Sechs Schlecker-Filialen sollen in der Großregion geschlossen werden

Schließung von sechs Schlecker-Fialen scheint beschlossene Sache

In der Großregion Trier sollen sechs verschiedene Schlecker-Filialen zeitnah geschlossen werden. Dies gab der Insolvenzverwalter auf einer Betriebsversammlung am heutigen Donnerstag bekannt. Zwölf Arbeitsplätze sind damit akut bedroht. Weitere Streichungen in anderen Filialen drohen aber ebenfalls.

Auf einer Betriebsversammlung am heutigen Donnerstag wurde den Mitarbeitern bei Schlecker offenbart, dass sechs Filialen in der Großregion Trier vor der sicheren Schließung stehen. Das Drogerieunternehmen, das zu den größten in Deutschland zählt, ist in finanzielle Schieflage geraten. Der Konzern ist hochverschuldet und musste kürzlich ein Insolvenzverfahren in die Wege leiten. In den folgenden Monaten plant Schlecker ungefähr 11.000 Stellen bundesweit zu streichen, damit zumindest die restlichen Arbeitsplätze erhalten bleiben können. Insgesamt beschäftigt Schlecker ungefähr 22.000 Männer und Frauen.

In der Großregion Trier sollen sechs Schlecker-Filialen geschlossen werden. Unter anderem betroffen sind die beiden Filialen in Trier, die sich in der Paulinstraße bzw. in der Fleischstraße befinden. Ausschlaggebend für diese Wahl sind die Umsätze, die in den vergangen Jahren erwirtschaftet worden sind. Neben diesen beiden Filialen plant man bei Schlecker auch die Schließung der Geschäfte in Kordel, Salmtal (Ortsteil: Dörbach), Traben-Trabach und Speicher. Insgesamt sind zwölf Mitarbeiter, die in diesen Filialen tätig sind, von den Streichungen direkt betroffen. Von diesen Planungen erfuhren die Mitarbeiter auf einer Betriebsversammlung, die am heutigen Donnerstag stattgefunden hat.

Verdi und Betriebsrat kämpfen für Arbeitsplätze

Die Gewerkschaft Verdi und der Gesamtbetriebsrat von Schlecker haben angekündigt, für die Arbeitsplätze der zwölf Betroffenen zu kämpfen. Derzeit versuche man ein Konzept zu entwickeln, das vielleicht die Arbeitsplätze retten kann. Dies gilt aber als unwahrscheinlich.
Die Gewerkschaft Verdi geht davon aus, dass in der Region Trier weitere Filialen betroffen sein könnten. Immerhin plant Schlecker die Streichung von ungefähr 50 Prozent aller Arbeitsplätze. In der Region Trier würde dies bei 70 Arbeitsplätzen bedeuten, dass 35 Menschen ihren Job verlieren könnten. Eine endgültige Entscheidung darüber soll im jetzigen Monat März getroffen werden.
Die Stellenstreichungen bei Schlecker haben auch am Weltfrauentag zu zahlreichen Protesten geführt, denn das Unternehmen beschäftigt vor allem weibliches Personal. Demnach sind vor allem Frauen von den Streichungen des Konzerns betroffen.
Spätestens Ende März 2012 wird es neue Erkenntnisse über das weitere Vorgehen des Drogerieriesen geben. Bis dahin müssen sich alle Beteiligten in Geduld üben, auch wenn das angesichts der Angst, den eigenen Job verlieren zu können, schwer fällt.