Weiberdonnerstag 2013 in Trier: Das erwartet die „Narren“

Weiberdonnerstag 2013 in Trier: Das erwartet die „Narren“

In wenigen Tagen findet die traditionelle Karnevalsfeier anlässlich Weiberdonnerstag auf dem Trierer Hauptmarkt statt. Nach den Ausschreitungen im vergangenen Jahr, wird sich in diesem Jahr einiges für die „Narren“ in Trier ändern. Die Trierer Polizei wird an Weiberdonnerstag verstärkt durch die Trierer Innenstadt patrouillieren. Außerdem hat die Stadt Trier für den gesamten Tag ein Alkoholverbot in der Trierer Innenstadt verhängt. Wie viel diese Maßnahmen nützen werden, wird sich erst nach Weiberdonnerstag feststellen lassen.

In den vergangenen Jahren waren die Partys anlässlich Weiberdonnerstag auf dem Hauptmarkt in Trier immer wieder etwas ganz besonderes. Auch für dieses Jahr wird die Feier auf dem Trierer Hauptmarkt etwas ganz besonderes werden, denn die Stadt Trier hat auf die Ausschreitungen aus dem letzten Jahr reagiert und einige Maßnahmen getroffen. An Weiberdonnerstag wird es zum ersten Mal ein generelles Alkoholverbot in der Trierer Innenstadt geben. Alkoholische Getränke dürfen zwischen dem Viehmarkt und der Porta Nigra nicht mehr konsumiert werden. Karneval ohne Alkohol wird sicherlich für den einen oder anderen „Narren“ eine ganz neue Erfahrung und viele werden sich gerade aus diesem Grund wohl das erste Mal die Frage stellen, ob Karneval schon immer so langweilig gewesen ist. Neben dem Alkoholverbot in der Trierer Innenstadt möchte die Stadt Trier in diesem Jahr vor allem mittels Polizeikontrollen für Ordnung sorgen. Beamte sollen den ganzen Tag über durch die Trierer Innenstadt patrouillieren. Auch das Ordnungsamt in Trier wird sich an diesen Kontrollen beteiligen.

Rettungsdienste in Trier sollen vorbereitet sein

Sollten Jugendliche und Erwachsene dennoch zu erhöhtem Alkoholkonsum neigen, werden die Rettungsdienste vorbereitet sein. „In Zusammenarbeit mit dem Brüder- und Mutterhaus wird die Toni-Chorus-Halle zum Behandlungsplatz umfunktioniert“, erklärt Andreas Kirchartz von der Berufsfeuerwehr Trier. „Dort wird sich auch das Führungs- und Lagezentrum befinden.“ Auch der Großraum-Rettungswagen, der 2012 auf dem Domfreihof zum Einsatz kam, sei in Bereitschaft.

Auch das Jugendamt wird vor Ort sein, um beispielsweise die Eltern betrunkener Jugendlicher zu informieren.
Bei all diesen Vorsichtsmaßnahmen bleibt nur zu hoffen, dass überhaupt noch irgendwer auf den Hauptmarkt in Trier kommt. Alle richtigen Karnevalisten sollten sich vorsichtshalber auf einen „ausgedünnten“ Trierer Hauptmarkt vorbereiten.

Weiberfastnacht 2013 auf dem Hauptmarkt in Trier

Weiberfastnacht 2013 auf dem Hauptmarkt in Trier

Nachdem der Weiberdonnerstag in diesem Jahr auf dem Trierer Hauptmarkt aus der Sicht der Stadt Trier in einem Desaster geendet ist. hat die Stadtverwaltung deutliche Änderungen für die nächste Party auf dem Hauptmarkt in Trier angekündigt. An Weiberdonnerstag 2013 wird es in weiten Teilen der Innenstadt in Trier ein Alkoholverbot geben. Zusätzlich wird das Glasverbot auf dem Trierer Hauptmarkt verstärkt.

In dieser Woche hat der Trierer Karneval zumindest eine gute Nachricht von der Stadt Trier erhalten: Auch im nächsten Jahr dürfen die Narren in Trier an Weiberdonnerstag auf dem Trierer Hauptmarkt öffentlich feiern. Allerdings betonte die Stadt, dass die Eindrücke aus diesem Jahr noch nachwirken würden. Aus diesem Grund wird die Party zum Weiberdonnerstag 2013 etwas anders verlaufen als das noch in diesem Jahr der Fall gewesen ist. Die Stadt Trier hat beschlossen, dass die Feier andere Rahmenbedingungen braucht. An Weiberfastnacht 2013 gilt in weiten Teilen der Altstadt ein Alkohol- und auf dem Hauptmarkt zusätzlich ein Glasverbot. Mehr als 100 Polizeibeamte und Rathausmitarbeiter sollen über die Einhaltung wachen.

Weiberdonnerstag 2012 war ein Schock

Das neue Konzept wurde vor dem Hintergrund des immer noch tiefsitzenden Schocks vom 16. Februar dieses Jahres erarbeitet. 60 junge Leute mussten damals mit zum Teil lebensbedrohlichen Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus gebracht werden; außerdem zählte die Polizei 42 Straftaten. Viele Jugendliche und junge Erwachsene hatten sich alleine zu dem Zweck auf dem Hauptmarkt versammelt, um sich mit selbst mitgebrachten Alkoholika bis zur Besinnungslosigkeit zu betrinken. Als die Stimmung immer aggressiver wurde, sprach die Polizei 100 Platzverweise aus und nahm neun Personen in Gewahrsam.

Ob sich dies mit den neuen Auflagen im nächsten Jahr verhindern lässt, ist momentan noch nicht abzusehen. Dennoch ist die Polizei in Trier dankbar, dass sie an Weiberdonnerstag 2013 zumindest ein Handlungsinstrumentarium der Stadt Trier erhält, damit die Beamten früh eingreifen können. Noch offen ist, ob die von der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK) geplante traditionelle Hauptmarktfete mit Prinzenproklamation in verkürzter Version (Ende bereits um 13 Uhr) genehmigt wird.
Verabschiedet werden soll die Gefahrenabwehrverordnung am kommenden Donnerstag vom Stadtrat.

 

Trierer Stadtrat diskutiert über Weiberdonnerstag

Trierer Stadtrat diskutiert über Weiberdonnerstag 2012

Am Dienstag hat der Trierer Stadtrat über die Ausschreitungen am Weiberdonnerstag in diesem Jahr diskutiert. Vor allem der große Alkoholkonsum vieler Jugendlicher hatte den Weiberdonnerstag zu einem schwarzen Tag für Polizisten und Rettungskräfte gemacht. Nun will die Politik Konsequenzen ziehen.

Wie schon mehrfach berichtet, hat die diesjährige Feier auf dem Hauptmarkt in Trier an Weiberdonnerstag für reichlich Empörung gesorgt. Gerade der Alkoholkonsum unter Jugendlichen hatte für reichliche Einsätze der Polizei und der Rettungskräfte gesorgt. Neben Alkoholvergiftungen wurden vor allem Schlägereien von den Beamten registriert.
Die Politik hat auf diese Ausschreitungen reagiert und der Stadtrat Trier hat am Dienstag eine erste Diskussionsrunde zu diesem Thema gestartet. In den kommenden Monaten sollen Mittel und Wege gefunden werden, wie der Alkoholkonsum unter Jugendlichen in der Zukunft zumindest vermindert werden kann. Allerdings scheinen die unterschiedlichen Parteien im Stadtrat vor einer Art Wand zu stehen, denn niemandem will eine passende Lösung einfallen. In der nächsten Zeit soll ein Katalog mit möglichen Maßnahmen zusammengestellt werden, der dann als Grundlage für eine effektive Diskussion genutzt werden soll. Jungpolitiker hatten in den vergangenen Tagen bereits mehrfach geäußert, dass sich die Stadt Trier mehr einbringen müsse. Vor allem Aufklärungsunterricht müsse bei den Jugendlichen betrieben werden, damit diese endlich verstehen würden, dass Alkohol nicht „cool“ ist. Die Stadt wies dies allerdings in Form von Bürgermeisterin Birk, die zudem für die Jugend zuständig ist, zurück und sagte ihrerseits, dass nun auch Eltern und andere Erwachsene gefordert seien. Die staatlichen Einrichtungen könnten nicht noch mehr Verantwortung übernehmen.

Ob der Stadtrat Trier zu konstruktiven Ergebnissen kommt, bleibt abzuwarten. Eines ist auf jeden Fall sicher: Die Lösung für das Problem, dass viele Jugendliche zu viel Alkohol trinken, wird man nicht einfach finden können, denn die Ursachen sind oft sozialer Art, die nicht leicht zu beheben sind.
Vielleicht hat das Jugendparlament in Trier, das sich ebenfalls mit diesem Thema beschäftigen möchte, zündende Ideen.

Jungpolitiker fordern mehr Aufklärung zum Thema Alkohol

Der Weiberdonnerstag 2012 zieht weiter seine Kreise

Aufgrund der Alkoholexzesse vieler Jugendlicher an Weiberdonnerstag ist die kommunale Politik auf der Suche nach geeigneten Maßnahmen, um die Ausschreitungen in Zukunft mindern zu können. Viele Jungpolitiker fordern von der Stadt Trier eine bessere Aufklärung der Jugendlichen. Ein generelles Alkoholverbot helfe auf Dauer nicht, vielmehr braucht die Jugend eine gesündere Einstellung zum Thema Alkohol.

Die Jungpolitiker in Trier fordern die Stadt auf, bessere Aufklärungsveranstaltungen zum Thema Alkohol in Trierer Schulen zu organisieren. Sie sehen in diesem Weg die einzige Möglichkeit, Ausschreitungen, wie sie am Weiberdonnerstag 2012 auf dem Hauptmarkt stattgefunden haben, in Zukunft zu verhindern. Ein generelles Alkoholverbot halten sie für wenig sinnvoll, denn nicht die Veranstaltung als solche sei das Problem, sondern die Einstellung vieler Jugendlicher zum Thema Alkohol. Auch wenn dieser Umstand beinahe aus dem öffentlichen Leben verschwunden ist, bleibt Alkohol immer noch ein Genussmittel, das Personen abhängig machen kann.
Die Jungpolitiker der Jungen Union und der Jungen Liberalen schlagen daher vor, im Zeitraum unmittelbar vor Fastnacht Veranstaltungen in Schulen abzuhalten, um die dortigen Schüler aufzuklären. Sie sehen hier einen großen Verantwortungsbereich der Stadt Trier.

Reicht reine Aufklärung aus?

Fraglich ist allerdings, ob dieses Konzept wirklich praxistauglich ist. Alkohol ist längst zu einer Modeerscheinung bei jungen Menschen geworden. Es geht einzig darum, diesen zu konsumieren, um cool zu sein. Ein wenig Aufklärung vor Fastnacht wird an dieser Einstellung wahrscheinlich nichts ändern. Getrunken wird, weil es weite Teile der Jugendlichen „Bombe“ finden, wenn sie „rack“ sind. Irgendwie scheint dies fast so etwas, wie der Zeitgeist der heutigen Jugend zu sein. Wer glaubt, dass dieses Phänomen nur bei Kindern der so genannten „Unterschicht“ ein Problem darstellt, der täuscht sich gewaltig. Dort mag es vielleicht weiter verbreitet sein, das Problem als solches macht aber vor einem soliden Elternhaus keinen Halt.

Verbesserungen für Weiberdonnerstag 2013

Wenn man wirklich effektive und kurzfristige Verbesserungen für Weiberdonnerstag erreichen will, sollte man zunächst daran denken, den Austragungsort zu wechseln. Es muss ja nicht direkt auf dem Hauptmarkt gebrochen und uriniert werden. Es gibt sicherlich Orte, an denen solches Verhalten weniger belastend für Mitmenschen ist. Gerade die Ladenbesitzer, die jedes Jahr an Weiberdonnerstag um ihr Geschäft fürchten müssen, werden zustimmen. Auch ist nicht ersichtlich, warum die Festlichkeiten auf dem Hauptmarkt stattfinden müssen. Ein Bezug zwischen Feier und Veranstaltungsort kann man nun wirklich nicht erkennen. Darüber hinaus sollte darüber nachgedacht werden, den Alkoholverkauf einzustellen. Ausschließlich Softdrinks sollte an den Ständen verkauft werden.  Dazu sollte man das Mitbringen von eigenen Getränken nicht gestatten. Im Umkehrschluss muss die Stadt Trier in die Pflicht genommen werden und die Getränke subventionieren, damit die Preise bezahlbar sind. Immerhin ist es sinnvoller, das Geld in Softdrinks zu investieren, als in betrunkene Menschen, die versorgt werden müssen.  Jugendliche oder auch Erwachsene, die an den weiterhin bestehenden Polizeikontrollen durch aggressives Verhalten oder zu großen Alkoholkonsum auffallen, dürfen die Festlichkeiten erst gar nicht betreten. Zieht man dieses Programm konsequent durch, wird der Weiberdonnerstag in der Zukunft bedeutend ruhiger verlaufen.

Kein Todesopfer an Weiberdonnerstag in Trier

Kein totes Mädchen an Weiberdonnerstag aufgefunden

Seit Weiberdonnerstag hielt sich in der Stadt Trier hartnäckig das Gerücht, dass an Weiberdonnerstag ein junges Mädchen infolge ihres Alkoholkonsums gestorben ist. Angeblich, so erzählte man sich, sei sie an ihrem eigenen Erbrochenen gestorben. Nun räumte sowohl die Feuerwehr, als auch die Polizei mit diesem Gerücht auf. Von einem Todesopfer sei niemandem etwas bekannt.

Über zahlreiche Medien in Trier wurde in den letzten Tagen das Gerücht verbreitet, dass an Weiberdonnerstag ein junges Mädchen an den Folgen ihres Alkoholkonsums gestorben sein soll. So wurde auch in sozialen Netzwerken davon berichtet, dass die junge Frau vor einem Imbiss zusammengebrochen sei. Anschließend sei sie auf dem Boden liegend an ihrem eigenen Erbrochenen erstickt. Sie soll eine Blutalkoholkonzentration zwischen vier bzw. fünf Promille gehabt haben. Die Feuerwehr und auch die Polizei in Trier stellten nun klar, dass sie von einem solchen Todesfall nichts gehört haben. Es handele sich vielmehr um ein Gerücht, dass von vielen Stellen aufgegriffen und dann verbreitet worden sei. Aber nichtsdestotrotz sind die Ausschreitungen an Weiberdonnerstag in diesem Jahr ganz besonders ausufernd gewesen, wie bereits ausführlich berichtet worden ist.
Die Ereignisse in diesem Jahr werden aller Voraussicht nach auch Konsequenzen für die nächsten Jahre mit sich bringen. Polizei und Rettungskräfte hatten bereits angekündigt, sich mit allen wichtigen Beteiligten des Karnevals zusammenzusetzen, um ein neues Konzept für die Zukunft zu entwickeln. Besonders der große Alkoholkonsum unter den Jugendlichen soll eingedämmt werden. Wie solche neuen Konzepte aussehen können, ist bis jetzt noch nicht bekannt.

Rosenmontagsumzug 2012 in Trier begeistert tausende Narren

Großer Rosenmontagsumzug in Trier begeistert die Besucher

Der Rosenmontagsumzug 2012 durch die Innenstadt von Trier hat auch in diesem Jahr wieder tausende Besucher angelockt und begeistert. Er war einer der größten, die Trier je erlebt hat. Über 100 Gruppen und Wagen bildeten den Rosenmontagsumzug und bewiesen ihren großen Einfallsreichtum mit zum Teil außergewöhnlichen Kostümen und Paradetrachten. Beinahe alle Zuschauer waren begeistert.

Der Rosenmontagsumzug 2012, der durch die Innenstadt Trier verläuft, war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Nicht nur die Rahmenbedingungen, sondern auch die über 100 Wagen und Fußgruppen überzeugten auf ganzer Linie. 113 Wagen und Fußgruppen setzten sich unter strahlend blauem Himmel genau um 12:11 Uhr in Bewegung. Zu diesem Zeitpunkt warteten bereits tausende Zuschauer, die ihrerseits auch mit vielen originellen Kostümen auf sich aufmerksam machen konnten, auf die schillernde „Schlange“. Über 2200 Narren waren auf den unterschiedlichen Wagen und in den verschiedenen Fußgruppen vertreten und strahlten mit der Sonne um die Wette.
In diesem Jahr stand der Rosenmontagszug unter dem Motto „Grand Prix der Narretei“ und machte diesem auch alle Ehre. Die Besucher konnten sich an vielen ausgefallenen Kostümen und Paradetrachten erfreuen. Auch die Wagen waren närrisch geschmückt.
Wie in jedem Jahr durfte natürlich auch das Naschwerk nicht fehlen. So warfen die Teilnehmer des Rosenmontagszugs rund 90 Tonnen Süßigkeiten in die Menge, die von zahlreichen Kindern gerne aufgelesen wurden. Über die Qualität mancher Bonbons sollte man allerdings den Mantel des Schweigens hüllen.

Selbstverständlich war auch das Prinzenpaar, Prinzessin Miriam I. von Zalawen und Prinz Ralf II. vom Wieweler Thron, auf dem Rosenmontagszug vertreten. Die beiden „adligen Narren“ fuhren auf einem Wagen mit der närrischen Nummer 111. Als sie nach fast vier Stunden Fahrt den Hauptmarkt erreichen, begrüßen sie ihr dort versammeltes Volk mit einem kräftigen mehrfachen „Helau!“. Überschwänglich antwortet die Menge ihrerseits auf den forschen Gruß der Königlichen.
Gegen 16.30 Uhr löst sich der Rosenmontagszug für dieses Jahr am Verteilerkreis in Trier-Nord auf. Wieder einmal ist die Fahrt für ein Jahr vorbei. Dies bedeutet natürlich lange noch nicht, dass die Feierlichkeiten eingestellt werden. In der Arena wird kräftig weiter geschunkelt. Schließlich neigt sich der Tag dem Ende zu, die Nacht fängt aber gerade erst an.

Der Rosenmontag in Trier verlief einigermaßen friedlich

Rettungskräfte und Polizisten ziehen ein durchwachsenes Fazit

Nach den Ausschreitungen am vergangenen Weiberdonnerstag rechneten viele Rettungskräfte und Polizisten mit ähnlichen Szenarien am gestrigen Rosenmontag. Zwar verlief der schrillste Tag des Jahres nicht unbedingt ereignislos, dennoch zogen Rettungskräfte und Polizisten kein dramatisches Fazit.

Der vergangene Weiberdonnerstag war vielen Rettungskräften und Polizisten noch gut in Erinnerung. An diesem Tag war es vor allem auf dem Hauptmarkt in Trier zu vielen Ausschreitungen und Auseinandersetzungen gekommen. Auch die in der Innenstadt gelegenen Krankenhäuser waren teilweise vollkommen überfüllt, weil immer wieder junge betrunkene Menschen versorgt werden mussten. Vor diesem Hintergrund stellten sich die Rettungskräfte und Polizisten auch am gestrigen Rosenmontag auf einen Großeinsatz ein. Allerdings blieb dieser zum größten Teil ungebraucht. Zwar gab es die üblichen Streitigkeiten und Auseinandersetzungen, die es immer an den Karnevalstagen gibt. Dennoch überschritten diese kein durchschnittliches Maß an Gewalt.
Zwischenzeitlich mussten aber auch an Rosenmontag immer wieder betrunkene Bürger behandelt oder in die Krankenhäuser eingeliefert werden. Die Zahl der Patienten lag aber deutlich unter der von Weiberdonnerstag. Auch schien das so genannte „Komasaufen“ kein allzu großes Problem zu sein. Das Personal in den Krankenhäusern berichtete eher von Narren, die sich beim Trinken ganz einfach überschätzt haben.
Die Polizei musste hier und da eingreifen, hatte aber im Großen und Ganzen einen eher ruhigen Rosenmontag 2012. Vor allem Körperverletzungsdelikte wurden auf den verschiedenen Dienststellen registriert. Bei einer Person stellten Polizeibeamte einen Verstoß gegen das Waffengesetz fest. Die anderen Einsätze fallen wohl in die Kategorie „Karnevalserscheinungen“.
Derweil steht weiter offen mit welchen Folgen die Karnevalsgesellschaft in Trier für das nächste Jahr in Bezug auf den erschreckenden Weiberdonnerstag rechnen muss. Eines scheint schon beschlossene Sache zu sein: Politik, Polizei und andere Organisationen scheinen bereit zu sein, die Veranstaltung anders zu organisieren. Wie dieser Umschwung aussehen soll und ob er konsequent durchgesetzt werden wird, bleibt abzuwarten.

Und plötzlich „säuft“ die Jugend- Es lebe der Aktionismus in Trier

Sinnlos betrunkene Jugendliche an Weiberdonnerstag regen zur Diskussion an

Nach den erschreckenden Nebenerscheinungen der Festlichkeiten zum Weiberdonnerstag auf dem Hauptmarkt in Trier, scheint nun eine Diskussion über den Alkoholkonsum der Jugendlichen in der Moselstadt zu entstehen. Dabei ist das Phänomen an Weiberdonnerstag längst kein Einzelfall, denn wer schon einmal sich die Zeit genommen hat und am Wochenende durch die Trierer Innenstadt gegangen ist, der wird festgestellt haben, dass man dort regelmäßig betrunkene Jugendliche vorfindet. Der Unterschied zu Karneval ist lediglich die Zentralisierung auf dem Hauptmarkt.

In der regionalen Presse wurde ausgiebig über die Festlichkeiten an Weiberdonnerstag auf dem Hauptmarkt in Trier geschrieben. Vor allem die vielen betrunkenen Jugendlichen, die die Rettungskräfte und die Polizisten immer wieder auf den Plan riefen, werden in dieser Berichterstattung erheblich angegriffen. Dies geschieht nach ihrem Verhalten völlig zurecht, denn vor allem junge Menschen haben sich an diesem Tag bis fast in das Koma getrunken. Auch die vielen Schlägereien, die meistens aus dem Alkoholkonsum erwachsen sind, sind auf das Schärfste zu verurteilen. Eine Veränderung für die zukünftigen Festlichkeiten auf dem Hauptmarkt in Trier sollte gefunden werden. Dennoch darf sich der Blick nicht einzig auf die drei Karnevalstage im Jahr richten. Schließlich ist das Problem, das sich vor allem junge Menschen völlig sinnlos betrinken, keinesfalls neu und es ist erschreckend, dass Presse und öffentliche Personen so verengt mit diesem Umstand umgehen.. Wer sich einmal die Mühe gemacht hat, bestimmte Ecken am Wochenende in Trier aufzusuchen, der wird festgestellt haben, dass viele Jugendliche längst nicht nur an Karneval zu viel Alkohol trinken. Auch an anderen „normalen“ Tagen wird man, wie aus eigener Erfahrung berichten kann, von Jugendlichen in der Trierer Innenstadt grundlos angepöbelt. Halbstarke, mit denen man aufgrund ihrer intellektuellen Fähigkeiten nur Mitleid empfinden kann, suchen förmlich nach Streitereien.
Der Unterschied zu Karneval liegt einfach in der Zentralisierung. An Tagen wie Weiberdonnerstag treffen sich alle „Übeltäter“ auf einem Platz. An anderen Tagen ist diese zentrale Position nicht gegeben.
Daher grenzt es beinahe an blinden Aktionismus, wenn man sich jetzt nur darauf konzentriert, die Karnevalstage freundlicher zu gestalten. Es muss auch darum gehen, die Jugendliche ganzjährlich besser zu kontrollieren. Wenn man eines aus dem Treiben auf dem Hauptmarkt lernen kann, dann das, dass weite Teile der Jugend in Trier gerne zur Flasche greifen und sich dabei völlig überschätzen. Dies ist aber keineswegs ein Problem des Karnevals, sondern ein viel grundlegenderes.
Dennoch muss für die Zukunft der Weiberdonnerstag besser organisiert werden. Es kann nicht hingenommen werden, dass Geschäftsinhaber mit ansehen müssen, wie betrunkene Narren ihre Eingangstüren als Toilette benutzen. Vielleicht sollte man darüber nachdenken, eine Lokation zu suchen, bei der Betrunkene nichts kaputt machen können. Schließlich geht es bei den meisten Menschen nicht darum, auf dem Hauptmarkt zu feiern, sondern eher darum, sich zu betrinken. Das kann man überall in Trier machen.

 

 

Sinnlos betrunkene Jugendliche an Weiberdonnerstag

Die Schattenseiten der Karnevalstage in Trier

Die Festlichkeiten auf dem Hauptmarkt 2012 haben in diesem Jahr einen bitteren Beigeschmack hinterlassen. Die Krankhäuser waren dank sinnlos betrunkener Menschen überfüllt. Polizei und Feuerwehr waren im Dauereinsatz. Vor allem Jugendliche überschritten einmal mehr ihre Grenzen und landeten zum Teil mit knapp vier Promille im Krankenhaus.

Für viele Menschen bedeuten die Karnevalstage Spaß und ausgelassenes Feiern. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene fiebern den närrischen Tagen entgegen. Polizisten, Rettungskräfte und Krankenhauspersonal haben dagegen wohl keinen Grund an Fastnachtstagen in gute Laune auszubrechen. Auch an diesem Weiberdonnerstag ist die Lage in der Trierer Innenstadt eskaliert. Schuld daran waren vor allem sinnlos betrunkene Jugendliche und junge Erwachsene. Neben Schlägereien, die die Polizei in Atem hielten, sorgten vor allem die vielen Alkoholvergiftungen für reichlich Arbeit und auch Ärger. Ständig waren die Rettungskräfte im Einsatz. Viele Jugendliche waren derart betrunken, dass sie nicht mehr nur vor Ort behandelt werden konnten. Stattdessen mussten sie in eines der beiden Innenstadtkrankenhäuser eingeliefert werden. Dort war die Lage am Nachmittag ernüchternd, auch wenn dies leider nur auf das Personal und nicht auf die Patienten selber zutrifft. Die Krankenhäuser wurden nur so von betrunkenen Jugendlichen überflutet. Trotz extra aufgestellten Betten reichte der Platz nicht auf. Krankenhausmitarbeiter sprachen von Jugendlichen, deren Promillewerte an die vier Promille heranreichten.
Während im Krankenhaus die Ärzte für die Betrunkenen sorgten, richteten die Rettungskräfte auf dem Domfreihof einen Großraumrettungswagen ein. Dort fanden bis zu elf Patienten gleichzeitig die Möglichkeit auf Hilfe.
Die Stimmung auf dem Hauptmarkt war ab dem Mittag ausgelassen und die Menge als solche ließ laufen. Häuserfassaden und Geschäftseingänge mussten als Toiletten herleiten. Hier und da sah man sich übergebende Jugendliche. Wer bis dahin noch keinen Spaß empfunden hatte, der tat es jetzt.
Ganz nebenbei lässt sich festhalten, dass das Glasverbot, das durch die Polizei kontrolliert wurde, gewirkt hat. Glasfalschen waren wenn überhaupt nur vereinzelt vorzufinden. Schließlich schmeckt Alkohol aus Plastikflaschen auch nicht schlechter.

Insgesamt bleibt zu sagen, dass der jährliche Weiberdonnerstag auf dem Hauptmarkt nichts mit Karneval zu tun hat. Vielmehr erinnert das Gelage eher an einen großen Kindergeburtstag, bei dem jeder etwas vom Schnaps bekommt. Ganz nebenbei: Die Geburtstagsfeier zahlt übrigens der Steuerzahler.

Hollywood beim Karneval in Trier-Euren

Die Nacht der Oscars in Trier-Euren

Der Karnevalsclub Euren hat sein diesjähriges Ordensfest hollywoodreif gefeiert. Die Gäste kamen nicht nur über den roten Teppich zu der Veranstaltung, sondern es wurden auch filmreich Oscars verliehen. Allerdings gab es keine 30 Zentimeter hohe Statuen, sondern die deutsche Variante in Form von kleinen goldenen Anstecknadeln.

Der Karnevalsclub Euren hat sein Ordensfest in diesem Jahr unter dem Motto „33 Jahre, oscarreif“ gefeiert. Der Name der ausgelassenen Feier war auch gleichzeitig Programm. Alles versprühte an diesem Abend den Charme, den man sonst nur in Hollywood selber wahrnehmen kann, wenn sich die Topstars dieser Welt bei den Oscars die Klinke in die Hand geben. Zugegebenermaßen wartete man vergebens auf „Brangelina“ oder auf feste Größen wie Heidi Klum oder Seal, aber dennoch versprühte der rote Teppich Erhabenheit und zumindest in ganz kleinem Teil Berühmtheit. Immerhin gilt auch in Hollywood das Motto: Wer auf dem roten Teppich steht, muss einfach berühmt sein, auch wenn man ihn eigentlich nicht kennt.
Aber es gab neben dem roten Teppich noch eine weitere Parallele zu Los Angeles, die Oscarverleihung. Der Karnevalsclub Euren verteilte allerdings keine 30 Zentimeter großen goldene Statuen, sondern praktische Anstecknadeln. Diese trugen das Vereinswappen und dem traditionellen euranischen Raben. Laut eigenen Angaben des Karnevalsclubs schaut „Kobbe“ hinauf zum „Eurener Walk of Fame“, der sich in den vergangenen 33 Jahren gebildet hat.

Der Abend schien, wie es sich für Hollywood gehört, nahezu perfekt zu sein. Dennoch fehlte letztlich eine Kinderprinzessin, um das Glück des Karnevalsclubs Euren perfekt zu machen. Es scheint in der heutigen Zeit immer schwieriger zu werden, Kinderprinzenpaare zu finden. Verliert die Jugend etwa die Lust am Karneval? Diese Frage lässt viel Raum zum Spekulieren.
Letztlich wurden auch noch einige Orden verteilt. Alwin Schmitz, Stephan Blenker und Tatyana Heinz erhielten jeder jeweils einen Ehren- und Verdienstorden. Den Orden des Karnevalisten-Landesverbandes Rhein Mosel Lahn erhielt Sitzungspräsident Collet.
Insgesamt erlebten die Gäste, dank eines gutaufgelegten Karnevalsclub Euren, einen rundum gelungen Abend.