Unesco-Welterbetag 2012 in Trier!

Unesco-Welterbetag: Kostenlose Führungen in Trier

Am kommenden Sonntag findet in Trier der Unesco-Welterbetag statt. An diesem besonderen Tag werden zum Teil kostenlose Führungen durch die Sehenswürdigkeiten in Trier angeboten. Die Besucher können sich vor allem auf die Barbarathermen freuen, die ausnahmsweise für Touristen offen stehen werden.

Am morgigen Sonntag, den 03. Juni 2012, findet in Trier der Unesco-Welterbetag statt. An diesem Tag können die Sehenswürdigkeiten, die zum  Unesco-Weltkulturerbe gehören, zum Teil kostenlos besichtigt werden. 1986 wurden in Trier unzählige Römerbauten zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. Neben der weltweit bekannten Porta Nigra, gehörten auch die Kaiserthermen, die Barbarathermen, das Amphitheater, die Römerbrücke, der Trierer Dom, die Liebfrauenkirche und die Igeler Säule zu den Attraktionen, die zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt worden sind. Am morgigen Sonntag findet der achte Unesco-Welterbetag statt. In diesem Jahr wird dieser unter dem Motto „Auf Spurensuche im Welterbe“ stattfinden. Die Programmpunkte starten mit einem Gottesdienst um 10 Uhr in der Konstantin-Basilika. Um 11.30 Uhr folgt eine Orgelmatinee. Im Anschluss daran wird ein evangelischer Pfarrer durch die Konstantin-Basilika führen und kindergerecht ihre Geschichte erklären. Als besonderes Highlight wird auch die Ausgrabungsstätte unter der Basilika besucht werden. Die Führung wird etwa 45 Minuten dauern und eignet sich auch für Familien mit kleineren Kindern. Die Teilnahme ist kostenlos. Am Ende der Führung wird um eine Spende gebeten werden, die dem Orgelprojekt zugutekommen soll.

Auch in den Kaiserthermen steht vor allem die Familie im Vordergrund. Dort können sie Kinder und Erwachsene mit zahlreichen Römern auf Spurensuche begeben. Ganz nebenbei werden kostenlose Führungen durch die Barbarathermen angeboten, die zurzeit eigentlich nicht zugänglich sind. Die Teilnahme an diesen Führungen ist kostenlos. Zurzeit des Römischen Reiches waren die Barbarathermen die drittgrößten Badeanlagen im ganzen Reich.
Auch im Trierer Dom werden Führungen und Rundgänge angeboten. Durch diese kann man einen tiefen Einblick in die Geschichte des Doms erlangen.
Der Unesco-Welterbetag in Trier ist eine gute Gelegenheit, mehr über die verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Römerstadt zu lernen. Außerdem ist das Programm auch auf Familien mit Kindern vorbereitet.

25 Jahre Unesco-Welterbe in Trier

Trierer Bauwerke seit 25 Jahren Unesco-Welterbe

Am vergangenen Wochenende fand in der Liebfrauenkirche in Trier eine Jubiläumsfeier statt. Anlass war die Aufnahme der Trierer Monumente in die Liste der Unesco-Welterbe vor genau 25 Jahren. Vertreter aus Kultur, Gesellschaft und Politik machten die Veranstaltung zu einem öffentlich wirksamen Event.
Unter anderem war die Kulturministerin aus Rheinland-Pfalz, Doris Ahnen, anwesend. Sie verstehe die Auszeichung der Trierer Kulturstätten zu Uneco-Welterben als große Ehre und man müsse sich der Aufgabe bewusst sein, die damit verbunden ist. Sie verwies damit auf den besonderen Schutz und die außergewöhnliche Pflege, die den Stätten der Unesco-Welterben zu Gute kommen muss. Oberbürgermeister Klaus Jensen stellte in seiner Rede klar, dass viele Trierer sich nur über die Unesco-Welterbestätten mit der Stadt identifizieren würden. Die historischen Denkmäler und Monumente seien das prägende Element des Stadtbildes in Trier. Auch zahlreiche Touristen würden dies Jahr für Jahr erkennen und gerne in die Moselstadt kommen. Klaus Jensen stellte aber gleichzeitig hohe Anforderungen an die Stadtplaner in Trier, denn diese müssten dafür sorgen, dass die Stätten der Unesco-Welterben in einem attraktiven Umfeld präsentiert würden.
Bevor die politischen Amtsträger mit ihren Reden zur Tat schreiten konnten, wurde ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert.
Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung, die eindrucksvoll die Bedeutung der alten Bauwerke für die Stadt Trier herausarbeitete.

Die Tagung der Unesco 1986

Im Jahre 1986, also vor 25 Jahren, waren die verschiedenen Bauwerke in Trier zu Unesco-Welterben erklärt worden. In einer Sitzung der Unesco im Jahre 1986 in Paris konnten die Vertreter überzeugt werden, dass die Kulturstätten in Trier durchaus schützenswert sind. Damals wurde Westdeutschland durch Hans Caspary vom Landesdenkmalamt Rheinland-Pfalz vertreten.