Trier: Obdachlosenhilfe bittet um die Unterstützung der Trierer Bürger

Trier: Obdachlosenhilfe bittet um die Unterstützung der Trierer Bürger

Die verschiedenen Einrichtungen der Obdachlosenhilfe in Trier bitten gerade in der Winterzeit, wenn die Temperaturen sinken um die Unterstützung der Trierer Bürger und Bürgerinnen, damit niemand der Obdachlosen im Freien schlafen muss. Laut den verschiedenen Obdachlosenhilfen gibt es in Trier genügend Schlafplätze, die von Obdachlosen Trieren belegt werden können.

Obwohl Deutschland eines der reichsten Länder der Welt ist, gibt es auch in der Bundesrepublik viele obdachlose Menschen. Dies trifft auch auf die älteste Stadt Deutschlands, Trier, zu. Gerade im Winter können die kalten Temperaturen für viele Obdachlose schwere Folgen haben. Nicht selten sterben obdachlose Menschen, weil sie im Freien übernachten. Die Einrichtungen der Obdachlosenhilfe in Trier bitten aus diesem Grund um die Mithilfe der Trierer Bürger und Bügerinnen. Sie bitten darum, auf obdachlose hilflose Menschen zu achten und im Notfall entweder eine der Einrichtungen der Obdachlosenhilfe oder einen Rettungsdienst zu benachrichtigen. Vor allem in der nächsten Zeit ist das sehr wichtig, da die Temperaturen schon am Wochenende beinahe zweistellige Minusgrade erreichen sollen. Die Obdachlosenhilfe sei gut aufgestellt und vernetzt, heißt es aus dem Trierer Rathaus. Das Sozial- und das Ordnungsamt arbeiten im Arbeitskreis Obdachlosigkeit mit Kliniken, Gesundheitsamt, Polizei, Jobcenter und dem Verein Streetwork Trier zusammen. Im Vordergrund stehe persönliche Betreuung und individuelle Unterstützung.
Angelika Birk, Sozialdezernentin in Trier, stellte in dieser Woche noch einmal klar, dass die Unterstützung der Obdachlosenhilfe nur greifen könne, wenn die Menschen diese auch annehmen. Dies sei leider häufig nicht der Fall. Gerade wenn die obdachlosen Menschen auch noch unter einem Alkoholproblem leiden, sind sie sich oft nicht der Gefahr bewusst, die von den kalten Wintertemperaturen ausgeht.

Obdachlosen-Initiative „Eintritt“ bald selbst obdachlos?

Obdachlosen-Initiative sucht neue Unterkunft

Die Obdachlosen-Initiative Eintritt sucht bis zum Mai 2012 eine neue Unterkunft für ihr Projekt. Das bisherige Haus in der Großen Eulenpfütz 5 soll abgerissen werden. Das Projekt ist komplett ehrenamtlich betrieben und erhält keine Zuschüsse durch die Stadt Trier.

Gerade in den letzten kalten Monaten hat die Obdachlosen-Initiative Eintritt großartiges geleistet und vielen Trierer Obdachlosen die Möglichkeit gegeben, sich zumindest für einige Stunden vor dem kalten Winter zu schützen. Das kleine Haus in der Großen Eulenpfütz 5 wird ehrenamtlich von der Obdachlosen-Initiative betrieben. Sie erhält keine öffentlichen Zuschüsse durch die Stadt Trier, sondern finanziert sich ausschließlich über Spenden. Auch die Miete in Höhe von 250 Euro wurde mittels Spendengeldern entrichtet. Nun soll das Gebäude abgerissen werden. Damit steht die Obdachlosen-Initiative Eintritt vor dem Aus. Immerhin verfügte das Haus in der Großen Eulenpfütz über vier bewohnbare Zimmer, eine Toilette, eine gemütliche Sitzecke und eine große Werkstatt. Diese Einrichtung wurde gerade im Winter stark besucht. Die Obdachlosen-Initiative ist für alle Obdachlosen gedacht, die nicht in das örtliche Asyl, das Benedikt-Labre-Haus, können oder wollen.

Neue Bleibe gesucht

Im Mai 2012 muss die Initiative das Haus in der Großen Eulenpfütz verlassen. Bis zu diesem Zeitpunkt wird dringend eine neue Bleibe gesucht. Große Mietzahlungen kann die Organisation nicht verrichten. Aus diesem Grund wäre ein renovierungsbedürftiges Haus ideal. Im Gegenzug für eine kleine Miete, könnte die Obdachlosen-Initiative Renovierungsarbeiten erledigen und auf diese Weise die neue Unterkunft aufwerten. Das neue Haus müsste idealerweise über fünf Zimmer und eine Nasszelle verfügen. Zudem wäre ein Lagerraum sehr hilfreich. Sollte die Initiative Eintritt keine neue Unterkunft finden, wird das Projekt nicht mehr in diesem Rahmen weiter geführt werden können. Dies wäre vor allem für die im Moment betreuten Obdachlosen ein herber Verlust. Momentan wohnen zwei längerfristig im Haus in der Großen Eulenpfütz. Zwei weitere kommen in eher unregelmäßigen Abständen vorbei und ein Fünfter wird therapiert. Dieses Projekt hat es sicher verdient, fortgeführt zu werden.