Stadt Trier: Abfallgebühr wird 2013 gesenkt

Stadt Trier: Abfallgebühr wird 2013 gesenkt

Gute vorweihnachtliche Nachrichten für alle Müllkunden in der Stadt Trier: Die Müllabfuhr senkt ihre Abfallgebühren für das kommende Jahr 2013. Auch die Haushalte im Kreis Trier-Saarburg profitieren von den Senkungen. Der Zweckverband ART hat dies in dieser Woche beschlossen.

Gute Nachricht für alle Haushalte in Trier und dem Kreis Trier-Saarburg: Im kommenden Jahr werden zwar die Strompreise und die GEZ-Gebühren deutlich teurer, allerdings senkt der Zweckverband ART die Abfallgebühr. Dies ist vor allem auf den Gebrauch der modernen Abfallaufbereitungsanlage im Entsorgungszentrum (EVZ) Mertesdorf zurückzuführen, denn der produzierte Brennstoff kann zum Teil gewinnbringend verkauft werden. Auf diese Weise ist der Zweckverband im Raum Trier in die glückliche Lage versetzt worden, die Abfallgebühren für die Haushalte in der Stadt Trier und im Kreis Trier-Saarburg für das kommende Jahr zu senken. Für die Leerung der Hausmülltonnen und die damit verbundenen Zusatzleistungen (etwa blaue Tonne, gelber Sack) berechnet der ART künftig im Schnitt 5,6 Prozent weniger. Ein Vier-Personen-Haushalt zahlt im Kreis Trier-Saarburg dann unter 90 Euro pro Jahr für die 80-Liter-Mülltonne plus übrige Leistungen. Bisher sind es 94,44 Euro. Außerdem sinken die Gebühren für Abfälle aus Haushalten und Gewerbe, die im Entsorgungs- und Verwertungszentrum (EVZ) Mertesdorf angeliefert werden, von 153 Euro auf 123 Euro pro Tonne. Die Gebühr für Kleinmengen bis 100 Kilo sinkt sogar auf 9,90 statt bisher 12,50 Euro.

In der Stadt Trier fällt die Vergünstigung ein wenig niedriger aus. Grund hierfür ist der Hol- bzw. Bringdienst der einzelnen Müllmänner, die die Mülltonnen eigenständig bewegen müssen. Dieser Dienst wird nach einem bestimmten Tariflohn gezahlt, der in diesem Jahr angehoben worden ist.

Müllsünder verursachen jedes Jahr enorme Kosten

Müllsünder kosten die Stadt Trier 64530 Euro

Die sogenannten Müllsünder kosten die Stadt Trier jedes Jahr beinahe 65.000 Euro. Dies sind die Kosten, die für die Beseitigung des illegal abgelegten Mülls anfallen. Darüber hinaus sind nicht nur die Kosten extrem hoch, auch der Schaden für die Umwelt kann in manchen Fällen ausufern. Oft findet die Stadt Trier gefährlichen Müll in der Natur, der unachtsam von Müllsündern dort deponiert worden ist.

Die Stadt Trier muss jährlich durchschnittlich knapp 65000 Euro aufwenden, um illegalen Abfall zu beseitigen, der von Müllsündern einfach irgendwo abgelegt worden ist. Insgesamt findet die Stadt Trier im Durchschnitt 260 Tonnen solchen Mülls. Dies entspricht einer Menge, die in zehn großen Sattelschleppern transportiert werden kann. Die Menschen lassen aber nicht nur herkömmlichen Müll unachtsam am Straßenrand liegen, sondern auch sehr schädliche Dinge für die Tierwelt und die Natur. Während Plastiktüten zu den noch harmloseren Sachen gehören, die die Stadt Trier in der Natur vorfindet, werden die Beamten immer häufiger auf Ölkanister und Altöl aufmerksam. Im letzten Mal wurde sogar asbestbelasteter Schiefer, der zutiefst krebserregend ist, entsorgt. Anscheinend fehlt vielen Menschen immer noch das Bewusstsein, mit der Natur verantwortungsvol umzugehen. Hier sollte sich der Staat enventuell die Frage stellen, ob es nicht einer besseren Aufklärung bedarf.
Auch das Naturschutzgebiet Kenner Flur, das eine Größe von 31,4 Hektar hat, ist immer wieder Einsatzort für die Entsorgungstrupps der Stadt Trier. In diesem Naturschutzgebiet lassen sich vor allem viele unterschiedliche Vogelarten nieder, die durch den Müll beeinträchtigt werden können.

Kriminalpolizei ermittelt gegen Müllsünder

In Zulunft werden Müllsünder mit höheren Strafen rechnen müssen. Längst ist die Stadt nicht mehr gewillt, die Vergehen einfach hinzunehmen. Die Kriminalpolizei wird Ermittlungen aufnehmen, wenn die Stadt wieder einmal sogenannten gefährlichen Müll sichergestellt hat. Die Verursacher sollen zur Rechenschaft gezogen werden. Ab 1. Juni 2012 wird ein neues Gesetz in Kraft treten. Dieses sieht bei solchen Vergehen eine Geldstrafe in Höhe von bis zu 10.000 Euro vor. Auch eine Haftstrafe bis zu zehn Jahren kann durch die Gerichte verhängt werden. Kleinere Vergehen sollen durch die Kreisverwaltung in Form der Abteilung Bauen und Umwelt sanktioniert werden. Diese kann Geldstrafen bis zu 10.000 Euro verhängen. Durch diese Arbeitsteilung sollen möglichst viele Müllsünder zur Rechenschaft gezogen werden. In letzter Konsequenz soll dadurch auch das Bewusstsein der einzelnen Akteure für die Problematik gestärkt werden.
Im letzten Jahr wurden insgesamt 118 Bußgeldverfahren eingeleitet. Dadurch konnte die Stadt Trier Bußgelder in Höhe von 14600 Euro einnehmen. In manchen Stadtteilen in Trier setzt die Stadt sogar mittlerweile freiwillige Helfer ein, damit der Müll beseitigt werden kann.