Viktor Valdenaire

(geboren: 02.01.1812, gestorben: 18.06.1881)

Viktor Valdenaire besuchte das Friedrich-Wilhelm Gymnasium in Trier und erreichte dort sein Abitur. Danach wurde er als wahres Multitalent berühmt. Er war nicht nur Fabrikant und Besitzer des Roscheider Hofs, sondern auch Abgeordneter im preußischen Parlament und ein wichtiger Revolutionär in der gescheiterten Revolution 1848/49 in Trier.

Zunächst begann Valdenaire ein Jurastudium, das er jedoch nach einiger Zeit wieder abbrach. Stattdessen übernahm er den Roscheider Hof in Trier. Neben diesem beruflichen Werdegang, startete er auch noch eine politische Laufbahn. Im Jahre 1848 wurde Valdenaire Abgeordneter der preußischen Nationalversammlung.

Jedoch führte gerade sein politischer Engagement dazu, dass der Revolutionär Viktor Valdenaire für zwei Monate in Trier inhaftiert wurde. Diese Verhaftung wurde mit der Begründung „Staatsfeind der öffentlichen Ordnung“ gerechtfertigt. Natürlich war dies nur ein Vorwand der Mächtigen, um die federführenden Revolutionäre zu verhaften.

Aus diesem Arrest erwuchs aber auch etwas Positives, das wir selbst heute in Deutschland noch schätzen. Während Valdenaire im Gefängnis eingeschlossen war, wurde eine Nationalversammlung einberufen und diese bestand darauf, dass der Inhaftierte der Versammlung als Mitglied beiwohnen müsse. Aus diesem Grund wurde der Revolutionär freigelassen und die Nationalversammlung ging sogar noch einen Schritt weiter. Sie führten das Immunitätsgesetz in Deutschland ein. Dies gewährleistet jedem Abgeordneten den Schutz vor einer Strafverfolgung, solange er dieses Amt inne hat.

1881 starb Viktor Valdenaire.