag auf dem Hauptmarkt nichts mit Karneval zu tun hat. Vielmehr erinnert das Gelage eher an einen großen Kindergeburtstag, bei dem jeder etwas vom Schnaps bekommt. Ganz nebenbei: Die Geburtstagsfeier zahlt übrigens der Steuerzahler.