Bistum Trier: SKF im Kampf gegen sexuellen Missbrauch

Bistum Trier: SKF im Kampf gegen sexuellen Missbrauch

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) im Bistum Trier setzt sich aktiv gegen sexuellen Missbrauch von Frauen ein. Auf einer Tagung im Bistum Trier fordert der SKF haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter auf, eine „Kultur der Aufmerksamkeit“ zu entwickeln. Die Tagung beschäftigte sich mit dem Thema  „Meine, Deine Grenzen – Unsere Verantwortung!“.

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) im Bistum Trier setzte sich auf einer Tagung für einen aufmerksameren Umgang mit dem Thema des sexuellen Missbrauchs in der Gesellschaft ein. Eine „Kultur der Aufmerksamkeit“ entwickeln, um Gewalt und Missbrauch zu verhindern, dazu forderte die Diözesantagung des Sozialdiensts katholischer Frauen (SKF) im Bistum Trier unter dem Thema „Meine, Deine Grenzen – Unsere Verantwortung!“ haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter auf. Die Tagung im Bistum Trier beschäftigte sich mit verschiedenen Perspektiven im Umgang mit sexuellem Missbrauch in der Gesellschaft.

Sexueller Missbrauch keine Grenzerscheinung in Deutschland

Der SKF im Bistum Trier stellte die Problematik des sexuellen Missbrauchs in Deutschland erst einmal anhand von Fakten dar. 49 Anzeigen wegen Missbrauchs gehen täglich in Deutschland ein. Insgesamt weist die Kriminalstatistik für 2011 rund 18 000 zur Anzeige gebrachte Straftaten aus. Die Dunkelziffer liege wesentlich höher, sagte Lappehsen-Lengler, so dass von schätzungsweise 50 000 Straftaten auszugehen ist. Der Sozialdienst katholischer Frauen im Bistum Trier erhofft sich bessere therapeutische Systeme für junge Männer und Frauen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind. Vor allem der Schutz Minderjähriger soll im Bistum Trier und auch in ganz Deutschland verbessert werden. Vor allem die Gesellschaft muss aufmerksamer und energischer mit dem Thema umgehen. Dies fängt, so die Meinung des SKF im Bistum Trier, schon mit den gebrauchten Vokabeln in diesem Zusammenhang an. Fälle des sexuellen Missbrauchs in Deutschland müssten auch so benannt werden. Auch die Entschuldigungsgründe für die Täter müssten ganz klar nach hinten verwiesen werden.

Zahlreiche Workshops veranstaltet

Der Sozialdienst katholischer Frauen im Bistum Trier hat aber nicht nur auf Informationen hingewiesen, sondern am zweiten Tag der Tagung auch zahlreiche Workshops angeboten. Am zweiten Tag der Veranstaltung setzten sich die Teilnehmer in Workshops intensiv mit verschiedenen Aspekten des komplexen Themas auseinander: So wurde der Zusammenhang von Sprache und Gewalt genauso untersucht wie der Umgang mit Missbrauch in der katholischen Kirche. Andere reflektierten das eigene Verhalten am Arbeitsplatz oder wurden durch Körperübungen für das Thema sensibilisiert.