Schweres Unglück in der Trierer Innenstadt-Umgestürzter Baum fordert ein Todesopfer

Schweres Unglück in der Trierer Innenstadt-Umgestürzter Baum fordert ein Todesopfer

Am gestrigen Donnerstag ist in der Trierer Innenstadt ein Baum umgestürzt und hat auf diese Weise ein Todesopfer gefordert. Weitere Menschen wurden verletzt oder erlitten einen Schock, der psychologisch behandelt werden muss. Vor allem Schüler sind Zeugen des Unglücks geworden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt und ein Gutachter soll die Ursache des Unglücks ergründen.

Am gestrigen Donnerstag ist in der Trierer Innenstadt ein Baum auf arglose Passanten gestürzt (wir haben berichtet). Der Bereich zwischen Dietrichstraße und Treverispassage wurde am frühen Nachmittag zum Einsatzort für die Polizei und die Feuerwehr. Leider hat der umfallende Kastanienbaum ein Todesopfer unter den Passanten, die sich gerade nichts ahnend in der Nähe aufgehalten haben, gefordert. Weitere Menschen wurden nach Angaben der Polizei und der Rettungskräfte leicht bis mittelschwer verletzt. Viele Zeugen, unter denen vor allem Schüler gewesen sein sollen, erlitten einen medizinisch signifikanten Schock. Das Todesopfer ist eine Frau, die, wie mittlerweile bekannt gegeben wurde, aus Trier stammt. Die Bergung der Frau kann zunächst nicht direkt durchgeführt werden. Aus diesem Grund musste die Unfallstelle am Anfang mit Planen abgedeckt werden.

Gutachter soll Ursache heute klären

Der Kastanienbaum, der eine Höhe von 13 Meter gehabt hat, ist kurz über dem Boden gebrochen. Ersten Einschätzungen zufolge soll der Baum im Inneren des Stammes morsch gewesen sein. Zum Zeitpunkt des Unfalls hatte es weder starken Wind noch andere äußere Umstände gegeben, die einen umfallenden Baum erklären könnten. Ein Gutachter, der von der Staatsanwaltschaft in Trier eingesetzt worden ist, soll die genaue Ursache heute klären. Auch die Spurensicherung der Polizei hat am gestrigen Donnerstag die Situation vor Ort analysiert. Ergebnisse sind noch nicht bekannt.

Die Stadt Trier trägt die Verantwortung für die Standsicherheit der Bäume. Laut Angaben des städtischen Sprechers werden alle Bäume auf dem Stadtgebiet einmal im Jahr auf ihre Standsicherheit kontrolliert. Sollten bei diesen Kontrollen Sicherheitsmängel festgestellt werden, setzt die Stadt Trier diese Bäume auf eine eigene Liste. Auf diese Weise werden jährlich die Bäume, von denen eine gewisse Gefahr ausgehen kann, gefällt. Der Kastanienbaum, der nun zu diesem Unglück geführt hat, stand nicht auf einer solchen städtischen Liste.

Klaus Jensen kündigt Aufklärung an

Während die Ordnungskräfte in Trier vor Ort die Situation analysiert haben, kündigte der Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen unterdessen an, dass er sich für eine lückenlose Aufklärung einsetzen werde. Ein wichtiger Schritt in diesem Aufklärungsprozess wird das Gutachten sein, das in den kommenden Tagen erstellt werden wird. Sollte dieses feststellen, dass der Baum schon seit längerem morsch gewesen ist und auf diese Weise ein erhöhtes Gefahrenpotenzial beinhaltet hat, könnten auf die Stadt Trier juristische Konsequenzen zukommen.

Bistum Trier: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Priester

Bistum Trier: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Priester

Die Staatsanwaltschaft in Trier ermittelt gegen einen Priester des Bistums Trier. Diesem wird Veruntreuung und Unterschlagung vorgeworfen. Der Pfarrer ist unterdessen von seinem Amt zurückgetreten. Nach offiziellen Medienangaben soll der Priester 300.000 Euro unterschlagen haben.

Im Bistum Trier scheint sich der nächste Skandal anzubahnen. Die Staatsanwaltschaft der ältesten Stadt Deutschlands hat gegen einen Priester des Bistums Trier Ermittlungen eingeleitet. Dem Geistlichen wird Unterschlagung und Veruntreuung von kirchlichen Geldern vorgeworfen. Es waren bereits vor rund zwei Wochen Unregelmäßigkeiten bemerkt worden. Daraufhin ist der Priester, der unter anderem in Hetzerath, Rivenich und Sehlem als Pfarrer tätig gewesen ist, von seinem Amt zurückgetreten. Die regionale Presse spricht von einem Vorwurfstatbestand in Höhe von 300.000 Euro, die der Priester des Bistums Trier unterschlagen haben soll.

Cascade Bitburg: Geschäftsführerin muss sich vor Gericht verantworten

Cascade Bitburg: Geschäftsführerin muss sich vor Gericht verantworten

Im Juni 2010 ist ein dreijähriges Mädchen im Schwimmbad Cascade in Bitburg ertrunken. In den letzten beiden Jahren hat die Staatsanwaltschaft in diesem Fall ausgiebig ermittelt und hat nun die Geschäftsführerin des Schwimmbades angeklagt. Sie soll sich der fahrlässigen Tötung strafbar gemacht haben. Aus einem Gutachten geht hervor, dass zu wenig Personal am Unglückstag im Cascade im Einsatz gewesen ist.

Das Schwimmbad Cascade in Bitburg gehört zu den schönsten Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche in der Region Trier. Leider schrieb das Schwimmbad in Bitburg im Juni 2010 eine traurige Geschichte, als ein dreijähriges Mädchen ihren Tod im Cascade fand. Niemand bekommt mit, dass ein dreijähriges Mädchen in einem unbeobachteten Moment seiner Mutter entwischt und zum Erlebnisbecken im Innenbereich läuft. Das 300 Quadratmeter große Becken ist bis zu 1,35 Meter tief und hat als eine Attraktion einen Strömungskanal, in dem sich die Gäste durchs Wasser treiben lassen können. Dort wird das Kind später gefunden. Ohne Schwimmflügel hatte das Mädchen keine Chance dem Wasser zu widerstehen. Rettungskräfte konnten nur noch den Tod feststellen. Das Kind war ertrunken. Die Staatsanwaltschaft Trier hat in den letzten zwei Jahren ausgiebig in alle Richtungen ermittelt. Zunächst standen die Mutter des Kindes und ein Bademeister im Fokus der Untersuchungen. Beide Verfahren wurden allerdings eingestellt.

Geschäftsführerin muss vor Gericht

Nun hat die Staatsanwaltschaft die Geschäftsführerin des Cascade wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Ein Gutachter, der das Unglück untersuchen sollte, hatte festgestellt, dass an jenem Tag im Juni 2010 zu wenig Personal im Schwimmbad im Einsatz gewesen ist. „Laut unseren Ermittlungen waren nur zwei Bademeister im Dienst“, sagt der Leitende Oberstaatsanwalt Jürgen Brauer. Einer dieser beiden Bademeister soll mit einer Seniorengruppe Aquagymnastikübungen gemacht haben. Er war demnach nicht in der Lage, den Schwimmbetrieb sorgsam zu überwachen. Folglich stand zum Zeitpunkt des Unglücks nur ein Bademeister zur Verfügung, der den Freibadbereich und das Hallenbad des Cascade überwachen musste. Aus der Sicht der Staatsanwaltschaft Trier ist dies zu wenig. Sie lastet dies der Cascade-Geschäftsführerin an. „Wir gehen davon aus, dass sie für den Einsatz des Personals und damit auch für die Anzahl der Bademeister verantwortlich ist“, sagt Brauer.

 

Das Verwaltungsgericht Trier zieht um!

Umzug des Verwaltungsgerichts Trier

Nachdem in der letzten Woche bereits die Staatsanwaltschaft aus dem Hochhaus am Irminenfreihof ausgezogen ist, folgte nun der Umzug des Verwaltungsgerichts in Trier. Das zurückgelassene Gebäude soll nach offiziellen Angaben von der Fachhochschule Trier besetzt werden. Das Verwaltungsgericht ist in die ehemalige Landwirtschaftsschule umgezogen.

In Trier herrscht im Moment sowohl bei der Staatsanwaltschaft, als auch beim Verwaltungsgericht reger Umzugsbetrieb. Beide Behörden müssen das Hochhaus am Irminenhof räumen, denn dort soll in Zukunft die Fachhochschule Trier eingerichtet werden. Während die Staatsanwaltschaft bereits in der letzten Woche umgezogen ist, folgte nun der Umzug des Verwaltungsgerichtes. Die Mitarbeiter werden in Zukunft in der ehemaligen Landwirtschaftsschule in Trier untergebracht. Noch versteckt ein Gerüst das sanierte Gebäude des Verwaltungsgerichts Trier in der Egbertstraße 20a. Ein Din-A4-Blatt in einer Klarsichtfolie weist am Eingang auf die Behörde hin. Erst seit dieser Woche arbeiten die 25 Mitarbeiter des Verwaltungsgerichts hier.

Umzug geglückt

Die größte Herausforderung für das Verwaltungsgericht Trier war die Tatsache, dass die Behörde mitten im laufenden Betrieb umziehen musste. Allerdings, so lässt Georg Schmidt, Präsident des Verwaltungsgerichts, wissen, sei der Umzug über das Wochenende gegelückt. Die neue Unterkunft bietet dem Gericht drei Etagen und einen geräumigen Keller. Die Stadt Trier hat die ehemalige Landwirtschaftsschule in den letzten Monaten für das Verwaltungsgericht saniert und renoviert. Der neue Standort ist technologisch besser ausgerüstet als der alte. „Wir haben jetzt eine elektronische Sitzungsrolle, worauf man lesen kann, was für ein Verfahren gerade im Saal läuft“, erklärt Richterin und Mediendezernentin Heidi Heinen. „Auch im Wartesaal gibt es jetzt eine Mikrofonanlage, um die Leute zu rufen.“ Außerdem sind beinahe alle Mitarbeiter von der Akustik im neuen Sitzungssaal beeindruckt. „Im Sitzungssaal ist die Akustik viel besser, da die Decke mit Schallschutztechnik versehen ist. Hier kann man auch lüften. Im Irminenfreihof hatten wir keine richtigen Fenster“, werden die Verwaltungsrichter zitiert.

Fachhochschule Trier möglicher Nachmieter

Das Gebäude am Irminenfreihof, das dem Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) gehört, soll im Lauf des Oktobers vollständig leer werden. Ein möglicher neuer Mieter ist die Fachhochschule (FH) Trier. Dort könnte unter anderem in Zukunft die Fachrichtung Architektur untergebracht werden. Auch eine Mensa gehört zu den Plänen. „Noch ist keine offizielle Anfrage von der FH bei uns eingegangen“, sagt Markus Rampe, LBB-Pressesprecher. „Uns liegen mehrere Kaufofferten vor, die die hohe Attraktivität des Gebäudes bestätigen.“