Jugendparlament mit großer Umfrage in Trier

Das Jugendparlament in Trier startet große Umfrage

Das Jugendparlament in Trier startet eine große Umfrage an den Trierer Schulen. Auf diese Weise sollen Jugendliche nach ihren Wünschen für die Stadt Trier befragt werden. Im April werden auf Basis der Umfrageergebnisse Arbeitskreise gebildet, die sich dann mit dem jeweiligen Thema auseinandersetzen sollen.

Das Jugendparlament in Trier plant ein stärkeres Einbeziehen der Jugendlichen in Trier. Mittels einer Umfrage, die an den Trierer Schulen durchgeführt werden soll, möchten die Abgeordneten des Jugendparlaments ermitteln, welche Dinge der Jugend wichtig sind. Aus diesem Grund wurde ein zweiseitiger Umfragebogen entworfen, der unter anderen Fragen zum Verkehr, zu den Schulen oder zu dem kulturellen Angebot der Stadt Trier enthält. Das Jugendparlament wird diese Bögen an den Trierer Schulen verteilen. Dazu werden sie bei Vereinen ausgelegt und im Internet hochgeladen. Dort können sich die Jugendlichen diesen Fragebogen dann „downloaden“. Das Jugendparlament möchte möglichst viele junge Menschen durch die Umfrage erreichen. Im April sollen die Ergebnisse dann vorgestellt werden. Im Anschluss werden Arbeitskreise zu den jeweiligen Standpunkten der Jungendlichen gegründet. Auf diese Weise sollen die Themen auch bearbeitet werden. Die Fragebögen können von den Jugendlichen bis zum 29. März ausgefüllt werden. Am 27. April werden dann die Ergebnisse präsentiert und die Arbeitskreise gegründet.

Jugendparlament in Trier droht zu scheitern

Wenig Interesse an dem Jugendparlament in Trier

Die Idee eines Jugendparlaments in Trier droht zu scheitern, denn das Interesse bei den Jugendlichen kann durchaus mit dem Adjektiv überschaubar beschrieben werden. Dabei ist das Konzept, das hinter dem Jugendparlament steht, wirklich interessant und sicherlich so ansprechend, dass es verwirklicht werden sollte. Die jungen Menschen sollen über das Jugendparlament in Trier mehr Einfluss auf die Realpolitik nehmen können. Auf diese Weise hofft man, junge Leute wieder mehr für die Politik zu begeistern und sie langsam und schon in frühen Jahren an das politische Alltagsgeschäft zu führen. Des Weiteren soll das Jugendparlament dem Stadtrat in Trier eine neue Perspektive auf politische Themen verschaffen, die auch Kinder und Jugendliche etwas angehen und deren Leben beeinflussen. Im Grunde ist die Idee einer Jugendvertretung der ernstzunehmende Versuch, die Politik bruchstückhaft wieder zurück zu den Menschen zu führen.
Allerdings droht das Projekt an dem vermeintlichen Desinteresse der Jugend zu scheitern. Ab dem Jahr 2012 sollten ursprünglich 22 Jugendliche in das Parlament einziehen. Dabei müssen diese in einer Wahl, die voraussichtlich im November stattfindet, bestimmt werden. Die Kandidaten, die ins Jugendparlament wollen, müssen zwei Voraussetzungen erfüllen. Sie müssen im Alter zwischen zehn und siebzehn Jahren sein. Darüber hinaus sind sie dazu verpflichtet, zehn Unterstützter vorzuweisen, die sich in Form einer Unterschrift für den Kandidaten stark gemacht haben. Insgesamt sind 6700 Trierer Jugendliche für das Jugendparlament wählbar. Dennoch haben sich bis jetzt erst siebzehn potenzielle Kandidaten zur Wahl gestellt. Sollte es bei dieser Zahl bleiben, würde die Wahl entfallen und alle würden direkt in das Jugendparlament in Trier einziehen.

Die Probleme des Jugendparlament in Trier

Wenn man sich nun fragt, aus welchen Gründen das Jugendparlament in Trier nicht gut genug angenommen wird, muss man verschiedene Faktoren berücksichtigen. An aller erster Stelle ist die Unbekanntheit der Idee hervorzuheben. Es müsste stärker und intensiver für das Jugendparlament geworben werden. Viele Jugendliche denken überhaupt nicht mehr an dieses Projekt. Hinzu kommt, dass viele junge Menschen in Vereinen und anderen Organisationen tätig sind. In diesen Fällen ist die Freizeit ohnehin schon knapp bemessen und gerade dann muss man für das Jugendparlament richtig Werbung machen.
Der weitaus schlimmere Grund für das Desinteresse kann in der schlechten Bildungslage gefunden haben. So sind Schüler, die nicht das Gymnasium besuchen in der Regel nicht stark am politischen Geschehen interessiert.
Das Motto kann nur weiterhin lauten, die Jugend so gut es geht über das Projekt Jugendparlament in Trier zu informieren. Wenn dies der Fall sein sollte, kann das Konzept langfristig bestehen und seinen Zweck im Gesellschaftsgefüge übernehmen.