Konzert der verschiedenen Weltreligionen 2012 in Trier

Weltkonzert der Religionen im Kurfürstlichen Palais

Am 30. Januar 2012 wird das dritte Weltkonzert der verschiedenen Religionen im Kurfürstlichen Palais stattfinden. Diese Art der Musik zeichnet sich durch ihre Internationalität aus, denn die Besucher bekommen Lieder aus den unterschiedlichsten Religionen dieser Welt zu hören.

 

Ende des Monats, genauer gesagt am 30. Januar 2012, wird das Kurfürstliche Palais Austragungsort des dritten Weltkonzerts verschiedener Religionen. Die Besucher bekommen musikalische Leckerbissen aus den unterschiedlichsten Religionen und Regionen dieser Welt zu hören. Das Konzert wird unter anderem von der jüdischen Kultusgemeinde, der evangelischen und katholischen Kirche, der muslimischen Gemeinde und der Baha`i-Gemeinde organisiert. Das Musikangebot könnte vielfältiger nicht sein. Außerdem wird eine stärkere Bindung zwischen den Religionen gefördert.
Die Künstler Yasmin Liu Jidong und Harry Iman werden auf unterschiedlichen Instrumenten klassische chinesische und mongolische Musik begleiten. Darüber hinaus wird der Frauenchor Schalom-Kalinka jüdische Lieder vortragen. Auch das Vokalensemble Quarter past Seven wird an diesem besonderen Abend mit von der Partie sein und Chorlieder aus ganz verschiedenen Kulturen zum Besten geben. Neben diesen bereits erwähnten kulturellen Höhepunkten werden natürlich noch weitere an diesem Abend zu erleben sein.

Aber nicht nur musikalisch wird der 30. Januar 2012 viel zu bieten haben. So wird auch das Trierer Manifest von verschiedenen Vertretern der Weltreligionen verlesen, um die Menschen daran zu erinnern, dass zwischen den unterschiedlichen Weltanschauungen Frieden herrschen sollte.
Zu diesem Zweck wird auch seit über 60 Jahren in ungefähr 80 Ländern dieser Welt der Weltreligionstag gefeiert. Viele Menschen lehnen andere Religionen ab, weil sie ihnen fremd erscheinen. Zahlreiche Initiativen versuchen mit unterschiedlichen Mitteln dieser Fremdheit zu begegnen, damit aus Furcht gegenüber einer anderen Religion langsam Anerkennung werden kann.

 

Das Kurfürstliche Palais

Ganzansicht des Kurfürstlichen Palais in Trier

Ganzansicht des Kurfürstlichen Palais in Trier

Die Geschichte des Kurfürstlichen Palais

Der Baubeginn des Kurfürstlichen Palais

Das Kurfürstliche Palais ist eine Schlossanlage im Herzen Triers, die aus vier Flügeln besteht. Der Nord- und Ostflügel wurde unter Lothar von Metternich fertiggestellt, der 1615 mit dem Bau des Kurfürstlichen Palais begonnen hatte. Dieses schließt sich direkt an die Basilika an, die auch die Westfront bildet. Der West- und Südflügel des Kurfürstlichen Palais wurde erst unter Philipp Christoph von Sötern fertiggestellt. Dieser war es auch, der ein Niederschloss in Auftrag gab, welches sich noch an das Kurfürstliche Palais anschloss. Dieses enthielt den Haupteingang, das Wirtschaftsgebäude und den Roten Turm, der als Kanzleigebäude und als Archiv genutzt wurde. Dennoch konnte auch Philipp Christoph von Sötern das Kurfürstliche Palais nicht vollkommen vollenden lassen. Dieses Kunststück gelang erst Carl Caspar von der Leyen. Nach Abschluss der Bauarbeiten wurde das Kurfürstliche Palais auch unter dem Namen „Petersburg“ geführt.

Die Funktion des Kurfürstlichen Palais

Zunächst diente das Kurfürstliche Palais, wie der Name schon erahnen lässt, als Sitz des Kurfürsten in Trier. Jedoch änderte sich die Funktion mit dem Einmarsch Napoleons. Dieser ließ aus dem Kurfürstlichen Palais ein Lazarett mit angeschlossener Kaserne machen. Diese Umgestaltung übernahm dann auch die preußische Regierung, die bis 1930 die französische Tradition weiterführte.

Das Kurfürstliche Palais im Konflikt mit der Basilika

1844 kam es zu einem Konflikt zwischen zwei ehrwürdigen Bauwerken. Das Kurfürstliche Palais musste zu Teilen abgerissen werden, damit es möglich war, die Konstantinbasilika wieder aufzubauen. Hierfür musste man den kompletten Westflügel und Teile des Südflügels des Kurfürstlichen Palais abreißen.

Kurfürstliches Palais Trier

Kurfürstliches Palais Trier

Die Auswirkungen des 2. Weltkrieges und die Nachkriegszeit

Der nächste große Einschnitt in der Geschichte dieses Gebäudes ist mit 1944 datiert. In den Wirren des zweiten Weltkrieges wurden das Kurfürstliche Palais und große Teile der Basilika zerstört. Bombenangriffe hatten beide Gebäude stark beschädigt. Aus diesem Grund wurden in den 50ger Jahren des 20. Jahrhunderts aufwendige Restaurationsarbeiten durchgeführt. Allerdings verzichtete man darauf, das Niederschloss wiederherzustellen. 1956 bezog die Bezirksregierung das Kurfürstliche Palais. Mit diesem Einzug wurde die Tradition erhalten, dass die Machthabenden in Trier ihre Residenz im Kurfürstlichen Palais haben. Vom ursprünglichen Gebäude, das von Metternich in Auftrag gegeben war, ist heute nur noch der Nord- bzw. Ostflügel übrig. Über die Jahre war das Kurfürstliche Palais Teil einer bewegenden Geschichte und wurde nicht selten nach den Maßstäben des jeweiligen Kurfürsten umgestaltet.

Die Gartenfassade

Bei einem Besuch des Kurfürstlichen Palais sollte man sich auf jeden Fall die Gartenfassade des Südflügels anschauen. Die Farbfassung wurde in den Jahren 1976/77 rekonstruiert und ist ein Beispiel für spätbarocke Dekoration und Architektur. Der Besucher findet einen Segmentgiebel vor, der mit bekannten Göttern geschmückt ist. Hier trifft man auf Ceres, Pomona und Apollon. Des Weiteren gibt es auch noch Einiges auf der Attika des Kurfürstlichen Palais zu entdecken. Dort stehen die vier Tageszeiten. Zusammen mit den vier Jahreszeiten, die auf dem Postament des Balkons symbolisiert sind, wird die Hoffnung auf eine glückliche Amtszeit des jeweiligen Kurfürsten ausgedrückt. Besonders wird hier die Amtszeit von Johann Philipp von Walderdorff hervorgehoben, der diese Symbole auch in Auftrag gegeben haben soll.

Das Kurfürstliche Palais in Trier mit Gartenanlage

Das Kurfürstliche Palais in Trier mit Gartenanlage

Das Kurfürstliche Palais in der Moderne

All diejenigen, die das Kurfürstliche Palais für einen abgeschlossenen Bau halten, werden sich wundern. Schon damals gab es Pläne für die Gartenanlage. Allerdings fehlte das nötige Geld. Seit 1981 baut die Stadt Trier an den Gärten des Kurfürstlichen Palais. Dies soll nach den Originalplänen geschehen.

Das Kurfürstliche Palais ist sicherlich ein Besuch wert, denn es besticht durch eine eigene bewegende Geschichte und zeigt dem kundigen Auge, vielfältige Merkmale der verschiedenen Epochen der Kunstgeschichte.

Kurfürstliches Palais Trier

Kurfürstliches Palais Trier