Kreis Trier-Saarburg: Viele Straßen in der Region sind in schlechtem Zustand

Kreis Trier-Saarburg: Viele Straßen in der Region sind in schlechtem Zustand

Im Landkreis Trier-Saarburg ist seit Jahren bekannt, dass sehr viele Straßen in einem sehr schlechten Zustand sind. Auch wenn neue Erhebungen ergeben haben, dass sich die Lage seit 2006 in der Großregion leicht verbessert hat, sind immer noch 43 Prozent der Straßen in einem Zustand, die eine Erneuerung bzw. aufwendige Ausbesserungsarbeiten erfordern.

Für viele Autofahrer sind sie der eigentliche Albtraum im Straßenverkehr: schlechte Straßen. Leider gibt es im Landkreis Trier-Saarburg sehr viele davon und die zuständige Behörde hat Schwierigkeiten, den Ausbesserungsarbeiten nachzukommen. Neuen Erhebungen zufolge sind im Landkreis Trier-Saarburg 43 Prozent der Straßen in einem ausbesserungsbedürftigen Zustand. Damit weist beinahe jede zweite Straßen in Trier und Umgebung zumindest leichte bis mittelschwere Schäden auf. Allerdings hat sich die Lage seit 2006 auch deutlich verbessert, denn damals lag der Wert noch deutlich höher. Im landesweiten Vergleich schneidet der Kreis Trier-Saarburg unterdurchschnittlich ab. Allerdings ist das Kreisstraßennetz mit 454 Kilometern auch länger als in den meisten anderen Kreisen. Der Landkreis Trier-Saarburg hat im aktuellen Haushalt 2013 etwa fünf Millionen Euro für die Sanierung der Kreisstraßen bereitgestellt. Auch wenn diese Summe bei weitem nicht ausreichen sollte, viel auf diesem Gebiet zu bewegen, muss hier die Politik der kleinen Schritte betrieben werden, damit die Straßen im Landkreis Trier-Saarburg nach und nach wieder besser werden. Außerdem hat der Trier-Saarburger Kreistag im Dezember beschlossen zusätzlich 800.000 Euro für Ausbaumaßnahmen (freie Strecken, keine Ortsdurchfahrten) sowie weitere 400.000 Euro für oberflächliche Reparaturmaßnahmen  bereitzuhalten.

An diesen Straßen wird derzeit im Landkreis Trier-Saarburg gebaut oder noch in diesem Jahr mit den Arbeiten begonnen:

Folgende Baumaßnahmen werden aus 2012 fortgesetzt:

  • K 65, OD Morscheid
  • K 67, OD Osburg
  • K 79, OD Kenn, 2.BA
  • K 68, OD Mandern, 2.BA
  • K 22, OD Kordel, 1. BA
  • K 62, K 63 – Lonzenburg

Neue Maßnahmen für das Jahr 2013:

  • K 77/K78, OD Mertesdorf, 1.390 m, Kosten 1.100.000,-, Bau in 2013/2014
  • K 26 – Lorich – L 43, 2.085 m, Kosten 1.900.000,-, Bau in 2013/2014
  • K 112, Rommelfangen – L 134, 1.010 m, Kosten 550.000,-, Bau in 2013
  • K 1, OD Kersch + freie Strecke, 660 m, Kosten 600.000,-, Bau in 2013
  • K 127, OD Kastel-Staadt, 963 m, Kosten 1.100.000,-, Bau in 2013 / 2014
  • Neubau Saarbrücke Wiltingen, Kosten 3.250.000,-, Bauzeit 2013 – 2015

Kreis Trier-Saarburg: Nirgendwo sonst gibt es so viele Minijobs

Kreis Trier-Saarburg: Nirgendwo sonst gibt es so viele Minijobs

Eine aktuelle Auswertung der Datenbank der Hans-Böckler-Stiftung über die prozentuale Verteilung der Minijobs in Deutschland hat ergeben, dass es in keinem Landkreis mehr Minijobs als im Kreis Trier-Saarburg gibt. Einzig in der Stadt Delmenhorst ist die Quote der Minijobs noch höher als in Trier und Umgebung. Vor allem Frauen sind in Minijobs beschäftigt.

Die Hans-Böckler-Stiftung hat in dieser Woche eine aktuelle Auswertung ihrer Datenbank über die bundesweite Verteilung von Minijobs veröffentlicht. In dieser Auswertung wurden die Minijobs in allen Städten und Landkreisen erfasst und auf die Gesamtzahl der Arbeitsplätze und die Arbeitnehmer hochgerechnet. Der Kreis Trier-Saarburg ist der Landkreis mit den meisten Minijobs deutschlandweit. Bezieht man die Städt noch mit ein, dann liegt der Kreis Trier-Saarburg auf dem zweiten Platz, denn die Verteilung von Minijobs ist nur noch in der Stadt Delmenhorst höher. Die Auswertung hat weiterhin ergeben, dass die Verteilung von Minijobs auch vom Geschlecht abhängig ist. So sind tendenziell mehr Frauen in Minijobs angestellt als Männer. Dies hat vor allem noch mit der alten Rollenverteilung in vielen Familien zu tun. Dieser Umstand wird auch noch durch einen weiteren Blickpunkt bestärkt: Die Verteilung von Minijobs folgt einem Stadt-Land-Gefälle. In ländlichen Gegenden gibt es der Auswertung zufolge mehr Minijobs als in der Stadt. Viele Frauen auf dem Land sind in Minijobs tätig, da es nicht genügend freie Plätze in der Kinderbetreuung für den eigenen Nachwuchs gibt.

Kreis Trier-Saarbug verfügt über wenig Industrie und hat viele Luxemburgpendler

Die Agentur für Arbeit in Trier hat darauf hingewiesen, dass die Auswertung der Stiftung im Landkreis Trier-Saarburg mit Vorsicht zu genießen ist, denn in dieser werden weder die vielen Luxemburgpendler, noch die wenige Industrie, die sich hier angesiedelt hat, berücksichtigt. Des Weiteren führt die Arbeitsagentur Trier an, dass es sich für viele auf dem Land nicht lohne, weiter zu fahren, um ein paar Stunden mehr zu arbeiten.

Gewerkschaften in Rheinland-Pfalz kritisieren Minijobs

Auch wenn viele Menschen über die Minijobs eine Möglichkeit haben, sich am Arbeitsmarkt verdient zu machen, wird dieser Beschäftigungszustand immer mehr von den Gewerkschaften in Deutschland kritisiert. Eigentlich waren die Minijobs früher dazu gedacht, unqualifizierte Arbeitskräfte wieder in die Wirtschaftswelt zu integrieren. Auch Studenten sollten die Möglichkeit erhalten, neben dem eigentlichen Studium ein wenig Geld dazu zu verdienen. Des Weiteren erhoffte man sich, Menschen über einen Minijob zu einer Vollzeitstelle zu bringen. All diese Hoffnungen haben sich laut den Gewerkschaften nicht erfüllt, denn das Modell Minijob ist längst zu einem Zugpferd für Arbeitgeber geworden. Viele Menschen bleiben lange Zeit in ihren Minijobs gefangen und bekommen gerade keine Vollzeitstelle angeboten. Der Grund hierfür ist einfach: Meistens ist es für Arbeitgeber günstiger, mehrere Minijober und dafür gerade keine Vollzeitkraft einzustellen. Auf diese Weise haben sich die Minijobs zu den natürlichen Feinden von Vollzeitstellen entwickelt. Zudem fördern Minijobs die Altersarmut, denn diese beginnt, wie mittlerweile eigentlich bekannt ist, mit der Erwerbsarmut. Auch die Politik wird von den Gewerkschaften scharf kritisiert, denn anstatt mehr Vollzeitstellen zu fördern, wurden erst in diesem Jahr die Freibeträge für Minijobs auf 450 Euro erhöht. Damit werden laur den Gewerkschaften falsche Anreize gesetzt. Erst Erechnungen haben ergeben, dass jemand, der die meiste Zeit seines Lebens in einem Minijob gearbeitet hat, nach 45 Berufsjahren 182 Euro Rente bekommen würde. Es ist nicht verwunderlich, dass die Gewerkschaften da von Altersarmut ausgehen.