Gegendemonstration überstrahlt NPD-Marsch

400 Gegendemonstranten legen NPD-Demo lahm

400 Menschen schlossen sich am Samstag zu einer Gegendemonstration gegen die NPD-Demo zusammen. Lediglich 40 NPDler hatten sich zusammengefunden. Aber auch die Unterstützung für die Gegenseite fiel erstaunlich gering aus.

Oberbürgermeister Klaus Jensen führte zusammen mit seiner Frau Malu Dreyer die Gegendemonstration gegen den NPD-Aufmarsch an. Während Klaus Jensen über 400 Menschen hinter sich wusste, kam die NPD-Demo „nur“ auf 40 NPDler. Zweifelsohne waren dies immer noch 40 Menschen zu viel, die den Kundgebungen des NPD-Kreisvorsitzenden Safet Babic zuhören wollten. Dieser sprach aus einem kleinen Van heraus zu seinen „Anhängern“.

„Trier braucht dich und keine Nazis!“

„Trier braucht dich und keine Nazis!“ war das Motto, unter dem sich die Gegendemonstration bildete. Oberbürgermeister Klaus Jensen sprach zu den gut 400 Menschen, die dem Aufruf gefolgt waren. Er stellte ganz deutlich heraus, dass die Bürger in Trier die Pflicht haben, sich für ein tolerantes und buntes Trier einzusetzen. Nazis und Rechtsextreme dürfen in der Bevölkerung keinen Platz für ihre grausigen Ideen finden.
Dass „nur“ 400 Menschen der Gegendemonstration folgten, ist schon verwunderlich. Immerhin ist die rechtsextreme Gewalt gerade nach den Vorfällen der letzten Monate das bestimmende Thema in den Medien. Nach der Aufdeckung der so genannten „Döner-Morde“ sprachen Politiker und Reporter von rechtsextremem Terror. Vor diesem Hintergrund hat der ein oder andere sicher mit einer stärkeren Beteiligung an der Gegendemonstration gerechnet. Hinzu kommt, dass auch das Parteiverbot der NPD immer noch im Raum zur Diskussion steht. Gerade in Hinblick auf dieses Verfahren können groß angelegte Gegendemonstrationen ein Zeichen setzen.
Dennoch war die Gegendemonstration immerhin um das zehnfache größer als die eigentliche NPD-Demo.

 

Die Bedeutung der Gegendemonstration

Viele Menschen fragen sich, ob solche Gegendemonstrationen eigentlich sinnvoll sind oder ob diese gerade für die Aufmerksam der rechtsextremen Gruppen und Parteien sorgen. Schließlich wäre es auch eine Möglichkeit gewesen, den 40 Anhängern der NPD einfach freien Marsch zu gewähren und sie kategorisch zu ignorieren. Einer Demonstration aus 40 Menschen haftet immer etwas Lächerliches an. Thomas Kupczik von der AG Frieden aus Trier hat dazu ganz eindeutig geantwortet, dass man den Fehler vor gut 80 Jahren schon einmal gemacht habe. Damals haben die Nazis die Straßen für sich alleine gehabt und nach und nach Anhänger hinter sich scharen können. Aus diesem Grund müssen die Gegendemonstrationen immer organisiert werden.

 

 

NPD Demo in Trier – Sperrungen zwischen Hauptbahnhof und Porta Nigra

NPD Demo in Trier – Sperrungen in der Trierer Innenstadt

Heute wird es in der Trierer Innenstadt zu Sperrungen zwischen dem Hauptbahnhof und der Porta Nigra kommen. Grund hierfür ist eine NPD Demonstration und eine angekündigte Gegendemonstration. Von 13.00 bis 19.00 Uhr werden einige Straßen gesperrt sein.

Die für heute angesetzte NPD Demonstration und die schnellstens zusammengerufene Gegendemonstration werden am heutigen Samstag zu Sperrungen in der Trierer Innenstadt führen. Straßen zwischen dem Hauptbahnhof und der Porta Nigra werden für die Veranstaltung gesperrt werden. Die NPD Demonstration beginnt um 13.00 Uhr und endet aller Voraussicht nach um 19.00 Uhr. Natürlich wird es eine Gegendemonstration geben. Klaus Jensen wird um 13.00 Uhr die Demonstration des „Bündnisses gegen Rechts“ eröffnen. Folgende Straßen werden zumindest kurzzeitig während der anhaltenden Demonstration gesperrt werden: Bahnhofstraße, Ostallee, Theodor-Heuss-Allee, Christophstraße, Nordallee, Simeonstiftplatz, Margarethengässchen und der Porta Nigra Platz.

Die Sperrungen von 13.00 bis 19.00 Uhr

Der Bereich vom Hauptbahnhof und der Theodor-Heuss-Allee sowie der Christophstraße beziehungsweise der Nordallee ab/bis zur Theobaldstraße wird in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden. Polizisten sind vor Ort und können gegebenenfalls den Verkehr leiten. Natürlich können im Zuge der Sperrungen auch viele Bushaltestellen nicht angefahren werden. Hier sollten Sie sich frühzeitig informieren. Darüber hinaus herrscht in dem oben genannten Bereich absolutes Parkverbot.