Kastanienbaum wurde im Oktober 2012 kontrolliert

Kastanienbaum wurde im Oktober 2012 kontrolliert

Der Kastanienbaum in der Trierer Innenstadt, der in dieser Woche traurige Berühmtheit erlangt hat, wurde erst im Oktober 2012 von der Stadt Trier auf seine Standfestigkeit überprüft. Damals wurden keine Mängel oder Gefahrrisiken festgestellt. Derweil hat der Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen auf einer Pressekonferenz versichert, dass die Stadt eine lückenlose Aufklärung betreiben werde.

Hätte das Unglück, das in dieser Woche das Leben einer aus Trier stammenden Frau gekostet hat, verhindert werden können? Die Stadt Trier gab gestern bekannt, dass der Kastanienbaum, der am Donnerstag umgefallen war, erst im Oktober 2012 überprüft worden war. Die Kontrolle, die vor allem dazu diente, die Standfestigkeit des Baums zu überprüfen, hatte damals keine Auffälligkeiten ergeben. Aus diesem Grund setzte die Stadt Trier den Kastanienbaum auch nicht auf eine interne Liste, auf der alle zu fällenden Bäume der Stadt auftauchen. Die Baudezernentin Kaes-Torchiani, die auch für das Grünflächenamt zuständig ist, gab bekannt, dass man sich in Trier bei den Kontrollen der Bäume an bundesweit anerkannten Richtlinien orientiere. Dennoch sei es nicht auszuschließen, dass immer ein Restrisiko bleibt, auch wenn die Standhaftigkeit bei einer solchen Kontrolle nicht beanstandet wird. Welche Ursache letztlich für das Umfallen des Kastanienbaums verantwortlich war, wird erst das Gutachten klären können, das von der Staatsanwaltschaft in Trier in Auftrag gegeben wurde. Bis dahin wird die Stadt Trier ihre Kontrollmaßnahmen nicht ändern. Außerdem gab das Grünenflächenamt bekannt, dass es keine Sonderüberprüfungen von den restlichen Kastanien in Trier geben werde.

Zeuge kritisiert Feuerwehr

Derweil muss sich die Feuerwehr in Trier mit der Kritik eines Augenzeugen auseinandersetzen. Dieser hatte in dieser Woche berichtet, dass die Einsatzkräfte erst zehn Minuten nach dem Notruf angekommen sind. Außerdem hatten die Feuerwehrleute keine entsprechende Ausrüstung dabei. Thomas Egger, Feuerwehrdezernent in Trier, hat diese Vorwürfe bereits weit von sich gestoßen. Er bekräftigte, dass die Einsatzkräfte nach drei Minuten am Unfallort mit der passenden Ausrüstung eingetroffen sind. Der Unglücksfall wird die Stadt Trier weiter in Atem halten.

Schweres Unglück in der Trierer Innenstadt-Umgestürzter Baum fordert ein Todesopfer

Schweres Unglück in der Trierer Innenstadt-Umgestürzter Baum fordert ein Todesopfer

Am gestrigen Donnerstag ist in der Trierer Innenstadt ein Baum umgestürzt und hat auf diese Weise ein Todesopfer gefordert. Weitere Menschen wurden verletzt oder erlitten einen Schock, der psychologisch behandelt werden muss. Vor allem Schüler sind Zeugen des Unglücks geworden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt und ein Gutachter soll die Ursache des Unglücks ergründen.

Am gestrigen Donnerstag ist in der Trierer Innenstadt ein Baum auf arglose Passanten gestürzt (wir haben berichtet). Der Bereich zwischen Dietrichstraße und Treverispassage wurde am frühen Nachmittag zum Einsatzort für die Polizei und die Feuerwehr. Leider hat der umfallende Kastanienbaum ein Todesopfer unter den Passanten, die sich gerade nichts ahnend in der Nähe aufgehalten haben, gefordert. Weitere Menschen wurden nach Angaben der Polizei und der Rettungskräfte leicht bis mittelschwer verletzt. Viele Zeugen, unter denen vor allem Schüler gewesen sein sollen, erlitten einen medizinisch signifikanten Schock. Das Todesopfer ist eine Frau, die, wie mittlerweile bekannt gegeben wurde, aus Trier stammt. Die Bergung der Frau kann zunächst nicht direkt durchgeführt werden. Aus diesem Grund musste die Unfallstelle am Anfang mit Planen abgedeckt werden.

Gutachter soll Ursache heute klären

Der Kastanienbaum, der eine Höhe von 13 Meter gehabt hat, ist kurz über dem Boden gebrochen. Ersten Einschätzungen zufolge soll der Baum im Inneren des Stammes morsch gewesen sein. Zum Zeitpunkt des Unfalls hatte es weder starken Wind noch andere äußere Umstände gegeben, die einen umfallenden Baum erklären könnten. Ein Gutachter, der von der Staatsanwaltschaft in Trier eingesetzt worden ist, soll die genaue Ursache heute klären. Auch die Spurensicherung der Polizei hat am gestrigen Donnerstag die Situation vor Ort analysiert. Ergebnisse sind noch nicht bekannt.

Die Stadt Trier trägt die Verantwortung für die Standsicherheit der Bäume. Laut Angaben des städtischen Sprechers werden alle Bäume auf dem Stadtgebiet einmal im Jahr auf ihre Standsicherheit kontrolliert. Sollten bei diesen Kontrollen Sicherheitsmängel festgestellt werden, setzt die Stadt Trier diese Bäume auf eine eigene Liste. Auf diese Weise werden jährlich die Bäume, von denen eine gewisse Gefahr ausgehen kann, gefällt. Der Kastanienbaum, der nun zu diesem Unglück geführt hat, stand nicht auf einer solchen städtischen Liste.

Klaus Jensen kündigt Aufklärung an

Während die Ordnungskräfte in Trier vor Ort die Situation analysiert haben, kündigte der Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen unterdessen an, dass er sich für eine lückenlose Aufklärung einsetzen werde. Ein wichtiger Schritt in diesem Aufklärungsprozess wird das Gutachten sein, das in den kommenden Tagen erstellt werden wird. Sollte dieses feststellen, dass der Baum schon seit längerem morsch gewesen ist und auf diese Weise ein erhöhtes Gefahrenpotenzial beinhaltet hat, könnten auf die Stadt Trier juristische Konsequenzen zukommen.