"Nein zum Moselaufstieg!"

Der Moselaufstieg in Trier

Seit den 80er Jahren sprechen die Politiker in Rheinland-Pfalz regelmäßig vom Moselaufstieg. Er soll für die Stadt Trier wahre Wunder bewirken. Trotzdem hat das geplante Bauprojekt in der Stadt selbst und im Umland jede Menge Gegner. „Moselaufstieg – Nein, danke!“, sind Schilder, die man seit Jahren immer wieder am Straßenrand in der Nähe von Trier und an der Mosel entdecken kann.

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Neuer Bundesverkehrswegeplan 2015- Entscheidung über Moselaufstieg

Frühjahr 2013: Letzte Ausfahrt Moselaufstieg

Der Moselaufstieg ist seit einigen Tagen wieder in aller Munde. Grund hierfür ist die Erstellung eines Verkehrsgutachtens über die Region Trier, das von der Landesregierung in Auftrag gegeben wurde. Dieses Gutachten ist wohl die letzte Chance für den Moselaufstieg und auch für die Meulenwaldautobahn.

Das Land Rheinland-Pfalz hat ein neues Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben, in dem die Verkehrslage in und rund um Trier festgehalten werden soll. Ziel ist es, die Verkehrsabläufe in der Moselstadt effizienter und schonender zu gestalten. Damit erhofft man sich eine sich steigernde Lebensqualität in der ältesten Stadt Deutschlands. In diesem Verkehrsgutachten sollen auch wieder der Moselaufstieg und die Meulenwaldautobahn eine Rolle spielen. Damit sind die Diskussionen um die beiden Projekte wieder neu entbrannt. Nun wurde aber deutlich, dass das Problem endlich zu einer Lösung gebracht werden muss.

Neuer Bundesverkehrswegplan 2015

Im Jahr 2015 wird es einen neuen Bundesverkehrswegplan geben. Dies sind Konzepte, die auf 15 bis 20 Jahre ausgelegt sind. Im Grunde ist dieser Plan nichts anderes als eine Liste von Verkehrsprojekten, die durch den Bund unterstützt und teilfinanziert werden. Die Bundesländer müssen ihre geplanten Projekte an das Bundesverkehrsministerium schicken. Die jeweiligen Landesregierungen müssen darlegen, warum das besagte Verkehrsprojekt so wertvoll ist. Aus den eingegangenen Vorschlägen werden dann einige ausgesucht, die durch den Bund gefördert werden. Im Sommer 2012 werden die Länder vom Bund aufgefordert werden, ihre Vorschläge vorzubereiten. Diese müssen dann alle bis zum Frühjahr 2013 abgegeben werden. Sollte sich Rheinland-Pfalz dazu entscheiden, den geplanten Moselaufstieg nicht als Verkehrsprojekt einzureichen, würde dies gleichzeitig das endgültige Aus für die Westumgehung bedeuten. Aus diesem Grund ist der Bundesverkehrswegeplan 2015 die voraussichtlich letzte Chance, um den Moselaufstieg oder die Meulenwaldautobahn zu verwirklichen. Dementsprechend wird spätestens im Frühjahr 2013 eine Entscheidung über diese Verkehrsprojekte gefällt werden müssen. Wie diese dann aussehen wird, kann im  Moment wohl noch niemand voraussagen.

Verkehrsminister Lewentz plant ohne Moselaufstieg und Meulenwaldautobahn

Verkehrsminister Roger Lewentz verweist auf den Koalitionsvertrag

Trotz des Verkehrsgutachtens, das vom Land Rheinland-Pfalz in Auftrag gegeben wurde, möchte der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Roger Lewentz weiterhin auf Moselaufstieg und Meulenwaldautobahn verzichten. Er begründet dies mit dem eindeutigen Koalitionsvertrag.

Das Land Rheinland-Pfalz wird ein Verkehrsgutachten für den Großraum Trier in Auftrag geben, in dem Sachverständige den Verkehr in und rund um Trier analysieren werden. Ziel ist es, die zum Teil überlasteten Straßen der Moselstadt zu entlasten und den öffentlichen Verkehr eventuell zu verbessern. Im Rahmen des Gutachtens soll ebenfalls zum Moselaufstieg, über den seit Jahren diskutiert wird, und über die Meulenwaldautobahn Stellung genommen werden. Dies hatte einige Bürger wieder hoffen lassen, dass beide Verkehrsprojekte eventuell doch umgesetzt werden können. Allerdings schränkte der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Roger Lewentz diese Hoffnung mit Blick auf den eindeutigen Koalitionsvertrag wieder ein. Die Regierung in Rheinland-Pfalz hatte zu Beginn ihrer Amtszeit niedergelegt, dass sowohl der Moselaufstieg, als auch die Meulenwaldautobahn keine echte Option darstellten.
Dennoch hatte Lewentz des Öfteren schon geäußert, dass man in Trier ergebnisoffen diskutieren müsse. Dies beinhaltet aber auch eine weitere Diskussion um die umstrittenen Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur.
Ganz unabhängig von dieser Entscheidung, strebt die Regierung in Mainz eine bessere Verkehrspolitik für Trier an. Aus diesem Grund soll das Verkehrsgutachten auch Lösungsansätze für die Stadt an der Mosel bieten. Vor allem der Pendlerverkehr von und in Richtung des Nachbarlandes Luxembourg belastet die Straßen der Römerstadt enorm. Kilometerlange Staus und zeitliche Verzögerungen sind an der Tagesordnung. Aber auch der Ansatz, das öffentliche Verkehrsnetz zu verbessern alleine wird wohl nicht ausreichen, wenn die Ticketpreise für Bus und Bahn weiter in die Höhe getrieben werden.

Es bleibt abzuwarten zu welchem Schluss das Verkehrsgutachten kommen wird. Mit ersten Ergebnissen kann gegen Ende des Jahres gerechnet werden. Bis dahin wird die Diskussion um den Moselaufstieg wahrscheinlich noch ein wenig die Gemüter erhitzen. Schließlich ist dieser seit Jahren ein Reizthema.

Neue Hoffnung auf den Moselaufstieg

Über den Moselaufstieg wird wieder geredet

Die großen Verkehrsprobleme in und rund um Trier sollen in diesem Jahr genauer unter die Lupe genommen werden. Das Land hat ein Gesamtverkehrsgutachten in Auftrag gegeben, in dem die Verkehrslage beurteilt werden soll. Dieses soll bis Ende des Jahres vorliegen.

Das Land scheint wieder auf die Verkehrslage in und rund um Trier aufmerksam geworden zu sein, denn es wurde ein Gesamtverkehrsgutachten in Auftrag gegeben, dessen Ergebnis Ende des Jahres erwartet wird. In diesem Gutachten soll die Verkehrslage analysiert und eventuelle Lösungen durchleuchtet werden. Das Dokument wird sich auch mit dem umstrittenen Moselaufstieg und der Meulenwaldautobahn beschäftigen. Darüber hinaus sollen Vorschläge gefunden werden, wie der Pendlerverkehr auf der B52 besser organisiert werden kann. Im Gespräch ist der Bau einer zweiten Brücke, um die Fahrbahn der B52 deutlich zu verbreitern.

Das Gutachten soll sich aber auch mit der Infrastruktur der öffentlichen Verkehrsmittel beschäftigen. Bus und Bahnnetze sollen analysiert und bewertet werden. Schließlich kann auch ein besseres Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln dafür sorgen, dass die Straßen in Trier entlastet werden.

Dennoch muss vor allzu viel Euphorie gewarnt werden, denn sowohl der Moselaufstieg, als auch die Meulenwaldautobahn sind seit Jahren immer wieder ein Thema, das diskutiert und danach zur Seite geschoben wird. Allerdings ist es schon mal ein gutes Zeichen, dass die Projekte niemals ganz „ad acta“ gelegt worden sind.
Einem älteren Gutachten folgend, sollen der Moselaufstieg und auch die Meulenwaldautobahn für eine tägliche Entlastung von ungefähr 10.000 Autos sorgen. Der Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hatte bereits bei seinem letzten Besuch in der Region Trier dazu aufgefordert, schnellsten notwendige Straßenbaunahmen zu nennen, die durch den Bund finanziell unterstützt würden.