Konzer Schwimmbad: Land stellt 2,5 Millionen Euro bereit

Konzer Schwimmbad: Land stellt 2,5 Millionen Euro bereit

Gute Nachrichten für Konz: Das Land Rheinland-Pfalz wird das Konzer Schwimmbad in Zukunft mit 2,5 Millionen Euro fördern. Damit erhöht das Land seine Förderung von 2,3 Millionen auf 2,5 Millionen Euro. Am heutigen Donnerstag werden die Konzer Politiker über das Projekt abstimmen.

In dieser Woche haben gute Nachrichten die Stadt Konz erreicht: Das Land Rheinland-Pfalz ist bereit, den neuen Schwimmbadbau mit 2,5 Millionen Euro zu fördern. Bis jetzt hieß es immer wieder aus Mainz, dass man nur 2,3 Millionen Euro bereit stellen könne. In dieser Woche kam dann die große Wende. Die Stadt Konz kann für das neue Projekt 2,5 Millionen Euro aus den Kassen des Landes einrechnen. An diesem Donnerstag werden die Politiker in Konz über das neue Projekt entscheiden und abstimmen. Das Geld kommt von dem Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur. Dies teilte Innenstaatssekretär Jürgen Häfner am Donnerstag in Mainz mit. „Ein langer Weg ist erfolgreich zu Ende gegangen worden. Gemeinsam mit allen Landtagsabgeordneten aus der Region und den kommunalen Akteuren vor Ort haben wir nach vielen Diskussionen und Gesprächen vor Ort gemeinsam ein gutes Ergebnis erarbeitet“, freut sich Häfner. Insgesamt kostet das geplante Sportbad 7,7 Millionen Euro. Abzüglich der Landesfördergelds sind noch 5,2 Millionen Euro zu finanzieren. Der Kreis Trier-Saarburg übernimmt zwar einen Anteil, aber es bleiben voraussichtlich rund eine Million Euro an jährlichen Kosten an der VG hängen.

Einige Fraktionen sind unsicher

Obwohl die Förderung des Landes Rheinland-Pfalzes für das neue Konzer Schwimmbad nun endgültig geklärt ist, sind sich einige Fraktionen noch nicht sicher, ob sie dem Vorhaben wirklich zustimmen möchten. Die FWG hält das neue Sportbad in Konz aufgrund der Folgekosten für zu teuer. Auch die Fraktion der SPD möchte lieber noch über eine Sanierung des alten Bades nachdenken. CDU und Grüne stimmen für den Bau des Sportbads. Die FDP hatte sich zuletzt bei einer Abstimmung über die Bad-Finanzierung enthalten.

Cascade Bitburg: Kein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung

Cascade Bitburg: Kein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung

In dieser Woche gab das Amtsgericht Bitburg bekannt, dass es kein Verfahren gegen die Geschäftsführerin des Schwimmbads Cascade in Bitburg wegen fahrlässiger Tötung einleiten wird. Im Juni 2010 war in diesem Hallenbad ein dreijähriges Mädchen ertrunken.

In dieser Woche hat das Amtsgericht Bitburg entschieden, dass es kein Verfahren gegen die Geschäftsführerin des Schwimmbads Cascade in Bitburg einleiten wird. Im Raum stand der Vorwurf der fahrlässigen Tötung, denn 2010 war ein erst dreijähriges Mädchen in dem Hallenbad ums Leben gekommen (wir haben berichtet). Während sich das Amtsgericht in Bitburg gegen ein Verfahren entschied, hatte die Staatsanwaltschaft in Trier die Chefin des Schwimmbads Cascade aufgrund der Vorkommnisse wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Die Staatsanwaltschaft führte zur Begründung an, dass an dem Unglückstag zu wenig Personal im Schwimmbad vorhanden war. Das Amtsgericht in Bitburg bezweifelt aber, dass der Tod des jungen Mädchens hätte verhindert werden können, wenn mehr Personal an diesem Tag eingeteilt worden wäre. Allerdings könnte der Entschluss des Gerichts noch nicht abschließend sein, denn die Staatsanwaltschaft hat die Möglichkeit gegen diesen Beschluss Beschwerde vor dem Landgericht einzulegen. In diesem Fall könnte das Verfahren wegen fahrlässiger Tötung doch noch eröffnet werden. Ob die Staatsanwaltschaft in Trier diese Möglichkeit nutzen wird, ist im Moment noch nicht entschieden. Die kommenden Tagen werden dies entscheiden.

 

 

Cascade Bitburg: Geschäftsführerin muss sich vor Gericht verantworten

Cascade Bitburg: Geschäftsführerin muss sich vor Gericht verantworten

Im Juni 2010 ist ein dreijähriges Mädchen im Schwimmbad Cascade in Bitburg ertrunken. In den letzten beiden Jahren hat die Staatsanwaltschaft in diesem Fall ausgiebig ermittelt und hat nun die Geschäftsführerin des Schwimmbades angeklagt. Sie soll sich der fahrlässigen Tötung strafbar gemacht haben. Aus einem Gutachten geht hervor, dass zu wenig Personal am Unglückstag im Cascade im Einsatz gewesen ist.

Das Schwimmbad Cascade in Bitburg gehört zu den schönsten Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche in der Region Trier. Leider schrieb das Schwimmbad in Bitburg im Juni 2010 eine traurige Geschichte, als ein dreijähriges Mädchen ihren Tod im Cascade fand. Niemand bekommt mit, dass ein dreijähriges Mädchen in einem unbeobachteten Moment seiner Mutter entwischt und zum Erlebnisbecken im Innenbereich läuft. Das 300 Quadratmeter große Becken ist bis zu 1,35 Meter tief und hat als eine Attraktion einen Strömungskanal, in dem sich die Gäste durchs Wasser treiben lassen können. Dort wird das Kind später gefunden. Ohne Schwimmflügel hatte das Mädchen keine Chance dem Wasser zu widerstehen. Rettungskräfte konnten nur noch den Tod feststellen. Das Kind war ertrunken. Die Staatsanwaltschaft Trier hat in den letzten zwei Jahren ausgiebig in alle Richtungen ermittelt. Zunächst standen die Mutter des Kindes und ein Bademeister im Fokus der Untersuchungen. Beide Verfahren wurden allerdings eingestellt.

Geschäftsführerin muss vor Gericht

Nun hat die Staatsanwaltschaft die Geschäftsführerin des Cascade wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Ein Gutachter, der das Unglück untersuchen sollte, hatte festgestellt, dass an jenem Tag im Juni 2010 zu wenig Personal im Schwimmbad im Einsatz gewesen ist. „Laut unseren Ermittlungen waren nur zwei Bademeister im Dienst“, sagt der Leitende Oberstaatsanwalt Jürgen Brauer. Einer dieser beiden Bademeister soll mit einer Seniorengruppe Aquagymnastikübungen gemacht haben. Er war demnach nicht in der Lage, den Schwimmbetrieb sorgsam zu überwachen. Folglich stand zum Zeitpunkt des Unglücks nur ein Bademeister zur Verfügung, der den Freibadbereich und das Hallenbad des Cascade überwachen musste. Aus der Sicht der Staatsanwaltschaft Trier ist dies zu wenig. Sie lastet dies der Cascade-Geschäftsführerin an. „Wir gehen davon aus, dass sie für den Einsatz des Personals und damit auch für die Anzahl der Bademeister verantwortlich ist“, sagt Brauer.