Erfolgreiches Entfernen der Zug- und Tragseile an der Kabinenbahn Trier

Erste Hürde beim Abriss der Kabinenbahn Trier ist genommen

Die Ära der Kabinenbahn Trier geht nun endgültig zu Ende. Am heutigen Sonntag wurde die erste Hürde für den geplanten Abriss der Kabinenbahn Trier erfolgreich genommen. Ein Team von ganz besonderen Fachkräften konnte erfolgreich die Zug- und Tragseile der Kabinenbahn Trier kappen und diese ohne größere Schwierigkeiten entfernen. Dennoch verlief das Manöver nicht ganz unproblematisch und zweimal stockten den Beteiligten der Atem.
Für den Abriss der Zug- und Tragseile der ehemaligen Touristenattraktion in der alten Römerstadt waren extra Fachkräfte aus dem Allgäu und Österreich engagiert worden. Diese begannen bereits um sechs Uhr morgens mit den eigentlichen Arbeiten an der Kabinenbahn Trier. Um ganz sicher zu gehen, dass auch wirklich niemand bei den Arbeiten zu Schaden kommen kann, hatte man bereits um drei Uhr in der Nacht den Moselweg und die Bonner Straße für den eigentlichen Verkehr gesperrt. Selbstverständlich wurde für den heutigen Tag auch ein Verbot für den Schiffsverkehr auf der Mosel ausgesprochen.
Die Zug-und Tragseile der Kabinenbahn Trier haben insgesamt eine Länge von 400 Metern und wiegen je fünf Tonnen. Aus diesem Grund ist es selbsterklärend, dass man auf spezielles Werkzeug zurückgreifen muss.
Zweimal an diesem Tag ist es beim geplanten Abriss der Seile zu Komplikationen gekommen. Einer dieser Vorfälle war relativ unkritisch. Eines der Seile wurde nicht richtig von dem aufgebauten Kran gehalten und riss auf einem Dach eines Wohnhauses eine Dachschindel ab. Dieser Vorfall ist sicherlich ärgerlich, aber durchaus nicht als großes Problem zu bewerten. Der andere Vorfall beinhaltete deutlich mehr Konfliktpotenzial. Dennoch ist er zum Glück am Ende für alle Beteiligten gut ausgegangen.
Kurz vor den eigentlichen Arbeiten an den Seilen der Kabinenbahn Trier war ein französischer Frachter plötzlich auf der Mosel aufgetaucht. Er hatte direkten Kurs auf die Kabinenbahn, obwohl ein stricktes Verbot für den Schiffsverkehr ausgesprochen worden war. Glücklicherweise hingen die Seile der Kabinenbahn Trier noch auf einer Höhe von 20 Metern. Diesem Umstand war es zu verdanken, dass letztlich nichts passierte und der Vorfall ohne große Folgen blieb. Dennoch wartet auf den Kapitän ein Bußgeld, denn immerhin hat dieser ein Schiffsverbot ignoriert.

Schnelle Demontage der Zug- und Tragseile der Kabinenbahn Trier

Während die Fachkräfte aus dem Allgäu und Österreich ihrer Arbeit nachgingen, versammelten sich am Moselufer gut 50 Menschen, die dem Abriss der Seile der Kabinenbahn Trier zum Teil sehr traurig zusahen. Immerhin war die Seilbahn in den letzten Jahrzehnten fester Bestandteil des Stadtbildes und einige Trierer hatten die Bahn sicherlich in ihr Herz geschlossen. Außer den bereits beschriebenen Problemen verliefen die Abrissarbeiten erfreulich positiv. Nach ungefähr acht harten Stunden Arbeit war das Werk schließlich vollbracht. Die Seile der Kabinenbahn waren demontiert und lagen neben der Talstation. Von dort werden sie in den kommenden Tagen zum Schrott gebracht, wo sie weiter verarbeitet werden können.
Ab 15 Uhr war es bereits wieder möglich, die Bonner Straße zu nutzen. Damit schlug man den eigens aufgestellten Zeitplan, der vorgesehen hatte, die Bonner Straße erst um 20 Uhr wieder freizugeben, um satte fünf Stunden. Die ganze Zeit über war das THW im Einsatz, um sicherzustellen, dass niemand der Zuschauer zu irgendeiner Zeit in Gefahr gerät. Aus diesem Grund stellte man unter anderem Zäune rund um die Kabinenbahn Trier auf. Wann nun die restlichen Abrissaktionen folgen werden, ist noch nicht ganz klar. Angeblich sollen die Kabinen morgen schon von ihren Käufern abgeholt werden.

Die Kabinenbahn findet ihr endgültiges Ende

Die Seile der Kabinenbahn werden gekappt

Die Kabinenbahn wird am heutigen Sonntag ihre ersten substantiellen“Verluste“ einstecken müssen. Heute werden spezialisierte Fachkräfte damit beginnen, die schweren, fast 400 Meter langen Trag- und Zugseile der Kabinenbahn Trier abzukappen. Damit beginnen am heutigen Sonntag die Abrissarbeiten an einem Projekt, das vor 44 Jahren mit hohen Ambitionen gestartet ist. Der Abriss der Kabinenbahn soll auch noch einmal Anlass sein, zurückzuschauen. Wenn man sich die Geschichte der ehemaligen Touristenattraktion betrachtet, muss man unweigerlich feststellen, dass sie zu weiten Teilen aus nicht erfüllten Erwartungen und großen Enttäuschungen besteht. Nach langen Vorbereitungszeiten und vielen nervenaufreibenden Diskussionen, konnte die Kabinenbahn am 5. August 1967 erstmals ihren Dienst aufnehmen. Zwei Gondeln wurden mit Hilfe von 400 Meter langen Trag- und Zugseilen über die Mosel gezogen. Auf diese Weise war es möglich, vom Moselufer Zurlauben zur Bergstation Weißhaus zu gelangen. Die Befürworter der Kabinenbahn waren sich einig. Dies wird ein Projekt, dass neue Maßstäbe für Touristenattraktionen setzen wird. Die Kabinenbahn in Trier war zu dieser Zeit auch wirklich außergewöhnlich. Es gab kaum Seilbahnen zu bestaunen, die über einen Fluss gespannt waren. Zudem war die Aussicht, die man während der Fahrt über die Mosel genießen konnte, atemberaubend. Natürlich gab es auch am Anfang viele Hürden für die Kabinenbahn in Trier zu nehmen. Gegner des Projekts hatten von Anfang an gemahnt, dass die Montage der Seilbahn zu einer Verschlechterung der Natur und des Stadtbildes führen könnte. Dennoch setzten sich letztlich die Befürworter durch, die immer wieder in visionärer Art und Weise auf die Möglichkeiten hinwiesen, die eine solche Kabinenbahn für die Stadt Trier brächte. Der 5. August 1967 wurde ein wahrer Feiertag. Die Reden, die anlässlich der Eröffnung der Kabinenbahn gehalten wurden, übertrafen sich immer wieder aufs Neue dank wohl formulierter Vorschusslorbeeren. Egal ob Bürgermeister, Weinkönigin oder Architekt, alle sahen sich am Ziel ihrer Planungen und glaubten an eine langzeitige, erfolgreiche Zukunft der Kabinenbahn Trier. Dabei standen die Vorzeichen nicht uneingeschränkt gut.

Der langsame Verfall der Kabinenbahn Trier

Nachdem die bereits erwähnten Diskussionen über die Kabinenbahn Trier beendet waren, stand fest, dass eine solche Attraktion gebaut werden soll. Errichtet wurde die Seilbahn übrigens auf städtischen Grundstücken. Allerdings fiel schon der erste Eröffnungstermin ins Wasser, denn die italiensiche Firma, die die Gondeln liefern sollte, war in Verzug geraten. Ursprünglich planten alle Beteiligten, die Kabinenbahn Trier am 29. Juli einzuweihen. Dieser Termin verschob sich dann auf den 5. August 1967. Wie oben bereits beschrieben war dieser 5. August ein Festtag für Trier und seine Bewohner. Viele Menschen strömten an das Zurlaubener Moselufer, um mit der Kabinenbahn kostenlos zu fahren. Beinahe alle Menschen berichteten von einer sehr interessanten Fahrt über die Mosel. Alle schienen sie von der Kabinenbahn überzeugt.
Dennoch stellte sich heraus, dass die Kabinenbahn Trier zu keiner Zeit profitabel zu betreiben war. So entschloss man sich dazu, 1968 einen Gastronomiebetrieb an der Talstation einzurichten. Aber auch dieser konnte die Verluste nicht kompensieren. Die Seilbahn war von Anfang an ein Verlustgeschäft, das nur mit großen Investitionen am Leben gehalten werden konnte. 1977 übernahmen die Unternehmer Otto und Elsbeth Schwab die Kabinenbahn Trier, die dann in den Besitz ihres Sohnes Peter Schwab übergehen sollte. Über all die Jahre vegetierte die Seilbahn am Moselufer vor sich hin. Peter Schwab musste immer wieder große Summen in die angebliche Tourismusattraktion hineinpumpen. Schließlich kam es im Jahre 2000 zu dem Ereignis, das zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon längst überfällig gewesen wäre: die Schließung der Kabinenbahn in Trier. Es sollte allerdings nicht das letzte Mal sein, dass diese gescheiterte Attraktion in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit gerät. 2004 versuchte Peter Schwab, nachdem er vergeblich nach einem Käufer gesucht hatte, erneut die Kabinenbahn ins Leben zu rufen. Das Resultat war der Tod eines Arbeiters, der 6 Meter in die Tiefe gestürzt war. Die Umstände sind bis heute nicht geklärt. Seitdem ist das Schicksal der einst so gefeierten Kabinenbahn in Trier besiegelt. Seit 2010 sind die Grundstücke wieder fest in städtischer Hand. Peter Schwab wurde aufgefordert, die Seilbahn abzureißen. Dieser Vorgang wird am heutigen Sonntag seinen Anfang finden, wenn die 400 Meter langen Seile durchgekappt werden.